Reisebericht einer Fernreise,
 
Urlaub und Geschichten mal ohne Reisemobil

Kerstin & Stefan

Perlen Chinas - eine Rundreise

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Unser privater Reisebericht 2018

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Die Perlen Chinas

Brandenburg - Berlin - Wien - Peking
Himmelstempel - chinesische Mauer - Fressmeile Peking


20.10.2018, Brandenburg, Berlin, Wien, Peking

1. Tag (So) Beijing:
Herzlich Willkommen im Reich der Mitte! Sie werden am Flughafen abgeholt und zum Hotel gebracht. Noch heute gehen Sie auf erste Erkundungstour in der Hauptstadt Chinas. Wir führen Sie zum Himmelstempel.
Er wurde 1420 erbaut und hier beteten früher die Kaiser der Qing- und Ming-Dynastien zweimal im Jahr für eine gute Ernte. Die Halle des Ernteopfers strahlt in ihrer Architektur eine perfekte Harmonie aus und viele Bestandteile haben eine bestimmte Symbolik, z.B. stehen die einzelnen Säulen für die vier Jahreszeiten bzw. für die zwölf Monate.
Die Parkanlage verfügt auch über einen sehr schönen Wandelgang. Die Chinesen lieben es, hier zu tanzen, zu musizieren, Sport zu treiben oder Karten zu spielen.
Beim gemeinsamen Abendessen können Sie Ihre Mitreisenden näher kennen lernen und sich so richtig auf die bevorstehende Reise einstimmen.
3 Übernachtungen im Vision Plaza Hotel (4 Sterne, Landeskat.: keine). Programmbeginn: 14 Uhr ab Hotel. (Abendessen)*

5:30 klingelt der Wecker, 7:00 Uhr fährt der Zug vom HBF Brandenburg nach Charlottenburg.

In Charlottenburg kann der Bäcker kein Geld wechseln, so geht es hungrig mit dem 109er Bus nach Tegel.

 

8:20 Uhr checken wir ein. Es ist völlig Überfüllt und eng hier in diesem Flughafen zum Beginn der Ferien
und nix, aber auch gar nix merkt man vom „Tor zur Welt“. Terminal trifft es wirklich besser.

Flug nach Wien

   

Mit Austrian Airlines geht's mit einem Airbus A310 in 55 Minuten nach Wien.
Austrian Airlines, auch Austrian oder AUA genannt, ist die nationale Fluggesellschaft Österreichs mit Sitz in Wien
und Drehkreuz auf dem Flughafen Wien-Schwechat.*
Der Airbus A310 ist ein zweistrahliges Großraumflugzeug des europäischen Flugzeugherstellers Airbus. Die verkürzte und
weiterentwickelte Variante des Airbus A300 wurde für Mittel- und Langstreckenflüge konzipiert. Es wurden von 1983 bis 1998
insgesamt 255 Airbus A310 bestellt und ausgeliefert.*

Unterwegs reicht man uns Kaffee und einen süßen oder salzigen Snack (Schokoriegel oder Salzbrezeln als Flugzeug)
und entlässt uns auf den deutlich weitläufigeren Flughafen Wien, um Gate G11 zu finden.

   

Hier steht ein Airbus A330 mit der Aufschrift „Air China“
Air China (chinesisch 中國國際航空公司 / 中国国际航空公司, kurz: 國航 / 国航, Guóháng)
 ist die staatliche Fluggesellschaft der Volksrepublik China mit Sitz in Peking und Basis auf dem Flughafen Peking.*

Der Airbus A330 ist ein zweistrahliges Großraumflugzeug des europäischen Flugzeugherstellers Airbus, das als Mittel- oder Langstreckenflugzeug
ausgelegt ist. Es besitzt zwei Turbofan-Triebwerke mit hohem Nebenstromverhältnis und wie alle modernen Verkehrsflugzeuge ein Zweipersonencockpit.*

Flug nach Peking

   

Schon beim Einsteigen fällt auf, das die Sitzreihen sehr eng stehen. Auf den Bildschirmen in den Lehnen des
Vordersitzes liefen schon viele Filme ... Deutschsprachige Filme muss man mühsam suchen, doch wir haben
ja Zeit. Das Essen und auch das Personal ist gut, jedoch bleibt es sehr eng. Kurz vor Moskau gibt es Essen:

   

Dann wird es Nacht ...

Ankunft in China, Flughafen Peking

Nach der Landung rollen wir noch ewig zum Parkplatz. Der Flughafen hat die Größe einer kleinen Stadt.
Der Flughafen Peking (chinesisch 北京首都国际机场, Pinyin Beijing Shoudu Guoji Jichang ‚Pekinger Hauptstadt-Internationalflughafen‘),
international auch Beijing Capital International Airport (BCIA) genannt, liegt 29 Kilometer nordöstlich vom Stadtzentrum Peking.
Er ist nach Passagieraufkommen der größte Flughafen Chinas und Asiens sowie, nach dem Flughafen Atlanta, der zweitgrößte Flughafen der Welt.*

               Hier ist alles sehr gut organisiert. Ein paar Dinge sind enorm hilfreich zu wissen:
 

  - die Nummer vom Kofferband wird im Flieger englisch angesagt!!!,
- ohne Koffer (nur Handgepäck) Richtung Ausgang, (Exit)
- eine lange Schlange finden (es ist die Einzige),
- anstellen oder vorne hineindrängeln und den Massen zum Einreiseschalter folgen,
- Formular nehmen und während des Anstehens ausfüllen,
- Fingerabdruck und Foto am Schalter - es werden keine Fragen gestellt,
- langer, langer Weg (incl. Bahnfahrt) zum Ausgang ... immer noch nur mit Handgepäck
- mehrere Gepäckbänder laufen vor dem Ausgang, (Nummer wurde im Flieger angesagt)

- Koffer holen,

... "DER TOUR" oder "Meyers Weltreisen" - MANN suchen

   

Hui - endlich geschafft! Das ist ja ein Flughafen!!! Ein echtes Drehkreuz der Welt.
Jetzt sitzen wir im Flughafenzubringer - einem dieser typischen Kleinbusse hier - und fahren ca 45 Minuten
über eine der vielen Autobahnen durch Peking.

  

Ein diesiger Dunst liegt über der Stadt. Zu Hause würden wir sagen, das es neblig ist. Dieser „Nebel“ ist süßlich
riechender, manchmal zwischen den Zähnen knirschender feiner Staub, oder Smog. Ich verstehe die Chinesen,
die einen Mundschutz tragen.

Wir halten vor dem Hotel und checken ein. Die Ausstattung des Hotels "Vision Hotel *****" gefällt uns sehr gut!

Unser schickes Zimmer für die nächsten 3 Nächte liegt im 17. Stock und hat ein nicht zu öffnendes Panoramafenster.

   

  

Leider gibt es gerade wenig Panorama. Durch den Nebel oder Smog kann man nur bis zur übernächsten
Kreuzung klar sehen ...   

 - - - - - -

Im Flugzeug bekamen wir ein Frühstück um 5°° Uhr Ortszeit. Nun ist es 9°°Uhr und wir haben Hunger.
Organisiert ist vom Reiseanbieter nichts, so ziehen wir selber los und finden schon an der nächsten Kreuzung
alles, was wir suchen. Zuerst brauchen wir einen Geldautomaten:
Der Geldautomat zeigt überwiegend chinesische Schriftzeichen. Ganz klein sind die englischen Bezeichnungen
zu lesen.
(Geldabheben in China) Wir holen 1000,- CNY, das entspricht etwa 125,- €.

Neben MC Donald und KFC sind hier auch kleine chinesische Imbisse vertreten.

   

Selbstverständlich wählen wir den chinesischen Imbiss und bestellen nach Bildern, auf die wir zeigen. Hier wird
nicht viel Englisch gesprochen ... und wenn dann versteht man es nur schlecht. Am Tresen ganz hinten werden
Nudeln hergestellt, die dann frisch in der Suppe serviert werden. Es ist sehr sauber und ordentlich. Diese beiden
Speisen hier, jeweils mit einem Getränk kosten umgerechnet ca. 2,30 €.

 

Deutsch spricht man hier übrigens gar nicht. Man spricht in China eben Chinesisch und der Straßenhändler, bei
dem wir etwas zu knabbern und zu trinken kaufen wollen, freut sich zwei Langnasen zu sehen. Er lacht und zeigt
seinen Preis mit den Fingern:

Vorsicht - wer zwei Bier bestellen will und acht bekommt, darf sich nicht wundern!!

Das Stadtbild Pekings unterscheidet sich nur durch Kleinigkeiten von dem europäischer Großstädte. Natürlich
sind die Wegweiser und Hinweisschilder am Auffälligsten.

   

Pkws und Busse, der Rechtsverkehr ... einfach alles erscheint gewohnt, wobei das Reißverschlusssystem scheinbar
perfekt funktioniert. Die Straßen sind richtig voll. Neben PKW und Bussen sieht man auch jede Menge Mopeds,
Dreiräder und - natürlich - Fahrräder. (fast alle Mopeds fahren mit E-Antrieb)

Zurück im Hotel schlafen wir noch etwas.

14:30 Uhr geht es heute noch einmal los - wir fahren zum ersten Mal als komplette Reisegruppe.

   

Bei der langen Anreise im Stau des dichten Verkehrs erfahren wir vom Reiseleiter einiges:
In Peking leben offiziell etwa zweiundzwanzig Millionen Menschen, jede Familie besitzt statistisch ein Auto.
Vor 15 Jahren war das Fahrrad das Hauptverkehrsmittel. (pro Fahrrad war eine Steuer im Jahr von ca. 1,20 € zu zahlen)
Fahrräder ohne Schaltung kosteten im Laden neu ca. 50,- €.

   

Die Stadt entwickelte sich ohne Tiefgaragen oder Parkplätze und heute kann in Peking ein neues Auto nur mit
Parkplatznachweis zugelassen werden. Komplizierte Fahrverbote sind an der Tagesordnung. Kennzeichen, die
auf 1 oder 7 enden dürfen z.B. am Montag nicht fahren, die auf 2 oder 8 enden am Dienstag nicht ...
nach 3 Monaten ändert sich alles wieder ...         Wir erreichen den

Himmelstempel

Der Himmelstempel bzw. Himmelsaltar (chinesisch 天壇 / 天坛, Pinyin Tiāntán) ist eine Tempelanlage in Peking, in der die Kaiser der
Ming- und Qing-Dynastien jedes Jahr für eine gute Ernte beteten. Er wurde von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen.*

Dieses 27 ha große Areal besteht überwiegend aus einer Parkanlage mit verschiedenen Tempeln. Die Tempel hier
sind rund, denn damals dachte man auch in China, dass das Firmament (der Himmel) rund sei und darunter die Erde
eine quadratische Scheibe. Mit diesem Wissen entstand die Form des ersten Geldes in China.


(hier in einem Souvenierladen)

Zum ersten Mal lernen wir hier die Sicherheitsmaßnamen für chinesische öffentliche Gebäude und Parks kennen.
Am Eingang werden alle Taschen durch einen Scanner gezogen und jeder Besucher geht durch den Metalldetektor,
wie man es sonst nur vom Flughafen kennt. Tafeln zeigen an den Eingängen das Areal.

   

Die Himmelstempel haben immer ein blaues Dach - die Farbe des Himmels. Die Dachziegel sind aus Lehm gefertigt,
gefärbt und mehrfach gebrannt. Drachendarstellungen sind überall zu finden. Sie sind das kaiserliche Symbol und
haben in China eine positive Bedeutung. Wir kennen sie oft negativ belastet. (Hausdrachen usw.)
Drache (龙 lóng) – Macht, Stärke, göttlicher Schutz, Symbol für den Kaiser, den Osten, den Regen, die Zeugungskraft, das Männliche
(Yang); eines der vier Wundertiere; 5. Tier im chinesischen Tierkreis*

   

Es ist voll hier am „Mittelpunkt der Erde“, wo die Gebete des Kaisers abgehalten wurden.
Dazu kam der Kaiser 2x im Jahr hier her, betete einmal für gutes Wetter im kommenden Jahr, eine gute Ernte,
Gesundheit usw. und kam er für ein Dankgebet noch einmal vorbei. Sonst war das gesamte Areal geschlossen.

   

Den Mittelpunkt der Erde haben wir passiert, gehen immer weiter und kommen nach einem Fußmarsch endlich
am Himmelstempel an.

     

   

Nach dem Kaiser wurde dieses Areal für das Volk geöffnet und mit dem Zahlen eines Obolus kann man seinen
Tag hier verbringen. Die Pekinger nutzen es gern. Eine Jahreskarte kostet lediglich 8,- €, beinhaltet allerdings
lediglich den Besuch des weitläufigen Parks. In aller Öffentlichkeit wird dann gern chinesisches Schach oder
Karten gespielt.

   
... es ist auch hier wie überall in der Welt: zwei spielen und viele stehen drumrum und wissen alles besser ...
   

Beim Verlassen der Tempelanlage kommen wir an vielen Zypressen vorbei. Alle sind beschildert. Die Farbe
des Schildes verrät das Alter der Bäume. (grün - mehr als 100 Jahre, rot - mehr als 300 Jahre)

Zu Fuß geht es zum Bus und so kommen wir an eine Kreuzung. Fasziniert bleibt wohl jeder Europäer stehen
und kann es nicht fassen, dass das was man hier sieht tatsächlich Alltag ist. Auf dem ersten Blick fährt hier,
völlig ungeordnet, alles durcheinander. Eine Kreuzung ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Ort der Begegnung.

   

Fahrrad-, Moped- und Dreiradfahrer machen das „Gewusel“ perfekt. An Verkehrsregeln halten sich nur ganz
wenige - meist Fußgänger. Unser Bus kommt und bleibt natürlich im Kreuzungsbereich stehen, wir steigen ein.



Auf dem Weg zum Abendbrot berichtet der Reiseleiter von der Entwicklung der Wohnungspreise in Peking.
Vor 18 Jahren kostete der Quadratmeter für eine neue Wohnung in den inneren 3 Autobahnstadtringen, also
in der Altstadt, 120,- €. Zu den olympischen Sommerspielen 2008 verzehnfachte sich Preis und blieb so.
Heute kann man bis zu 10.000,- €/m² in Top Lagen zahlen ... (wenn es stimmt - doch dazu später mehr)

Im Diplomatenviertel der Stadt halten wir vor einem Restaurant. Die größten diplomatischen Vertretungen
haben hier in China Russland und Nordkorea. Als es nicht mehr 2 deutsche Vertretungen gab (DDR, BRD),
wurde die (gesamt)deutsche Vertretung etwas Außerhalb gebaut.
Das Essen schmeckt, jedoch erinnert hier leider alles an eine Gruppen - Massenabfertigung.
Wir sitzen an großen Tischen zusammen und können uns als Reisegruppe ein wenig näher kennen lernen.

     

19°° Uhr sind wir im Hotel und freuen uns auf die Nacht, denn der Flug steckt allen noch in den Knochen. Es
wird schnell und zeitig dunkel. Der Blick aus unserem Panoramafenster ist am Abend beeindruckend.

ca. 8900 Km, 8,45h


21.10.2018, Peking

2. Tag (Mo) Beijing:
Ein Höhepunkt jeder China-Reise erwartet Sie: ein Ausflug zur Großen Mauer. Sie fahren nach Badaling, einem beeindruckenden und beliebten Abschnitt der Chinesischen Mauer. Sie werden ein Stück auf der Mauer entlang wandern und können so die Ausblicke auf den steinernen Drachen genießen. Mit jedem neuen Schritt eröffnen sich neue Fotomotive und es lohnt sich, die steilen Stufen zu erklimmen.
Ferner sehen Sie eines der Ming-Gräber. In dem gesamten Areal sind 13 der 16 Ming-Kaiser zusammen mit ihren Gemahlinnen und Nebenfrauen bestattet.
Abschließend unternehmen Sie einen Spaziergang auf dem Heiligen Weg, eine Allee, auf der steinerne Tier- und Menschenpaare die Seelenreinheit der Besucher überprüfen. (Frühstück, Mittagessen)


Ab 6:30 Uhr gibt es hier im Hotel Frühstück, unsere Abfahrt heut ist 8:00 Uhr. Das passt gut, um in aller Ruhe
zu frühstücken. Als wir den Frühstücksraum in der 3. Etage betreten, sind wir begeistert. Ein so komplettes
Frühstück haben wir gar nicht erwartet!

   

Der Blick aus dem Fenster am Morgen lässt wieder Nebel vermuten ...


Mit vollem Bauch sitzen wir bald in unserem kleinen Bus und fahren zum

Grab des dritten Kaisers der Ming Dynastie.


Auf den Straßen lassen sich immer wieder interessante Dinge entdecken.
Alle diese Fahrzeuge fahren mit Elektromotoren!!!

     

Hier wurden bisher 13 Gräber entdeckt. 15 Kaiser gab es während der Ming-Zeit, erfahren wir vom redseligen
Reiseleiter. 5 Gräber wurden schon von Grabräubern geplündert ... es ist wieder ein riesiges Areal.

 

Der Weg führt uns durch das Ahnentor, zum Ahnentempel, der jetzt einer Ausstellung zum Kaiser dient.

Interessant ist hier auch die Holzkonstruktion des Tempels. Ohne Nägel oder Schrauben ist dieses Gebäude
erdbebensicher Konstruiert. Im Inneren des Tempels findet man nicht einmal Farbe.

   

Das chinesische Hartholz ist Naturbelassen und hält nun schon so lange Zeit.
Machilus nanmu oder Nanmu, auch Chinesischer Sargbaum, ist die Bezeichnung für einen großen Baum aus der Familie der
Lorbeergewächse (Lauraceae). Die Nanmu-Bäume wachsen südwestlich der Yangzi-Region in den Provinzen Yunnan, Sichuan und
Guizhou in China sowie im östlichen Tibet. Sie sind bekannt für ihr wertvolles, duftendes und resistentes Holz; die Stämme wurden
z. B. beim Bau der Verbotenen Stadt in Peking für die Tragsäulen verwendet.*

      

In diesen kleinen Häuschen werden aus Papier gefaltete Grabbeigaben (wie Autos oder Häuser) aus Papier oder Seide
 verbrannt. Der Qualm steigt in den Himmel und so erreichen die verbrannten Dinge die Seele des Verstorbenen.

Vor dem eigentlichen Grabhügel, der wegen seiner riesigen Größe als solcher nicht zu erkennen ist, steht ein
Tempel mit einer Grabplatte. Wir gehen hinauf und sehen uns diesen Tempel an.

   

Es geht zum Bus, der uns gleich zum Seelenweg bringt. An jedem Ausflugziel, welches wir bisher besuchen, stehen
viele, viele Händler und bieten ihre Waren feil. Oft rufen sie sehr laut, lassen aber auch mit sich handeln. Darauf
sollte man sich einlassen, denn es ist normal in der asiatischen Welt um den Preis zu feilschen.

   
Die Deutschen sind generell an das Aushandeln von Preisen nicht gewöhnt. Ihnen liegt das Feilschen nicht so sehr. Das hängt auch mit
den früher strengen Rabattgesetzen (Winter-/Sommer-Schlussverkauf) zusammen, die inzwischen zwar gelockert sind, aber es steckt
den Deutschen immer noch zu sehr im Blut, eher nicht zu handeln.*

Der Seelenweg

In China befindet sich vor vielen kaiserlichen Mausoleen und herrschaftlichen Gräbern ein großer Grabweg – der sogenannte „Seelenweg
(chinesisch 神道, Pinyin shéndào). Zu beiden Seiten sind paarweise steinerne Menschen- und Tierskulpturen aufgereiht, die die Ehrengarde
(yiwei) des Kaisers oder Mächtigen zu seinen Lebzeiten symbolisieren.*

Diesen gehen wir nun entlang.

   

           

Am Ende des Weges steht wieder ein Tempel mit einer Grabplatte auf dem Rücken einer Schildkröte.
Schildkröte (龟 guī) – langes Leben, Beständigkeit, Unwandelbarkeit, kosmisches Geheimnis; eines der vier Wundertiere;
aber auch: Schamlosigkeit, Penis, Zuhälter, Bordellbesitzer, Vater einer Hure u. a.*


Es ist Mittagszeit. Zielsicher steuert der Busfahrer das Mittags-Verpflegungs-Restaurant an.

   

Dieses Ziel kannten auch die anderen 50 Busfahrer. Der Reiseleiter klärt uns auf, das es hier in der Gegend
die einzige Möglichkeit ist solche Besuchermassen zu verköstigen.

   

Es ist voll, laut und hektisch als wir in der 4 Etage an Tisch Nr. 51 unser eher mittelmäßiges Essen bekommen.

   

 - - - -

Nach dem Essen trennen uns noch 20 min von dem zweiten Weltwunder, welches wir sehen. (unser Erstes war das Kolosseum)

Die chinesische Mauer

Die Chinesische Mauer (chinesisch 中國長城 / 中国长城, Pinyin Zhōngguó Chángchéng ‚wörtl.: Lange Chinesische Mauer‘), umgangssprachlich
im Chinesischen meist einfach als „Große Mauer“ (萬里長城 / 万里长城) genannt, ist ein System historischer Grenzbefestigung, bestehend aus
 zeitlich und geografisch verschiedenen Schutzmauern, welche die nomadischen Reitervölker aus dem Norden vom chinesischen Kaiserreich
fernhalten und die Bevölkerung vor Raubüberfällen und Angriffen schützen sollte. Mit ihrem Bau wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. begonnen.*

Von der Straße ist sie manchmal in der Sonne zu sehen. Wie ein Drache - so sagt man - schlängelt sie sich über die Berge.

   

Bald stehen wir vor dem Tor und gehen auf die Mauer. Es wird nur dieses Stück der Mauer gepflegt und erhalten.
Jeder, der sich die chinesische Mauer ansehen möchte, startet hier.

   

Man hat, wenn man auf der Mauer steht die Wahl rechts oder links auf ihr zu gehen. Rechts ist der leichtere Weg,
den ältere Herrschaften bevorzugen, nach links geht es oft steil bergan. Sehr steil! Wir gehen nach links, denn hier
sind deutlich weniger Touristen unterwegs. Der Anstieg, das ist sofort zu merken, ist echt anstrengend.
Der chinesische Name „10.000 Li lange Mauer“ (萬里長城 / 万里长城, Wànlǐ Chángchéng) beinhaltet die chinesische Längenangabe lǐ (里).
Ein historisches Li entspricht etwa 500 m, 10.000 Li sind daher ca. 5.000 km. Der Ausdruck ist jedoch nicht wörtlich zu verstehen.
Die Zahl 10.000, also wàn (萬 / 万), steht im Chinesischen auch für Unendlichkeit bzw. eine unzählbare Menge (vgl. Myriade).
Daher ist der Ausdruck etwa als „unvorstellbar lange Mauer“ zu verstehen.*

   

   

Unregelmäßig hohe Stufen wechseln sich mit sehr geneigten Ebenen ab. Der Weg zieht an und in den Muskeln ...
... der Ausblick von der Mauer auf die Mauer entschädigt aber für die Strapazen.

   

Der Besuch der chinesischen Mauer war für uns sehr beeindruckend.
Ich frage mich immer wieder, wie groß die Angst der Chinesen
gewesen sein muss, ein solches Bauwerk zu errichten?!?!

Am Ende kommen uns sogar noch einige Mönche entgegen ...

Auf unserer Rückfahrt zum Hotel stürmt es sehr und es nieselt immer noch hin und wieder. Überall in der Stadt
liegen umgewehte Fahrräder und die Bäume schütteln sich bedenklich. Ein wenig nieselt es.

Wir haben, als wir am Hotel ankommen noch 40 Minuten Zeit, dann starten wir zu einer (extrakostenpflichtigen)
Zusatztour, die der Reiseleiter anbietet. es ist die

 Lichterfahrt durch Peking

Es ist immer wieder interessant im Bus den Verkehr in Peking zu erleben. Sieh mal die Videos, hier geht es im
Dunklen durch die Pekinger Innenstadt. Der Busfahrer unterhält sich im Hintergrund mit dem Reiseführer ...

So kommen wir in die Innenstadt und gehen durch kleine verwinkelte Gassen, die durch Geschäfte, Bars und
Restaurants beleuchtet werden. Live-Musik schallt aus den Bars, hupende Mopeds rauschen durch die Fußgänger
und klingelnde Fahrräder machen es ihnen nach. Sie hupen und klingeln zwar, haben aber gar kein Licht an!!!

   

   

   

Wir stehen nach ein bisschen Freizeit auf der Brücke eines wichtigen Kanals: hier startete seinerzeit der Kaiser
mit einem Boot, um in die verbotene Stadt zu gelangen. Von hier gehen wir zum Bus, um weiter zur größten
Einkaufsstraße in Peking zu fahren.

   

Kaufhaus steht neben Kaufhaus, die Leuchtreklame blinkt uns nervig entgegen und beleuchtet den nicht
abreißenden Besucherstrom mit grellem LED Werbelampenschein. Hier blinkt und blitzt es permanent.

   

Plötzlich kommen wir an eine schmale Nebengasse ... wir stehen vor der

Pekinger Fressmeile

Imbiss reiht sich an Imbiss. Hier werden die skurrilsten Dinge zu essen angeboten. (klicke auf die Bilder ...)

   

   

Skorpione, Schlangen, Seepferdchen, Seidenspinnerraupen, Heuschrecken, Wachteln, Spinnen, Käfer, Krabben ...
 

   

   

... Seesterne, Seepferdchen, Kraken, Schweinebeine, Esskastanien, undefinierbare Speisen, überzuckerte Früchte
und Eis in der Waffel mit Früchten, Würstchen, Frühlingsrollen und Pekingente in dünnem Fladenbrot.

   

   

Die lilanen Speisen  haben wir uns getraut zu essen. Ente war sehr lecker, Würstchen war sehr scharf,
Frühlingsrolle war, wie man sie kennt und das Eis in der Waffel war sehr schmackhaft.

   

Als unsere Reisegruppe wieder zusammentrifft sind alle satt. Jeder hat etwas gefunden.
Zum Teil sogar gebratene Nudeln mit Ei oder ähnlichem. ... also auch für die Langnasen gab es genug ;o)

Auf dem Rückweg zum Hotel fahren wir über die breiteste Straße Pekings

und kommen so zum Platz des himmlischen Friedens und sehen das beleuchtete Tor des himmlischen Friedens
.... und drehen eine Runde um den größten Platz der Erde.

   

Ein erlebnisreicher Tag geht vorbei und unsere kleine Reisegruppe ist ganz schön geschafft. Im Hotel sehen wir
noch einmal auf das Nachtleben Pekings.

     
 


 

 
   
* Zitat Reisekatalog  

    

 
* Zitat Wikipedia      
   

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