Reiseberichte aus dem Wohnmobil,
 
Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil in Deutschland

Startseite          über uns          Fahrzeuge          Reiseberichte          Dies und Das          Kontakt          Gästebuch
 
 

Unser privater Reisebericht 2015

 

 
 

Oberwiesenthal


Oberwiesenthal (seit 29. Mai 1935 Kurort Oberwiesenthal) am Fuß des Fichtelbergs ist mit 914 m ü. NN die höchstgelegene Stadt Deutschlands
und der Wintersportort im Erzgebirge, der die meisten Übernachtungen aufzuweisen hat. Die Stadt trägt den Titel staatlich anerkannter Luftkurort
.*

Der Februar beginnt und wir waren noch nicht einmal im Schnee. Es liegt nicht nur an uns,
bisher war es in ganz Deutschland nicht so richtig verschneit ...

Ganz kurz konnten während unserem Silvesterurlaub in Zingst ein wenig Schnee erleben, sonst gab es keinen.
Nun haben wir uns für Oberwiesenthal entschieden. Täglich sehe ich im Netz nach den Schneehöhen und
auch die Webcam - Bilder versprechen mehr und mehr Winterfreuden. Am Abend vor der Abreise gibt es
sogar noch eine Unwetterwarnung für unser Reisegebiet in Sachsen, den Fichtelberg.



Freitag Mittag fahren wir los. In Brandenburg ist es mit der weißen Pracht nicht weit her. Auf dem Weg in den Süden
verschwindet der Schnee sogar völlig. Zwischenzeitig schnee-regnet es sogar! Erst kurz vor dem Ziel wird die
Wettersituation deutlicher. Schnee türmt sich am Rande der Straße auf. Hier arbeitete kein Schneeschieber.

Diese Spuren hier in Oberwiesenthal hinterlässt eine Schneefräse! Wir finden den Stellplatz an der Tennishalle in
Oberwiesenthal erst nach einem Fehlversuch. Das Navi möchte uns gern über einen Fußweg schicken ...
Es schneit wie verrückt, als wir uns einen Platz aussuchen. Das Unwetter scheint tatsächlich zu kommen.


Am Samstag schlafen wir erst einmal aus. Es stürmt und der Sturm treibt ordentlich Schnee vor sich her.
Doch selbst heftigster Schneefall verrät sich nicht durch klopfen auf dem Dach und in herrlicher Stille schlafen
wir an unserem ersten Tag aus. Nach dem Frühstück kommen die Skier in den Einsatz.

Das schöne am "Stellplatz an der Tennishalle" ist, das die Loipe sofort am Platz beginnt.

Gerade eben - heute Morgen erst - ist hier neu gespurt worden. Der starke Wind und heftiger Schneefall lassen
jedoch die Spuren der Loipen schnell wieder verschwinden. Gut, das wir kommen und sie wieder neu ziehen ;o)

   

Bald stehen wir an der großen Kreuzung, am Zusammentreffen vieler Loipen, die hier durch den Wald führen.
Wir fahren wieder zum Kreuzfelsen. Das ist wie eine Tradition - hier waren wir bisher jedes Mal,
wenn wir Skier unter den Füßen hatten ...



Es ist herrlich im Winterwald. Gerade sind wir auf einer Nebenstrecke die nicht gespurt ist. Hier durch den Wald
haben die Skifahrer selbst die Loipe erstehen lassen. So sind wir unterwegs und fahren bergauf und bergab,
bis wir am Felsen stehen. Der Schnee ist etwa einen halben Meter hoch. Wunderschön hier im Wald zu stehen
und diese Ruhe zu genießen! Leise rieselt der Schnee und nur ab und zu knackt mal ein Baum unter der neuen,
ungewohnten Last. Zwischendurch knirschen wir mit unseren Langlaufskiern.

   

   

Zum Mittag kommen wir zum Mobil und essen eine Kleinigkeit. Nun müssen wir erst einmal ein wenig herunterkommen,
denn so eine Fahrt ist doch ganz schön anstrengend. Schön ist, wenn man durchgefroren ins warme Mobil kommt.
Allerdings drückt diese Wärme auch auf die Augenlieder ...

Am Nachmittag fahre ich noch einmal eine Runde durch den Wald und als ich zurück bin, machen wir nach dem
Duschen einen Spaziergang in den Ort. Es ist nicht einfach, denn die Fußwege sind mit Schneemassen zugeschoben.
Auf der Straße laufen ist nicht ungefährlich, denn es ist glatt. Als wir zu den Seilbahnstationen kommen weckt ein
kleines Schild unsere Aufmerksamkeit. Heute Abend ist Fackelabfahrt und eine Lasershow.
Die älteste Schwebebahn Deutschlands wird 90 Jahre alt ...
Die Fichtelberg-Schwebebahn ist die älteste Luftseilbahn in Deutschland. Die Seilbahn führt von Oberwiesenthal auf den Fichtelberg.
Dabei wird auf einer Länge von 1175 Metern eine Höhe von 303 Metern überwunden.*

Was für ein Glück! Da halten wir uns nicht mehr lange auf und gehen zum Mobil. Es gibt Abendbrot und bald danach
können wir schon starten. Es ist 21°° Uhr, als die Seilbahnen stoppen und etwas später das Pistenlicht gelöscht wird.

Dann kommen sie die Piste hinunter, die 100 Fackelskiläufer. Es sieht interessant aus und ist beeindruckend.
Ich habe ein Video gemacht - seht es euch ruhig an.

Video kommt noch

Kaum sind die Fackelläufer im Ziel startet die Lasershow.
Als Lasershow bezeichnet man den Einsatz von Laserstrahlen als Beleuchtungseffekt zur Unterhaltung. Lasershows werden
häufig in Diskotheken, auf Konzerten oder bei anderen Großveranstaltungen gezeigt.*

Zu Beginn - es geht ja um 90 Jahre Schwebebahn - wird der Ablauf zur Geschichte der Schwebebahn auf eine
der Skipisten dargestellt. Das ist beeindruckend, doch das Handy hat die Bilder nicht erfasst. Erfasst hat es
aber die anschließende Lasershow. Seht selbst die beeindruckenden Ansichten in den beiden Videos.

Video kommt noch

Durchgefroren gehen wir zum Mobil zurück und freuen uns über die Gemütlichkeit und die Wärme im Mobil.


Die Sonne kommt am Morgen kurz heraus und taucht die Landschaft in ein herrliches Schneezaubergebiet.
Nach dem Frühstück starten wir unsere Skitour. Heute ist es etwas kälter und der Schnee glatter als gestern.

 

Die Loipen sind wieder frisch gespurt und fahren sich klasse.  Kurzerhand wählen wir die gleiche Tour wie gestern
und fahren heute auch zum Kreuzfelsen. Es wiederholt sich die fantastische Stille im schneebedeckten Wald.
Der Anspruch dieser Tour ist angemessen und die Länge ist auch in Ordnung.

Beim Verlassen des Waldes ist er sofort wieder da - schneidend kalter, eisiger Wind.



Nach dem Mittag entscheiden wir uns für einen Spaziergang in den Kurort Oberwiesenthal. Kurz hatten wir den
Gedanken mit der Schwebebahn (angeregt durch den gestrigen Abend) auf den Fichtelberg zu fahren und dort
vielleicht einen Kaffee zu trinken. Als wir an der Station stehen und die vielen Skiläufer in den vollen Gondeln
sehen verwerfen wir schnell diesen Gedanken und besuchen das Café König.

Es beginnt wieder zu schneien und der kalte Wind bleibt, so sehen wir uns noch ein bisschen in der Stadt um und
schlendern mit der einsetzenden Dunkelheit wieder zurück zum Mobil. Am Bratwurststand kommen wir nicht vorbei
und stehen nun mit unserer Bratwurst am Rand der Piste. Bei diesem Wirrwarr auf der Abfahrtstrecke und dem
Gewusel auf der Rodelpiste loben wir uns die Ruhe im Wald beim Langlauf.



Zum Abend gibt es Salat zum Fernsehen. Der Salat ist richtig lecker, das Fernsehprogramm bleibt mäßig ...

Salat für 2 Personen:
(einfach als Beispiel)


 

 

 

 

- 0,5 Feldsalat,
- 1 große rote Paprika,
- 3 Stangen Frühlingszwiebeln,
- einige getrocknete Tomaten in Öl,
- 2 Stück Kiwi,
- 5 Stück Radieschen,
- 10 Stück Champignons,
- 250g Fetakäse,
- eine Handvoll Kürbiskerne oder Walnüsse
- Salatsalz
 
Salatdressing:

 

 Joghurt (ohne Geschmack) mit dem
 ausgepressten Saft einer halben
 Zitrone verrühren

 



Ganz leise fällt der Schnee auf das Dach. Nichts bekommen wir davon mit. Lediglich der Wind ist zu hören.
Als wir das Dachfenster öffnen wollen sehen wir nach dem öffnen der Verdunkelung lediglich eine matte Helligkeit.
Der Blick aus dem Fenster verrät - etwa 8cm Neuschnee! Der scharfe, schneidige Wind weht den frischen Schnee umher.

   

Dieses Schauspiel sehen wir uns beim Frühstück an und steigen danach auf die Skier. Jetzt hat der Wind und auch
der Schneefall aufgehört. Die Loipen sind nur durch die Langläufer vor uns zu erkennen. Die meisten Spuren
der Vortage sind verweht und es gibt sie nicht mehr ... Nachdem wir unsere übliche Strecke absolviert haben
(7,8 Km) fährt Kerstin schon zum Mobil, während ich heute sofort eine extra Runde im Anschluss drehe.

 

Unser Plan ist es bei gutem Wetter mit der 90 Jahre alten Fichtelbergschwebebahn auf den höchsten Gipfel
Sachsens zu fahren - auf den Fichtelberg.
Der Fichtelberg bei Oberwiesenthal im Erzgebirgskreis ist mit 1214,79 m ü. NHN1 der höchste Berg in Sachsen und ganz Ostdeutschlands.
Gemeinsam mit dem nahe gelegenen Klínovec (Keilberg; 1243,7 m n.m.) auf tschechischer Seite bildet er das bedeutendste
Wintersportzentrum des Erzgebirges.*

Nach einiger Zeit komme ich zum Mobil und unmittelbar nach dem Mittagessen gehen wir los, denn es ist schön
klar im Moment. Auf dem Fichtelberg ist es sehr oft nebelig. Die Auffahrt (Einzelkarte 7,- €, Tageskarte 25,- €)
ist schnell geschafft. An jedem Pfeiler macht die Bahn einen Satz, an den man erst einmal gewöhnen muss ...
Direkt unter uns fahren die Skifahrer.

   

   

Wir merken die Kälte, als wir oben angekommen sind und die Bergstation verlassen ... und wir sehen sie.
Ja - hier oben kann man die Kälte sehen!

Wir stehen draußen an der Gaststätte "Gut Guck" und trinken auf der Terrasse einen Grog.
Der ist aber gut - der geht ja durch und durch!

Das merken wir deutlich, als wir noch eine Runde um den Berggipfel gehen. Schnell finden wir die Glocke.


Mittelbild: Wikipedia*
Im Jahr 2009 schlug Gerd Schlesinger, Türmer der Stadt Schwarzenberg, vor, auf dem Fichtelberg eine läutbare Glocke aufzustellen,
die als Denkmal der Einheit Deutschlands gelten soll. Ihr Geläut soll bis ins benachbarte Tschechien zu hören sein und somit auch
für ein vereinigtes Europa erklingen. Viele Privatpersonen und Firmen waren an dem Projekt aktiv oder mit Spenden beteiligt,
das schließlich unter die Schirmherrschaft des Annaberger Landrats Frank Vogel gestellt wurde.
Die Gussstahlglocke mit einem Gewicht von 160 kg und dem Schlagton „d’“ wurde bereits 1920 gegossen.*

Überall starten hier Rodelbahnen oder Abfahrtstrecken. Als wir wieder durchgefroren sind fahren wir mit der
Schwebebahn zurück ins Tal. Dieses "Gewusel" dort unter uns am Hang ist jedes Mal wieder erstaunlich.

Auf dem Weg holen wir uns im ortsansässigen Edeka Rindersteaks und gehen noch einmal durch den Ort.
Hier und da sehen wir in den ein oder anderen Laden hinein und sehen: der Winter hat den Ort im Griff.

Die beiden Rindersteaks gibt es heute zum Abendbrot, sie werden in der Pfanne gebraten und mit Kartoffeln und
etwas Salat kommen sie auf den Tisch. Es schneit leicht und es ist kalt, deshalb wird der Grill nicht herausgeholt.
 



Es ist ganz ruhig heute Morgen. Gegen 8°° Uhr brummt ein Motor. Es wird hin und hergefahren auf dem Stellplatz.
Er ist ja gleichzeitig Parkplatz, also ist es nicht so ungewöhnlich. Na trotzdem sehe ich mal aus dem Fenster,
kann ja nicht schaden. Ja sieh mal an ... es hat geschneit heute Nacht! Es hat sogar ordentlich geschneit!
Der Motor brummt in einem Räumfahrzeug, welches Stück für Stück den 10 - 12 cm hohen Neuschnee an die Seite schiebt.
Es schneit immer noch ordentlich, als wir - mittlerweile beim Frühstück aus dem Fenster sehen.

Leider ist heute schon der Tag unserer Abreise.

  

Wir werden heute die Kristalltherme in Bad Klosterlausnitz besuchen und einen Wellness-Tag einlegen.

Die 135 Km sind recht schnell absolviert. Ganz erstaunlich ist, das es schon nach wenigen Kilometern weniger
und weniger Schnee liegt. Schon nach 50 Kilometern sind die Bäume und Wiesen grün und nur noch auf den
Hügeln liegt ein wenig Schnee.

In Bad Klosterlausnitz gehen wir gegen 11°° in die Therme und lassen uns bis 19°° Uhr verwöhnen. Es ist nicht voll.
Sicherlich ist es ein Vorteil, wenn man in der Woche hier zu Besuch sein kann. Für die Sauna sind selbst Ferien egal,
denn Kinder sind ja nicht so sehr für die Sauna zu begeistern.



Am nächsten Morgen fahren wir nach Hause, halten aber noch einmal in der Nähe von Leipzig bei IKEA, um
zu frühstücken und sind danach gegenüber ein "bisschen" shoppen im Nova-Eventis.
Nova Eventis (offizielle Schreibweise nova|eventis) ist ein Einkaufs- und Erlebniszentrum, das sich in Günthersdorf zwischen Leipzig und
Halle an der A9 befindet. Mit einer Verkaufsfläche von 76.000 m², 220 Fachgeschäften und über 7.000 Parkplätzen ist es das größte
Einkaufszentrum der Region Leipzig-Halle und eines der größten Einkaufszentren Deutschlands.

 

 

Fazit: Wieder war es eine ganz fantastische Zeit! Bei diesem Besuch haben wir uns vorgenommen auch einmal
im Sommer nach Oberwiesenthal zu kommen. Also - die Drohung steht ... wir kommen wieder, das ist ganz gewiss,
denn es hat uns wieder sehr gefallen hier!


 

 
   
   

 

 
* Zitat Wikipedia      
   

Seitenanfang                                                          Reisen in Deutschland