Reisebericht einer Fernreise,
 
Urlaub und Geschichten mal ohne Reisemobil

Kerstin & Stefan

Perlen Chinas - eine Rundreise

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Unser privater Reisebericht 2018

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Die Perlen Chinas

Nebenarm des Yangtze - Drei-Schluchten-Staudamm -
Zugfahrt Yichang nach Suzhou - Garden Hotel


27.10.2018, Kreuzfahrt Yangtze

8. Tag Auf dem Yangtze:
Die Qutang Schlucht, auch Blasebalgschlucht genannt, ist mit 8 km die kürzeste, aber auch eindrucksvollste der 3 Engpässe. In der 40 km langen Zauber- oder Hexenschlucht „Wu Xia“ steigen Sie auf kleinere Schiffe um und unternehmen einen Ausflug auf einem der Nebenflüsse des Yangzi. Wieder zurück an Bord setzen Sie die Flussfahrt fort. Abends legt Ihr Schiff in Maoping westlich des Yangtse-Staudamms an. Übernachtung an Bord (Die Durchfahrt durch die Schleusen ist seit 2018 Kreuzfahrtschiffen nicht mehr erlaubt).
(Frühstück, Mittagessen, Abendessen)


Good morning Ladys and Gentleman ... “ schallt es, wie jeden Morgen, aus dem Bordlautsprecher unserer
Kabine, während wir wieder neben einem anderen Kreuzfahrtschiff parken ...

Das heißt, das wir zum Frühstück erwartet werden. Klar kommen wir gern - es ist wieder reichlich lecker.

Heute wird vom Schiff ein Ausflug angeboten in die weiße Stadt angeboten. ... wieder nutzen wir ihn nicht.
Eine alte städtische Ansiedlung am nördlichen Ufer des Jangtsekiang in der Volksrepublik China. Der Name bedeutet wörtlich
„Stadt des Weißen Kaisers“. Es heißt, das Gebiet sei einst von weißem Nebel umgeben gewesen, der ihm ein mysteriöses
doch friedliches Aussehen verliehen hätte, ganz so, wie ein Kaiser aussehen sollte.*

Alternativ können die an Bord gebliebenen Schnupftabakdosen (das sind kleine Glasfläschchen) von innen
bemalen. Diesen Kurs besucht Kerstin, ich sehe auf den Fluss und teile mein Getränk.

   

   

Ab 11:30 Uhr geht es durch die berühmten Schluchten des Yangtze. Fotos können die Eindrücke nicht richtig
wiedergeben, dennoch zeige ich sie euch gern. Das Wetter ist besser geworden und die Sonne scheint!
Bereits die Erste der drei Schluchten, die acht Kilometer lange Qutang-Schlucht, ist äußerst beeindruckend. Ihr wildes, von Sandbänken
geteiltes Wasser beschrieb bereits in der Song-Zeit (960–1279) der Dichter Su Dongpo als „Tausend Meere, die in einem Becher fließen“.
In die senkrechten Felswände sind Löcher in der Form eines „Z“ gehauen, die sogenannte Meng-Liang-Treppe. Sie führt zu einer Plattform
auf halber Höhe, wo der Legende nach der Song-General Yang Jiye von Verrätern getötet wurde.*

   

   
(der alte Fußweg der Chinesen entlang des Felsens)

   

Zwischen der ersten und der zweiten Schlucht findet das Mittagessen statt, doch schnell sind wir wieder auf dem
Sonnendeck. Hier, wo im Grunde immer Nebel ist, in der zweiten, auch Nebelschlucht genannten Schlucht, haben
wir herrliches Sonnenwetter! Das genießen wir natürlich!
Die Zweite der drei Schluchten, die Wuxia-Schlucht, befindet sich nahe Wushan, im Gebiet der Regierungsunmittelbaren Stadt Chongqing.
In der 45 Kilometer langen Hexenschlucht bezwangen die Göttin Yao Ji und ihre elf Schwestern einige ungebärdige Flussdrachen, bevor
sie selbst zu Bergen erstarrten, ihren Standort aber mit Bedacht auswählten, um die Schiffe sicher flussabwärts geleiten zu können.*

   

   

   

Als wir an der chinesischen Loreley festmachen, geht es im Rahmen des nächsten Ausfluges mit kleinen Booten
in einen Seitenarm des Yangtze. Diese Eindrücke kann man nicht nur schwer darstellen, man kann sie nicht
einmal beschreiben! Diese Fahrt durch diese engen und hohen Schluchten beeindrucken heftig!

   

Über einen langen Steg erreichen wir die kleinen Boote, die uns durch die verzweigten Seitenarme bringen.
Wir legen dazu die Schwimmwesten an und schon geht's los.

   


... der absolute Höhepunkt wäre hier eine Fahrt mit dem Kanu oder Floß gewesen ...

   

   

Wir kommen wieder zurück an Bord und erleben eine richtige Überraschung, als wir zum Abendbrot kommen.

   

Alles ist schick und besonders schön eingedeckt und es gibt Glas Sekt beim Eintritt. Der Kapitän und die Crew
möchten sich heute Abend von allen verabschieden! Eine sehr nette Geste, wieder steht er inmitten der Gäste!

    

Plötzlich werden 4 Gäste zum Kapitän gebeten, auch zwei aus unserer Reisegruppe! Sie haben Geburtstag!
Heut ist auch die Schiffs-Rechnung zu bezahlen ... das heißt: alle zusätzlichen Getränke von der Bar,
(verschiedene „Flatrate“ sind möglich)
, Souvenirs und andere Dinge, die man mit der Zimmernummer bezahlt hat ...

Später am Abend feiern wir aus dem einen Geburtstag hinaus und in den Zweiten hinein. Wieder schließt die Bar,
doch mit Getränken versorgt bleiben wir eben im Lesezimmer. Gegen halb eins legen wir an und auch das Schiff,
welches jeden Morgen bei uns festgemacht hat ... dann geht's bald ins Bett.


28.10.2018, Kreuzfahrt Yangtze, Maoping

9. Tag Maoping – Suzhou:
Nach dem Ausschiffen früh am Morgen geht es mit dem Bus zum Drei-Schluchten-Staudamm, wo Sie detaillierte Informationen zu diesem Jahrhundertbauwerk erhalten.
Anschließend Transfer nach Yichang und Fahrt mit dem Schnellzug nach Suzhou (ca. 7,5 Std.). Ankunft am späten Abend und Transfer ins Garden Hotel (3 Sterne, Landeskat.: 4 Sterne).
(Frühstück, Mittagessen)


5:45 Uhr. Die Nacht ist vorbei. Schon! ... das Kabinentelefon reißt uns aus dem Schlaf. 6:30 Uhr Frühstück,
spätestens 6:45 Uhr sollen die Koffer vor der Tür stehen, es kommen dann Kofferträger mit einem
Bambusstab und Seilen dran ... alle Kreuzfahrten enden oder beginnen hier.

   

Das letzte Frühstück an Bord ist reichlich, lecker und es werden wieder (bei jeder Mahlzeit war es so) neue
Variationen angeboten. Bald verlassen wir das Schiff und mit dem Bus geht es zur größten Staumauer der Erde.

Auf dem Yangtze haben wir während unserer Fahrt wenige Fischerboote und viele Frachtschiffe gesehen.
Gar nicht gesehen haben wir Segel- oder Sportboote, badende Einheimische oder Angler am Ufer. Es gab
nie Chinesen zu sehen, die sich irgendeiner Freizeitbeschäftigung nachgingen.

Drei Schluchten Staudamm

Die Drei-Schluchten-Talsperre (chinesisch 三峽大壩 / 三峡大坝) ist eine Stauanlage mit einem Wasserkraftwerk, einem Schiffshebewerk und
einer Schleusenanlage im Jangtsekiang in China; sie liegt im Ort Sandouping etwa 40 km flussaufwärts von Yichang in der Provinz Hubei. Das
Wasserkraftwerk ist mit einer installierten Generator-Leistung von 22,4 Gigawatt[1] das größte der Erde, auch wenn es höhere und längere
Talsperren und größere Stauseen gibt. Der durch die Staumauer entstandene Stausee erstreckt sich durch die berühmten Drei Schluchten
über mehr als 600 km bis nach Chongqing.*

Wieder entsprechen die Sicherheitskontrollen denen eines Flughafens. Der Staudamm ist militärisches Sicherheits-
und Sperrgebiet!

   

Hier kommen viele Menschen zusammen! Obwohl es noch früh am Tag ist, ist es doch schon voll hier. Sie sind
hier voll und ganz auf Besuchermassen eingestellt. Es gibt u.a. ein Museum über die Entstehung der Talsperre.

   

Richtig nervig sind chinesische Reisegruppen. Naja - es sind nicht die Gruppen, es sind die Reiseleiter. Sie haben
ein Mikro am Mund und vor dem Bauch einen Lautsprecher. Den haben sie auch richtig laut eingestellt. Es wird
allerdings erst so richtig nervig, wenn 3 - 4 Gruppen zusammentreffen ...



Auch die 5 stufige Schleuse, 113 m Höhenunterschied werden in 3,5 bis 4 h überwunden, ist gut anzusehen.
(bis vor einem Jahr endeten die Schiffsfahrten hier noch nicht, die Schleuse wurde bis dahin durchfahren. Jetzt werden die
Kapazitäten der Schleuse für die Frachtschiffe benötigt. Erz, Sand oder sogar komplette LKW sind verladen, dafür sorgen auch
sehr hohe Mautgebühren.)

   

Hier an der Talsperre sind einige Stände aufgebaut, man kann etwas essen oder ein Souvenir erwerben.

   

Es geht weiter, denn jetzt werden wir Mittagessen. Wir sehen bei unserer Abreise eine Werft und bleiben am Fluss.

   

 

   

Vom Mittag geht es direkt zum Bahnhof und wieder betreten wir den Bahnhof mit dem üblichen Prozedere.

   

7,5 h sind wir nun unterwegs. Der Zug ist baugleich zu dem vor einigen Tagen (mit dem wir von Peking fuhren) und
wir sind wieder nicht in der ersten Klasse ;o(
Die Landschaft zieht wieder mit 300 Km/h vorbei. In diesem Bereich Chinas ist es viel ländlicher.

   

   

Die Ankunftszeit in Suzhou ist 20:38 Uhr. Lesen und schlafen, unterhalten und auch essen vertreiben die Zeit
im Zug. Wieder kann man im Zug heißes Wasser bekommen (für Tee oder Suppe) und wieder kommt Personal
mit dem Verkaufswagen durch den Zug. Auf die Toilette kann man gehen, vermeidet es aber besser.
Sie ist - wie hier leider bei öffentlichen Toiletten üblich - bep¿$$# und stinkt erbärmlich.

Pünktlich kommen wir an, steigen in den Bus und erreichen das Garden Hotel. Sicher bin ich nicht, ob Hotel
die richtige Bezeichnung ist, vielleicht trifft es „Absteige“ besser. Eine Nacht halten wir sicher aus ...

    

Leider ist es nicht möglich Licht einzuschalten, als wir gegen 22°° Uhr noch etwas in der Lobby trinken wollen.
(Das Bier haben wir vorher selber in der Straße um die Ecke  gekauft, denn die Bar ist geschlossen)

   

Im dunklen sitzen wir nun zusammen und machen uns einen schönen und lustigen Abend.

 

 
   
* Zitat Reisekatalog  

    

 
* Zitat Wikipedia      
   

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