Reiseberichte aus dem Wohnmobil,
 
Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil in Deutschland

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Unser privater Reisebericht 2014

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Pilsum, Greetsiel


Über Ostern fahren wir in den Norden. Ganz erstaunlich ist: wir fahren nicht nur in den Norden, wir sind
unterwegs nach Norden!
Norden (ostfr. Plattdeutsch Nörden) ist eine Stadt in Ostfriesland im Nordwesten Niedersachsens.
Sie liegt unweit der Nordseeküste und ist die nordwestlichste Stadt auf dem deutschen Festland.*

Ganz genau fahren wir nach Norddeich. Dort ist ein Stellplatz reserviert, damit wir mit Dirk zusammen stehen können.
Dirk ist ein alter Freund mit dem es vor langer Zeit eine ganze Menge T4-Touren zu fahren gab. Uns verbindet eine
ganze Menge und so freuen wir uns alle auf dieses Treffen.
Am Nachmittag sind wir gestartet und können erst im Dunkeln unser Ziel erreichen. In Norddeich finden wir sofort
einen Stellplatz und fahren drauf. Nun suchen wir Dirk und seinen Hymer B544.
Es ist kaum zu glauben, doch für einige Zeit haben wir uns aus den Augen verloren. Das Leben spielt manchmal
so. Plötzlich haben wir wieder Kontakt und stellen fest, das wir beide nun mit einem Reisemobil unterwegs sind.

Zum zweiten Mal drehen wir die Runde über den Platz und kennen nun schon alle Hymer auf dem Platz ...
Also das Handy raus - so wird es eben keine Überraschung - aber wenigstens können wir uns so finden! Nach einem
kurzem Gespräch stellt sich heraus das der Platz, den wir reservierten, etwa 3 Km entfernt außerhalb am Deich liegt.
Es ist der "Womopark Norddeich"

Das ist eine Freude, als wir uns finden und uns noch bis in die Nacht unterhalten können.


Am nächsten Morgen ist noch immer nicht das angekündigte warme, sommerliche Wetter, doch es regnet wenigstens
nicht während ein enormer Wind über das Land fegt. Bei diesem Wetter frühstücken wir im Mobil ...

   

Nun laufen wir los und schon und an einem großem Kaffee machen wir Halt und genießen mit einem
herrlichen Blick auf die Nordsee einen Kaffee in Norddeich. der Weg führt uns nach Norden zum
ostfriesischen Teemuseum.


Ausgehend vom Teetrinken entwickelt das Museum Einblicke in den Teeanbau in diversen asiatischen Ländern und
außerdem in die Teekulturen Japans, Chinas und auch Russlands.*
   

 

Außerdem hat das Museum eine Teeküche, in der ostfriesischer Tee verkostet werden kann und in regelmäßigen Abständen
werden Ostfriesische Teezeremonien veranstaltet.*

   

... auch heute noch ist es in Ostfriesland üblich, einem Gast bei Ankunft eine Tasse Tee anzubieten. Es spielt dabei keine Rolle,
ob der Grund des Besuchs ein mehrtägiger Aufenthalt oder nur ein kurzer Botengang ist.
Es ist die ostfriesische Art, den Gast willkommen zu heißen. Diese Tradition wird nicht nur von Einheimischen gepflegt,
sondern auch oft von Zugezogenen angenommen.

 

   

Das Wetter wird immer besser, während wir uns auf den Weg an die Küste machen und langsam von Norden
nach Norddeich kommen. Auf unserem Weg gibt es einige Geschäfte und Läden die nur darauf warten in
Augenschein genommen zu werden. Als es Zeit wird Mittag zu essen, finden wir schnell ein Restaurant.
Natürlich gibt es Fisch in allen Variationen. So sieht es dann auch auf unserem Tisch aus.

 

Irgendwann erreichen wir den Strand.
Na hier ist ja vielleicht etwas los. Im Wasser wimmelt es von Kitesurfern.

Kitesurfen, auch Kiteboarden oder Lenkdrachensegeln, ist ein relativ junger Trendsport, der aus dem Powerkiten entstanden ist.
Beim Kitesurfen steht der Sportler auf einem Board, das Ähnlichkeit mit einem kleinen Surfbrett oder Wakeboard aufweist,
und wird von einem Lenkdrachen (engl. kite) – auch Windschirm oder Schirm genannt – über das Wasser gezogen.
Die Vorbewegung ist damit mit dem Surfen mit Windantrieb vergleichbar.*

Das Wetter ist nach wie vor Klasse und so macht es Spaß am Wasser entlang zu spazieren.
Dabei bleiben wir hinter dem Deich, um dem Wind ein wenig ausweichen zu können. Der ist kalt und unangenehm stark.

Zurück auf dem Platz trinken wir Kaffee und erzählen noch ein bisschen. Zum Abend entscheiden wir
uns die Stützen unseres Mobils zum Einsatz kommen zu lassen, denn der Wind schaukelt uns ganz schön durch.

_-_-_-_-_-_

Heute stehen wir schon mit Sonnenschein auf. Wir können nicht vor dem Mobil frühstücken, denn der Wind
hat auch in der Nacht ein wenig kalte Luft zum Platz gebracht. Dennoch - es ist ein herrlicher Anblick!

Der Plan heute steht seit gestern fest - wir sehen uns das Automobil- und Spielzeugmuseum in Norden an.
Die Fahrräder sind schnell bereit und wir können starten. Es zieht sich ein wenig, der Wind ist nicht immer auf
unserer Seite aber irgendwann kommen wir an.

Das ist vielleicht interessant hier! Einige schöne Stücke haben wir in dem liebevoll gestalteten Museum angesehen.
Vom Filmfahrzeug, dem /8, bis zum original nachgestalteten Fundort -  es ist richtig interessant hier!

Motorräder, Mopeds und Mofas stehen hier in Hülle und Fülle und auch Spielzeuge können wir bestaunen. Doch
irgendwann ist es geschafft, alle Fahrzeuge sind gesehen und bestaunt und langsam plagt uns der Hunger.

  Gut, das wir hier sofort etwas bestellen können! Das Wetter sieht auf Fotos gut aus, doch der Wind ist immer noch
eisig und stark. Im Garten des Restaurants finden wir schnell einen windgeschützten Platz und können ein leckeres
Mittagessen genießen. Die kleine Gaststätte überzeugt uns, der Service passt - probiert es selbst mal aus!

Die Fahrt zum Stellplatz führt uns wieder am Strand vorbei und diesmal staunen wir nicht schlecht, denn plötzlich ist
es so voll hier das man nicht einmal mehr einen Kaffee trinken möchte, weil die Wartezeit einfach zu lange ist.
Es ist total voll! So trinken wir eben Kaffee vor den Mobilen. (schnell ist eine Stelle mit wenig Wind ausgemacht ...)

Nach dem Kaffe trinken machen wir einen kleinen Spaziergang entlang des Deiches in die andere Richtung, diesmal
geht es in die andere Richtung - nicht nach Norddeich.

Da heute überall die Osterfeuer brennen werden (trotz des Windes, da staunen wir nicht schlecht) wollen wir
nach dem Abendbrot zu einem der Feuer laufen und etwas trinken.

Leider finden wir nur noch einen stinkenden, verlassenen Haufen Asche und Müll vor.
Der Bierwagen ist fest verschlossen, der Bratwurstwagen steht gar nicht mehr da ...
Das sehen wir uns natürlich auch nicht lange an und schlendern zurück zum Stellplatz. Dort können wir uns
auch sehr gut allein beschäftigen - das machen wir dann auch!


Heute wird es wieder ein schöner Tag, das sehen wir schon, als wir morgens aus dem Fenster sehen.
Blauer Himmel! Der Wind hat noch nicht sehr nachgelassen, doch das können wir verknusen.

Heute reisen Elisabeth und Dirk schon ab. Auf dem vollen Stellplatz versuchen wir zwei Nächte länger zu bleiben.
Gar nicht einfach - es ist weiterhin ausgebucht und wir müssen sogar den Platz wechseln. So bleiben wir noch eine Nacht.

Wir machen heute einen Spaziergang am Wasser entlang und kommen in Norddeich zum Hafen.

  

 

Am Hafen verweilen wir erst einmal einen Moment. Hier können wir auch etwas essen bevor es wieder zum
Stellplatz geht. Natürlich vergessen wir nicht nochmals in die Souvenirläden zu sehen und werden sogar beim
Bäcker fündig und holen uns ein ganz frisches Brot ...

 

Es ist voll hier auf dem Deich. Woher kommen nur all die Leute? ... und - wohin wollen sie?
Naja, wir reihen uns einfach in die Masse ein und gehen wieder am Wasser entlang in Richtung Stellplatz.
Zum Abend wird es richtig frisch! Es ist schon zu sehen: Regen zieht auf. Nach dem ersten ausgiebigen
Schauer zeigt sich ein Regenbogen am Himmel. Die Bewölkung nimmt aber weiterhin zu und in der Nacht
regnet es noch gewaltig weiter.

Uns ist es gleich - längst haben wir es uns gemütlich gemacht in unserem Mobil!


Was für ein Wunder - der nächste Morgen zeigt sich völlig verändert! Ein ganz anderes Wetter
haben wir auf einmal! Sonnenschein kennen wir schon, aber heute ist sogar der Wind verschwunden ...

Es nutzt nichts, denn noch einen Tag können wir gar nicht hier bleiben - der Platz ist ausgebucht.
Kurzerhand haben wir uns mit Renate und Rafael verabredet. Wir werden uns in Weener treffen.
Weener ist eine Kleinstadt in Ostfriesland im Nordwesten des deutschen Bundeslandes Niedersachsen. Weener ist die einzige Stadt
der historischen Region Rheiderland und erstreckt sich linksseits der Ems. Politisch gehört Weener seit 1932 zum Landkreis Leer
und war zuvor die Kreisstadt des Kreises Weener, der mit dem Rheiderland nahezu identisch ist.
Der Kreis war zum Zeitpunkt seiner Auflösung der kleinste Preußens.*

Hier im Ort gibt es einen wunderschön gelegenen Stellplatz. Direkt am Hafen stehen wir nun direkt
neben dem PhoeniX der Fam. Jung.

 

Nun gibt es Kaffee und bald sehen wir uns die Stadt an. Unser Weg führt uns bis zum zweiten Stellplatz,
den der kleine Ort aufzuweisen hat. Dieser ist am Jachthafen. Für Mobile ab 7,5 m Länge eher ungeeignet
freuen wir uns den richtigen Platz gefunden zu haben. Sicher achtet man besser darauf nicht zu nahe an der
alten Papierfabrik zu stehen. Es könnte laut werden. (Fabrik + LKW Verkehr ...)

  

In der Nähe des Platzes - es ist die Ein- oder Ausfahrt des alten Hafens befindet sich eine Schleuse.
Hierhin laufen wir und genießen die Aussicht auf die Ems mit ihren Brücken und naturbelassenen Ufern.
Die Ems (lateinisch Amisia; westfälisch iems, nordniedersächsisch und niederländisch Eems, saterfriesisch: Oamse) ist ein Fluss
im Nordwesten der Bundesrepublik Deutschland. Sie entspringt in der Senne in Schloß Holte-Stukenbrock im Landesteil Westfalen,
fließt zunächst durch die Westfälische Bucht in nordwestlicher Richtung in etwa parallel zum Teutoburger Wald und ab der
Landesgrenze zu Niedersachsen, zwischen Rheine und Salzbergen, dann in Nordrichtung bis zur Nordsee.
Ab dem Dollart bildet die Ems die teilweise umstrittene Grenze zur niederländischen Provinz Groningen.
Sie mündet etwa 27 Kilometer nordwestlich von Emden zwischen Pilsum und Eemshaven in die Nordsee.*

Den Abend verbringen wir grillend, Abendbrot essend, redend und trinkend zwischen den Mobilen.
Heute Abend entscheiden wir uns für die nächsten Tage. Wir werden sie zusammen verbringen und
haben uns als Stellplatz "Greetsiel" ausgewählt. Wir müssen sowieso noch "unseren" Leuchtturm  besuchen.
Es wird (und war) ein schöner Abend!


Am nächsten Tag fahren wir nach Greetsiel. Durch Einkauf- und Tankstopps getrennt haben wir zwar das
gleiche Ziel, nutzen aber verschiedene Zeitfenster.

Das Wetter war prima, als wir die Plätze enterten. Es war auch noch viel Platz, denn unser eintreffen lag
zu der allgemeinen Abreisezeit. Während also der Platz leerer und leerer wurde, konnten wir für uns einen
passenden Platz wählen.

Als nach einiger Zeit Rafael und Renate ankommen gibt es erst einmal einen leckeren Kaffee und
nun werden die Räder vorbereitet. Natürlich werden wir gleich erst einmal zum Leuchtturm fahren.

Das Wahrzeichen von Greetsiel sind die 2 Mühlen. Leider wurde eine der beiden bei einem Herbststurm
zerstört. Auf unserem Weg zum Leuchtturm sehen wir das Desaster ...
Am 28. Oktober 2013 beschädigte der Orkan Christian die grüne Mühle schwer. Der Sturm riss Flügel und Kappe der Mühle ab,
auch die Galerie sowie Teile des Mauerwerks wurden beschädigt.[4] Gegen Sturmschäden war die Mühle nicht versichert.
Die Kosten für die Reparatur schätzt der Greetsieler Mühlenverein auf ungefähr 300.000 Euro. Diese sollen nun mit Spenden finanziert werden.*


 

Es dauert nicht lange. Es ist ein Weg, den wir sehr gut kennen. Hier sind wir schon gelaufen, sind
mit dem Rad gefahren, mit dem Auto, mit Inlinern. Diesen Weg kennen wir im Regen, bei Sonnenschein,
bei Schnee, bei Sturm und bei Schneefall. Mit Renate und Rafael kommen wir zum ersten Mal hier entlang.

Wieder einmal sind wir überrascht, denn nun erleben wir es zum zweiten Mal, das der Turm neu
gestrichen wurde. Wieder ist unser Herz verschwunden und der Turm bereit für neue Bildchen.
Hmmm - wieder den Stift raus und ein neues Herz gemalt.
Die Gemeinde Krummhörn hat nichts gegen die Malerei am Leuchtturm. Diese Meinung haben sie
in Büchern verbreitet und auch auf Nachfrage mitgeteilt. Irgendwann kommen wir in den Ort
zurück, essen Eis und sehen in jeden der Souvenirläden

Die Krabbenfischerflotte ist ausgelaufen.


 

hier geht es bald weiter ;o)

 

 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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