Reiseberichte aus dem Wohnmobil,
 
Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

Umbauten am Wohnmobil selbst gemacht

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Unsere eigenen Umbauten              

 

 
 

Umbauten

der Gastank


Unser Rapido war vom Werk mit einem elektrisch gesteuerte FAVEX® System mit Automatikumschalter ausgestattet.
Dieser erlaubt den Einsatz gasbetriebener Geräte wie z.B. der Wohnraumheizung auch während der Fahrt und ist im
 Gasflaschenkasten montiert. Hier können wir zwei 11kg Gasflaschen mit auf die Reise nehmen.

 

Schon für einen 14-tägigen Winterurlaub reichen 2 Gasflaschen nicht aus. So entscheiden wir uns für einen Gastank.
Leider ist nicht viel Platz unter dem Mobil. Die Vorbereitung, also der Austausch des Wassertanks ist abgeschlossen und
nun können wir den Platz für einen Unterflur - Gastank nutzen, der jetzt montiert wird.

Bestellt wurde er bei Whynengas.

Größe:                  110 ltr.

Füllmenge:         88 ltr. = 44 kg.

Länge:                  1203 mm -

Durchmesser:    360 mm

Tankgewicht:    40 kg.


Armaturenkasten:  Nirosta und gasdicht!
Höhe: 90 mm, Breite: 145 mm, Länge: 540 mm

folgende Komponenten sind bestellt und im Armaturenkasten verbaut:
- Crashsensor mit grünem Freischaltknopf
- Gasfilter
- MonoControl CS - Regler - mit Reglerheizung
- Entnahmeventil - mit Rohrbruchsicherung
- Sicherheitsventil - öffnet bei 28 bar
- Füllstandsanzeige - bis 100% Markierung bei 80%
- Füllventil - stoppt die Betankung bei 80%

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Dieser LPG-Tank füllt genau die Lücke, die der Unterflur-Frischwassertank hinterlässt.
Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter Flüssiggas LPG (Liquefied Petroleum Gas) oder NGL (Natural Gas Liquids),
d. h. relativ kurzkettige Kohlenwasserstoffe, wie Ethan, Propan, Butan usw., und deren Gemische, die bei Raumtemperatur
unter vergleichsweise geringem Druck flüssig bleiben. Es fällt als Nebenprodukt der Erdölraffinierung und als Begleitgas bei
der Förderung von Erdöl und Erdgas an und ist somit ein fossiler Energieträger.*

Auf dem folgenden Bild sieht man den frei gewordenen Platz. Der Blick geht von der Hinterachse in Richtung Vorderachse.
Das Bild entstand, als der Frischwassertank gerade ausgebaut wurde und zeigt den Platz, der nun zur Verfügung steht.

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Wir haben unser Mobil auf der Hebebühne und können den Tank gut anpassen. Mit einem Heber
wird der Tank ganz vorsichtig auf die richtige Position gebracht. Nachdem die Position der Halter
genau bestimmt werden kann, werden die Löcher gebohrt und die Halter geklebt und verschraubt.
Die Spannbänder werden um den Tank gelegt und jetzt beginnt die "fummeligste" Arbeit.
Die Gummibänder zwischen Tank und Spannbänder zu bringen ist eine echte Herausforderung ...

   

Irgendwann ist es geschafft und ich möchte es hier kurz erwähnen: es ist ein tolles System,
wie die Spannbänder nach dem Spannen gesichert werden! Nun kann der Gasanschluss erfolgen.
(hier lassen wir selbstverständlich einen Fachmann ans Werk!)

 

Die Gasleitung wird an das bestehende System angeschlossen, gleichzeitig wird das FAVEX® System im
Gasflaschenkasten abgeklemmt und demontiert. Die Gaszufuhrunterbrechung ist schon am neuen Gastank
montiert und so können wir wieder gasbetriebene Geräte wie z.B. die Wohnraumheizung während der Fahrt nutzen.

Nun wird noch der Betankungsstutzen eingebaut. Wir haben uns für eine Stelle entschieden, die in einer
senkrechten Flucht mit dem Stromanschluss und Kamin der Heizung und einer waagerechten Flucht
der Griffe der Unterflurschublade.

Die Fernanzeige des Gasfüllstandes des Tanks haben wir - ebenfalls in Tanknähe -
neben der Fernbedienung des Waeco Wechselrichters installiert.

Dieser Schalter ist nicht nur für die Tankanzeige zu benutzen. Mit ihm können wir auch den Heizstift
einschalten, der im Winter verhindern wird, das der Mono Control CS Regler einfriert, denn unser Tank
ist unter dem Mobil, also im Außenbereich montiert. Hier kann der Winter mit kalter Hand "zupacken"!

Zu guter Letzt verlangen die TüV-Vorschriften noch die Kürzung des Auspuffendrohres, denn es war zu
nah am Gastank. Da muss die Flex klare Worte sprechen und nach der Verwendung von etwas Farbe
ist der Einbau des LPG Gastanks endlich abgeschlossen.

 

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Am 12.04.2014 tanken wir zum ersten Mal. Der Liter Gas kostet 0,779 €.


Wir benötigten dazu einen Adapter, den wir mit dem Tank bestellt haben.



Wieder einmal zeigt sich die hervorragende Beratung, die wir bei der Bestellung bei Herrn Barabas
der Firma Elbe-Caravan genießen durften. Alles, wirklich alles war komplett dabei und konnte sofort
benutzt und angewendet werden.

Nach der ersten problemlosen Betankung (20 Liter) haben wir mehrere Tankstellen verglichen und uns über die
Gasqualität und der Zusammensetzung erkundigt. Keine Fachkraft hinter dem Tresen könnte mit Sicherheit sagen,
welches Gasgemisch aus den Säulen kommt. Alle haben den Aufkleber dran:
"LPG-Gemisch aus Propan und Butan nach DIN EN 589/DIN 51622"

Es besteht ein bekanntes Winter-Problem:
LPG ist eine Mischung aus Propan und Butan, diese Stoffe vergasen in Abhängigkeit der Außentemperatur
unterschiedlich. Butan vergast unter 0°C nicht mehr, bleibt lediglich flüssig und kann somit nicht mehr ordentlich
versorgen. Reines Propan hat dagegen eine anderen Siedepunkt und verträgt wesentlich tiefere Temperaturen.
Aus diesem Grund soll LPG im Winter immer hohe Propananteile haben, wenn der Gastank im Außenbereich
montiert ist. Da ist ein Mischungsverhältnis von 95/5 (Propan zu Butan) optimal.

Woher wissen wir das Gemisch, wenn es nicht einmal der Tankwartfachangestellte sicher sagen kann?
Reicht tatsächlich ein Aufkleber mit: DIN - Norm 51622? Weitere Erkundigungen ergeben, das bei den
Tankstellen von Hoyer der Anteil von Propan im Gas wenigstens 95% beträgt.

 

Material: ca. 1000,- €
Zeitaufwand: 1 Tag

 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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