Reiseberichte aus dem Wohnmobil,
 
Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil nach Italien

Startseite          über uns          Fahrzeuge          Reiseberichte          Dies und Das          Kontakt          Gästebuch
 
 

Unser privater Reisebericht 2008

Navigation: 1  2  3  4  5

 
 

Italien

Brandenburg - Alpen - Verona - Garibaldi - Mirage


Sommerurlaub 2oo8 - Italien

19.o7. - 1.Tag, 21.410Km

Genau 3°°Uhr ertönt das Weckerklingeln. 3²°Uhr sitzen wir im Reisemobil,
starten in den Urlaub und lassen die Räder über Deutschlands Autobahnen rollen.
14³°Uhr durchfahren wir Österreich auf der Landstraße
(Autobahnmaut =0,29€/Km für 3,75 t)
und erreichen um 16²°Uhr die Grenze zu Südtirol. Staunend erfahren wir gleich an der Grenze folgendes:

Südtirol, amtlich: Autonome Provinz Bozen – Südtirol, ital. Alto Adige bzw. Provincia Autonoma di Bolzano – Alto Adige, ladin.
Provinzia Autonòma de Balsan – Südtirol, ist die nördlichste Provinz Italiens und bildet zusammen mit der Provinz Trient
die autonome Region Trentino-Südtirol. Seit Verabschiedung des Südtirol-Pakets genießt das Land Autonomierechte.
Die Landeshauptstadt Südtirols ist Bozen. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung sind deutschsprachig, über ein Viertel hat Italienisch als Muttersprache
und ein kleinerer Bevölkerungsanteil im Dolomitengebiet spricht Ladinisch. Die Ladiner stellen knapp vier Prozent der Bevölkerung Südtirols.
Südtirol ist zudem Teilglied der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino, die im Wesentlichen dem Gebiet des historischen Kronlandes Tirol entspricht.*

Staus und hohe Verkehrsaufkommen haben unseren Plan, heute noch bis Verona zu fahren, vereitelt.
Wir finden zufällig gegen 17°°Uhr einen fantastischen "Autocampingplatz" bei Sterzing.
(N 46°52'48'' E 11°26''19'')
Hier kostet die Nacht 12,- € für ein Mobil, incl. Wasser, WC, Dusche und Strom. Stetig füllt sich der Platz,
bis er gegen 22³°Uhr fast vollständig belegt ist.


2o.o7. - 2.Tag, 22.240Km

So schnell und plötzlich, wie der Platz sich gestern Abend füllte, leert er sich heut früh. Die ganze Nacht hat es
stark geregnet. Wir frühstücken im Auto und verlassen 8³°Uhr den Platz, passen nicht auf und befahren
eine Mautstraße. Bis zur nächsten Abfahrt sind es ca. 350m, doch die haben es in sich ... 1,10€!
Immer noch halten wir an unserem Gedanken fest und wollen keine Maut bezahlen. In diesem Auftrag leitet uns das Navi
nach Verona. Wir fahren einen Berg hinauf und mit jeder Kurve schlängeln wir uns auf Serpentinen höher und höher.
Der vermeintliche Morgennebel auf dem einsamen Bergpass entpuppt sich als Wolke.

Wieder geht es hoch. Problemlos bewältigt der FIAT diese enormen Anstiege. Volle Tanks,
die Verpflegung für die nächsten 3 Wochen und volle Schränke sorgen für ein ordentliches Gewicht.
Langsam klart es auf und wunderschöne Aussichten zeigen sich.

Vorbei an Bergkühen erreichen wir den "Alpenrosenhof" auf dem Penser Joch.
Er befindet sich in einer Höhe von 2211m und die sommerlichen Temperaturen sind wie weggeweht ...

Das Penser Joch (itat. Passo di Pennes) ist ein Gebirgspass im Norden von Italien. Er verbindet auf 2.211 m s.l.m. das Sarntal bei Bozen
mit dem Wipptal bei Sterzing. Der Pass bildet der Luftlinie nach die direkteste Verbindung Innsbruck–Bozen.*

Die Abfahrt ist tatsächlich unangenehmer als die Kraxelei hinauf. Die Bremsen sind auf diesen langen Bergabfahrten
völlig überfordert. Wir wissen das und lassen den Motor bremsen. Bis auf einige Passagen klappt das Bestens
und wir können unsere Bremsbeläge schonen. Als wir mit 22.350Km auf dem Tacho gegen 11³°Uhr Südtirol
verlassen liegen vor uns noch 111Km bis

Verona

Verona (veraltet deutsch: Bern oder Welschbern, zimbrisch: Bearn) ist eine Stadt im Veneto in Norditalien. Sie hat circa 256.000 Einwohner und ist
Hauptstadt der Provinz Verona. Verona liegt an der Etsch etwa 59 m über dem Meeresspiegel am Austritt der so genannten Brenner-Linie in die Poebene.*


Gleich an der Stadtmauer finden wir einen Parkplatz. Hier sind keine Gebühren zu entrichten und mehrere
geparkte Wohnmobile geben uns das Gefühl von Sicherheit. Trotzdem sichern wir die Türen vorn mit einem
Spanngurt und betreten an einem Sonntag, gegen 13³°Uhr bei leichter Bewölkung und schwülwarmer Luft
durch das Porto Palio die Stadt.

Die ersten Eindrücke dieser fantastischen Stadt.

Schnell erreichen wir das Ponte Scaligero.
Der Ponte Scaligero (deutsch: Skaligerbrücke) ist eine mittelalterliche Brücke in Verona, die über die Etsch führt. Die Brücke wurde von 1354 bis 1356
errichtet und ist benannt nach dem Geschlecht der Scaliger, den Herrschern über Verona von 1260 bis 1387. Sie hat drei Segmentbögen von 24 m, 27 m
und 48,7 m Spannweite; letzterer war zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung der längste Brückenbogen der Welt.
Insgesamt ist die Brücke 133 m lang und 7,55 m breit.*

Von hier aus geht es weiter. Vorbei am City´s Gate kommen wir zum Amphitheater.

Es ist erstaunlich, welche Gedanken einem so durch den Kopf gehen, wenn man vor diesen alten Arenen steht.
Man erwischt sich, wie man versucht in die Vergangenheit abzutauchen, doch es will nicht gelingen. Die Besichtigung eines Amphitheaters werden wir in Rom vornehmen, dort wollen wir das Kolosseum besichtigen.

Kerstin leitet uns durch die Stadt und weiht uns in die Geheimnisse Veronas ein. Plötzlich erfahren wir Interessantes
über Häuser oder Straßen, hören kleine Geschichten von Leuten, die in der Stadt lebten.
Nach kurzweiligem Fußmarsch kommen wir in die Casa di Giuletta.
Hier steht das Elternhaus der Julia (von Romeo und Julia) mit dem berühmten Balkon.
In Verona steht, unweit der Piazza delle Erbe, das angebliche Elternhaus der Julia. Der Skaligerbau in der Via Cappello 27 gehörte ursprünglich dem
Geschlecht Del Cappello (siehe Steinwappen im Gewölbebogen des Hinterhofes) und wurde bis in das vorige Jahrhundert als Fremdenherberge genutzt.
Der berühmte Balkon im Innenhof wurde nachträglich für Touristen angebaut. Unweit nördlich davon (285 m Fußstrecke) befindet sich in der Via
Arche Scaligere das angebliche Haus der Montagues.*

Julia steht als Statue im Hof und berührt man Arm und Brust, bringt es Glück und die Liebe hält ewig.
Vermutlich ist jeder Besucher zusätzlich bemüht, sich an der Wand des Durchganges zum Hinterhof zu verewigen.
Unsere Namen stehen hier schon irgendwo, Kerstin hatte uns schon vor 3 Jahren bei ihrem Besuch hier verewigt,
doch gefunden haben wir sie nicht mehr ...

Weiter geht es, geführt von Reiseleiterin Kerstin, durch Verona. Plötzlich stehen wir auf dem Piazza delle Erbe.
Historische Fassaden aus verschiedenen Jahrhunderten umgeben die Piazza delle Erbe, Marktplatz und Versammlungsort der mittelalterlichen Stadtrepublik.
An der dem Durchgang zur Piazza dei Signori gegenüberliegenden Schmalseite des Platzes stehen der wuchtige, an römische Barockbauten erinnernde
Palazzo Maffei von 1668 und der mittelalterliche Uhrturm Torre del Gardello aus dem 14. Jahrhundert. Davor ragt eine Marmorsäule mit dem geflügelten
Markuslöwen empor. Die mittelalterlichen Bürgerhäuser der Casa dei Mazzanti mit ihren Fresken begrenzen den Platz nach Osten. Im Zentrum thront
über einem antiken Brunnenbecken die schon bald nach der Errichtung im 14. Jahrhundert zum Symbol der Stadt gekürte "Madonna Verona".*

Nun geht es zurück zum Ponte Scaligero und auf einmal stehen wir vor dem Arco dei Gavi.

Der römische Triumphbogen stammt
aus dem 1. Jahrhundert n. Chr.
1805 rissen die Franzosen das Monument ab.
Die Trümmer wurden erst 1932 wieder entdeckt
und nach einer Aufrisszeichnung neu zusammengefügt.*

Unversehrt finden wir unser Auto vor und fahren unserem heutigen Tagesziel Porto Garibaldi,
einem der sieben Strandbäder des Lidi di Comacchio an der Adriaküste, entgegen.
Hier angekommen fahren wir auf der langen, fast verlassen und alt wirkenden Küstenstraße des Ortes
auf der Suche nach dem ausgeschilderten Campingplatz.

Gerade als wir das Auto auf einem großem Parkplatz abstellen und zum Strand laufen wollen,
um endlich das erste Mal in diesem Urlaub zu baden, sehen wir die Einfahrt zum Campingplatz.
Für 2 Nächte checken wir in Camping Village
Spiaggia e Mare ein.



Dieser Campingplatz ist ordentlich und sauber. Wir werden diese Aussage am Ende unserer Italienreise von allen Plätzen,
die wir angefahren haben, treffen können. Dennoch bleiben wir von den landestypischen, regionalen Eigenheiten
wie dem Steh- oder Hockklo nicht verschont.
Als eine Hocktoilette (auch Hockklo, manchmal Stehklo) wird eine Toilette bezeichnet, bei der der Benutzer zur Verrichtung seines Geschäfts hocken muss.*
Diese Toilettenform ist uns aus Spanien und Portugal bereits bekannt. Alle vermeintlichen Vorteile dieser Toiletten können
uns nicht überzeugen. (ein bis zwei Sitzklos ohne Klopapier und Klobrille finden sich auf italienischen Campingplätzen aber immer).
Wie in Spanien braucht auch hier scheinbar niemand Toilettenpapier ...
Toiletten hin oder her - die Waschgelegenheiten sind sauber, gern könnten es noch ein paar Duschen mehr sein.
Bald schon geht es ans Wasser. Die Adria lädt ohne Wellen, salzig und warm zum Baden ein.
Der Strand am Campingplatz ist breit und steinlos-sandig.

Nach unserem ausgiebigen Bad gibt es Abendbrot und den Abend verbringen wir, ein Glas Wein trinkend,
vor dem Womo. Nun hören wir zum ersten Mal die Animation auf dem Platz.


21.o7. - 3.Tag, 22.694Km

8³°Uhr Frühstück. Dann wollen wir los, denn unser Programm heute beinhaltet 2 Dinge:
baden und Porto Garibaldi ansehen. So starten wir zum Strand und gehen am Wasser entlang in Richtung Ort.

2x schaffen wir es in die Adria zu springen, dann erreichen wir Porto Garibaldi, kommen direkt im Hafen an.
Hier steht ein kleiner Leuchtturm und im Hafen gibt es den Fisch direkt vom Fischkutter...

Die Stadt ist allerdings leer. Hier ist nichts los!

Schon zum Mittag sind wir zurück am Wohnmobil. Die Sonne scheint, doch es zieht eine Furcht einflößende Wolkenwand auf.
Das angekündigte Gewitter bricht bald los ...

Ein ergiebiger Dauerregen flutet den Platz, denn die trockene Erde kann so viel Wasser nicht verarbeiten.
Als der Regen am späten Nachmittag aufhört, nutzen die Jungs die Zeit, die Schnorchelausrüstung zu testen.

Am Abend hören wir wieder die laute Animation und beschließen uns das Treiben dort anzusehen.
Schnell begreifen wir, dass gleich ein Musical aufgeführt werden soll. "Der König der Löwen" Wir sind zufällig
rechtzeitig angekommen, um noch Sitzplätze zu ergattern. Die Show beginnt und gefällt uns! Mitten in der Nacht,
es ist 3²°Uhr, stehen dann noch einmal auf, um die Markise einzufahren,
denn der Wind wurde zu Sturm und rüttelte uns, im wahrsten Sinne des Wortes, wach.


22.o7. - 4.Tag, 22.694Km

Heute haben wir keine weite Strecke vor uns, es geht Richtung Süden nach Vieste mit Zwischenstopp irgendwo am Wasser ...
Vieste ist eine Kommune an der italienischen Adriaküste. Sie liegt in der Region Apulien und gehört zur Provinz Foggia.
Vieste ist auf der Landkarte am Sporn des italienischen Stiefels zu finden.*

Entlang der Küstenstraße, vorbei an Rimini und Ancona (hier starten die Fähren nach Griechenland),
fahren wir heute lediglich 274 Km. Im folgenden seht ihr ein paar Impressionen von unserer Fahrt auf der
Küstenstraße SS16, die vom Navi angesteuert wird, wenn Mautpflichtige Straßen verboten sind.

Vergeblich versuchen wir am Nachmittag einen Campingplatz am Wasser zu bekommen.
Zwischen der Küstenstraße und der Adria verläuft eine Bahnlinie, deren Brücken nur sehr selten höher als 2,50m sind.
Plötzlich zeigt ein kleines Schild einen Campingplatz auf der anderen Seite der Straße an.
Hier biegen wir ab und steuern folgenden Platz an:

Villaggio Turistico Camping MIRAGE

Hier haben wir einen schönen Platz gefunden, jedoch stehen wir nur eine Nacht hier.
4 Erwachsene und ein Womo kosten hier 4o,5o€/Nacht. Bevor wir den Campingplatz genauer ansehen,
gehen wir an die Adria. Es stürmt und die Wellen machen richtig Spaß!

 Ein Bus pendelt permanent zwischen Platz und Adria. Die sanitären Anlagen sind sauber.
Als wir einen Spaziergang über den Platz beginnen, merken wir deutlich - dieser Platz liegt an einem Berg!

Als wir zum Womo zurückkehren entspannen wir und genießen ein Glas Wein.
 

 
   
   

 

 
* Zitat Wikipedia      
   

Seitenanfang                      zum nächsten Tag

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

mit dem Wohnmobil nach Italien,
mit dem Reisemobil in Italien,
Reisebericht, Südtirol, Süd Tirol,
Verona, Camping Village Spiaggia e Mare,
Campingplatz Villaggio Turistico Camping MIRAGE