Reiseberichte aus dem Wohnmobil,
 
Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan


mit dem Wohnmobil nach Finnland

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Unser privater Reisebericht 2015

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Deutschland - Schweden

Brandenburg - Sassnitz - Fähre - Trelleborg - Stockholm - Fähre Galaxy


Freitag, 17.07.
  1. Tag

... mit dem Wohnmobil nach Finnland ...

Alles beginnt mit der Sehnsucht. (Nelly Sachs)

Es ist alles vorbereitet, als der heutige Freitag beginnt. Das Mobil ist gepackt und wartet noch in der Garage.
Unser Frühstück ist wieder abgesprochen - wir werden bei den Eltern schön und ausgiebig Frühstücken und
können nach dem Aufstehen vom Tisch einfach starten. Dieser Plan wird ausgeführt und klappt perfekt.
(Mittlerweile ist es schon eine kleines Ritual geworden vor der Reise gemeinsam zu frühstücken)

Die letzten Dinge, die noch ins Mobil kommen sind zusammengepackt und gegen 8:45Uhr rollen wir aus der Stadt.
Im Kaufland an der Ausfallstraße holen wir noch frisches Obst und Gemüse, nehmen noch das ein oder andere Getränk
mit und statten uns mit allen anderen Verbrauchsgütern aus. Es ist 10°°Uhr als wir auf der Autobahn nach Norden
rollen. Heute ist im Land Brandenburg der 2. Ferientag und der ADAC warnt vor hohem Verkehrsaufkommen,
Stau usw. Hin und wieder ist es voll auf der Bahn, aber ein Stau bleibt uns erspart.
Die einmal im Tempomat eingestellten 100 Km/h können wir gut halten und kommen so gut voran.

Einen Tag vor unserer Abreise kommt ein kleines Päckchen vom Motorpresseverlag. Voller Spannung sehe
ich nach und staune nicht schlecht - eine mobile Speedbox LTE mini II! Es ist der Huawei E5786s-32a.

          

Vor etwa zwei Monaten habe ich in der Reisemobilzeitschrift "promobil" an einem Gewinnspiel teilgenommen.
Hier wurden Tester gesucht für eben dieses wirklich kleine mobile Teil, welches ich jetzt in den Händen halte.
Das ist aber eine echte große Freude, denn ab sofort haben wir WLAN im Mobil! Das Verbinden der Geräte ist einfach.
Das WLAN Netz wird von allen Geräten sofort gefunden und nach der Eingabe des Passwortes geht es richtig zur Sache!
Die Geschwindigkeit dieses kleinen Teils steht der 12.000 DSL-Leitung der Telekom unseres Festnetzes zu Hause in nichts
nach. Nun werden wir in den nächsten 3 Wochen in Deutschland, Schweden und Finnland testen können, wie weit und wie
zuverlässig die Technik funktioniert und mit welcher Qualität. Für die ausgewählten Tester gibt es keine Vorgaben.

Jetzt auf der Autobahn A24 teste ich also den Empfang, in dem ich Internetradio einschalte. Kerstin surft gleichzeitig
im Netz und bemerkt keine Geschwindigkeitsprobleme. Die Verbindung ist schnell und die Seiten werden ruck zuck
aufgebaut. Das Internetradio läuft sehr gut doch in 20 Minuten schweigt für ca. eine Minute einmal der Sender.
Woran es liegt - keine Ahnung - es wird noch öfter aussetzen.

Eine Dauerbaustelle bei Plau am See (Gewichts- und Höhenbegrenzung) zwingt uns in einen kleinen Umweg zu fahren.

"Das Beste sollte nie hinter uns, sondern immer vor uns liegen." Bertrand Russel

Fischbrötchen an der Ostsee

Dann kommen wir über den Rügendamm auf die größte deutsche Insel.

Rügen.

Zum Mittag freuen wir uns schon auf ein Fischbrötchen.
Wir kommen an die alte Pommernkate und halten auf dem Parkplatz.

Es lohnt sich hier anzuhalten, denn die Fischbrötchen sind frisch und lecker zubereitet. Im Moment ist es noch leer.

Da wir morgen ca. 650 Km von Trelleborg nach Stockholm fahren werden, füllen wir an einer der letzten Tankstellen
vor dem heutigen Ziel noch den Treibstofftank voll. Den Liter Diesel bekommen wir (letztmalig) für 1,149 €/Liter ...

Sassnitz Fährhafen

Als wir in Sassnitz ankommen ist es frisch. 18°C zeigt das Thermometer und ein ordentlicher Wind weht über die Ostsee
heran. Der ursprüngliche Gedanke, noch einmal in der Ostsee zu baden wird bei einem Strandspaziergang verworfen
... es sieht auf den Bildern so schön Sommerlich aus, doch wie so oft - der Schein trügt!

Es ist kein richtiger Strand hier in der Nähe des Sassnitzer Fischereihafens. Es sind mehr Steine
und die Wellen brechen sich nicht selten an alten Spundwänden oder sonstigen Bau- oder Betonresten.

Im Mobil essen wir gerade Abendbrot, da sehen wir die ersten Regentropfen an der Scheibe.

 

Schon 20°° Uhr fahren wir in den Fährhafen ein und sehen fern,
während wir in strömenden Regen auf die Abfahrt warten.

 

Am 15.04.2015, vor fast 2 Monaten, haben wir die Fähre bei "Stena Line" von 23°° - 3²° Uhr für 204,- € gebucht.
Heute werden wir mit der "Sassnitz" fahren.

Die Sassnitz ist ein deutsches Eisenbahnfährschiff
und verkehrt seit 1989 auf der Königslinie zwischen Sassnitz und Trelleborg über die Ostsee
für die Reederei Stena Line.
Die Fähre Sassnitz ist 171,5 Meter lang und
23,5 Meter breit. Der Tiefgang beträgt 5,8 Meter,
die erreichbare Geschwindigkeit 20 Knoten.
Das Schiff verfügt über fünf Gleise mit einer Gesamtlänge von 711 Metern.
Es können 56 Eisenbahnwagen, 170 Pkw
und 875 Passagiere aufgenommen werden.*

 

23°° Uhr - die Fähre legt an und die lange Karawane von PKW, LKW, Reisemobile und Fahrrädern nimmt
kein Ende. Nervös starten die ersten Motoren auch in unserer Wartereihe. Bald werden die Wartenden
eingewiesen und die ersten PKW fahren auf die Fähre, irgendwann - fast am Ende - sind auch wir dran ...

Das haben wir noch nicht erlebt - 4 Reisemobile stehen vor einer Durchfahrt, deren Höhe mit 2,00 m angegeben ist.

Nach dem Einparken frage ich den Einweiser, was hier passiert ist.
"Na da müssen sie nachher eben ein bisschen rangieren"

sagte er lächelnd und weist die Nächsten ein ...

Verzweifelt versuchen wir nun auf dieser Stenaline Fähre einen Sitzplatz zu bekommen. Das ist nicht einfach,
wenn man nicht gleich zu Beginn in die öffentlichen Räume gehen kann, denn Schlafsitze stehen scheinbar nur
begrenzt zur Verfügung.              ... könnte man doch im Mobil bleiben ...

In dem klappernden, vibrierenden, klimatisierten und vollen Ruheraum versuchen wir etwas zu schlafen.
Es ist mehr ein dösen und ausruhen, doch es ist wenigstens etwas. Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt habe ich mir
die Beine vertreten wollen und möchte hier meine Eindrücke kurz zeigen.
Die Nacht auf der Nachtfähre Sassnitz - Trelleborg:

     
... der Raum mit den Schlafstühlen  und  der Speiseraum vor der Kantine ...

... lustigerweise sind selbst bei einer Nachtfahrt (23 - 03 Uhr) die Fensterplätze als erstes besetzt ...
 


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

 

ca. 393 Kilometer, Fahrzeit ca. 4,5 Stunden



Samstag, 18.07.
  2. Tag

... mit dem Wohnmobil durch Schweden ...

Es ist 3:20 Uhr, als wir in Trelleborg einlaufen. Während der Fährfahrt hat die Speedbox keinen Empfang.
Man kann sich in den (langsamen) Gastaccount von Stenaline kostenfrei einloggen. Ein netter Service!

Tatsächlich müssen wir nach dem Anlegen Rückwärts aus dieser höhenbegrenzten Sackgasse auf der Fähre
manövrieren. Aufmerksam und fachmännisch werden wir von zwei Stenaline - Mitarbeitern eingewiesen.
Als wir von der Fähre kommen geht es gleich auf der E6 nach Malmö durch die Nacht und später auf der
E22 Richtung Jönköping in den anbrechenden Tag.

Den Süden Schwedens durchfahren wir also gleich am Morgen. Heute haben wir sowieso einige Kilometer vor uns.
Pünktlich 19:30 Uhr läuft unsere Fähre in Stockholm aus. Es ist gar nicht so aufregend in Schweden zu fahren.
Das Verkehrsaufkommen hält sich in Grenzen und die gut ausgebauten Landstraßen wechseln sich hier im
Süden mit Autobahnabschnitten ab. Die Landstraßen haben 3 Spuren, wobei sich in einer Richtung die Fahrspuren
immer wieder von Ein- zu Zweispurig abwechseln.



Irgendwann auf der E4, in der Nähe von Hamneda, geht es nicht mehr. Wir biegen auf einen Rastplatz ab und
krabbeln ins Bett. Ein wenig Schlaf ist nötig und wirkt wahre Wunder!

 

Viel frischer geht es nun die Landstraßen und immer noch die Autobahnen entlang.

Hier in Schweden ergeben die Tests des Huawei, das sich die Up- und Downloadgeschwindigkeit noch einmal fast
verdoppelt hat. Der Radiosender hat hier keine Aussetzer mehr. Hin und wieder haben wir einen 3G Empfang
anstelle von LTE. Allerdings kann man sich auf dieses kleine Gerät verlassen. Es wechselt selbstständig die Anbieter
und erledigt seine Arbeit ohne Probleme. Manchmal frage ich mich, ob es nicht auch das Handy so gemeistert hätte ...
Der Upload (von englisch upload, für Hochladen oder Hinaufladen) bezeichnet in der Informatik einen Datenfluss vom lokalen Rechner
oder einem lokalen Speichermedium zu einem entfernten Rechner. Der Datenfluss in die andere Richtung wird als Download oder
entsprechend Herunterladen bezeichnet.*

Wir testen weiter!

"Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht." Joachim Ringelnatz

Ein interessantes Hörspiel von Agatha Christie geht zu Ende und auf dem Navi sehen wir schon Stockholm.
Es sind nur noch 55 Km bis zum Ziel und wir liegen gut in der Zeit. Die Treibstoffanzeige neigt sich dem Ende zu
und jetzt ist es interessant zu erfahren, wo der Diesel günstiger zu bekommen ist - oder - tanken wir
noch heute in Schweden oder morgen in Finnland, oder ist es egal?!?!
Die Recherchen ergeben einen Diesel-Liter-Preis in Schweden von 1,359 € und Finnland liegt mit 1,299 € deutlich darunter.
Also tanken wir morgen in Turku. Hilfreich ist hier übrigens eine jeweils aktuelle europaweite Treibstoff-Preistabelle
auf den Internetseiten des ADAC. (Link zum ADAC)

Es läuft prima, wir kommen gut durch und liegen sehr gut in der Zeit. So können wir Kerstins großen Wunsch erfüllen
und den Laden von Gudrun Sjoeden (Link zum Shop) in Stockholm besuchen. (und die Begutachtung nach dem Kauf)

 

... mit der Fähre nach Finnland ...

Danach fahren wir zum Hafen. Hier sehen wir wieder eine lange Schlange, die sich zäh zum Fährhafen schlängelt.
Bevor wir uns dort anstellen kaufen wir bei einem ICA auf dem Weg noch ein paar Vorräte ein und holen aus
einem Imbiss 2 halbe Hähnchen mit fluffigem Weißbrot. Etwas später sehen wir auf das Hafenbecken und essen.
Es ist richtig lecker!

   

Hier in der Reihe zur Fähre stehen viele finnische Fahrzeuge, viele Estländer, einige Schweden und Russen,
aber ein weiteres deutsches Fahrzeug zu entdecken ist schwer.

 

Selbstverständlich wird auch hier auf den Tallink-Fähren darauf geachtet, dass das Gas abgedreht ist. Ein
Mitarbeiter der Fährgesellschaft sieht sich dabei jedes Fahrzeug genau an und kennzeichnet es mit einem kleinen
Kleber. Für diese Fährgesellschaft ist es im gleichen Zuge auch selbstverständlich während der Überfahrt immerhin
(11,5 Stunden) eine kostenlose Stromversorgung anzubieten. (15 m Kabellänge reicht in jedem Fall)
Dann läuft unsere Fähre ein, die Galaxy.

Die Galaxy ist ein estnisches Fährschiff
und verkehrt seit 2006  zwischen Stockholm und Turku über die Ostsee
für die Reederei Tallink Silja AB.
Die Fähre Galaxy ist 212,1 Meter lang und
29 Meter breit. Der Tiefgang beträgt 6,4 Meter,
die erreichbare Geschwindigkeit 22 Knoten.

Es können u.a. 2800 Passagiere aufgenommen werden.*

Lizenziert unter CC BY-SA 2.5 über Wikimedia Commons.

 

So sind keine Tricks erforderlich, um den Kühlschrank weiter betreiben zu können, denn der ist,
genau wie der Tiefkühler, bis zum Rand gefüllt. (siehe Tipps)
Unsere Kabine ist schnell gefunden, denn die Deckpläne hängen überall aus. Kleiner Schock am Schiffsplan:
Unsere Kabine liegt genau unter der Disco ... doch wir werden nichts von irgendwelcher Musik hören.

Die Kabine ist nicht groß und mit 2 Betten sehr gut ausgefüllt. Ein kleines Badezimmer mit Dusche gehört
dazu und es ist sauber. Alles ist ordentlich, so gehen wir aufs Oberdeck um die Fahrt durch die vielen Schären
zu genießen.
Der Stockholmer Schärengarten (schwed. Stockholms skärgård) ist ein Schärengarten in der Ostsee, östlich von Stockholm. Er ist
die größte Inselgruppe in Schweden und die zweitgrößte Inselgruppe der Ostsee nach dem Schärenmeer, welches zu Finnland gehört.*

Der Wind weht frisch und stetig, doch die Sonne hat noch Kraft und taucht die Umgebung nach und nach in
wunderschönes Abendlicht und wir können die Fahrt richtig genießen. Die Schären wollen gar nicht enden!


... klickst du auf die Bilder, werden sie größer ...

Auf dem Weg zur Kabine gehen wir selbstverständlich noch durch die "Einkaufstempel" dieser Fähre ...
Es ist unglaublich voll auf dem Deck der Tax Free Läden. Dosenbier auf Paletten wird gleich mit dem
Transportwagen gekauft, volle Flaschen klappern in den Beuteln und Zigarettenstangen klemmen unter
den Armen. Wir finden gar nichts Interessantes hier und wegen der Enge haben wir auch keine Lust mehr
herumzusuchen ...
In unseren schmalen Kojen kommen wir gut zur Ruhe und schlafen tief und fest.

 


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

 

ca. 393 Kilometer, Fahrzeit ca. 4,5 Stunden


 

 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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