Reiseberichte aus dem Wohnmobil,
 
Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil zum Nordkap

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Unser privater Reisebericht 2011

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Nordkaptour 2o11

Karigasniemi zum Nordkap

 


 

Freitag, 22.07.

Gerade sind wir in Norwegen eingereist.
In Karigasniemi haben wir die Reichsgrenze, die auf der Brücke über den Inarijoki liegt, überquert.
Gleich den ersten Parkplatz in Norwegen nutzen wir zum Frühstücken. Es nieselt und wir bleiben in den Mobilen.

Nun reisen wir in Norwegen. Was für ein Wetter erwartet uns am Nordkap? In vielen Reiseberichten liest man von dichtem Nebel
oder starken Regen …

   

Der bekannte Spruch "Der Weg ist das Ziel" trifft wohl nirgends mehr zu, als hier in Norwegen.
Es macht Spaß neben den Fjorden an steilen Berghängen durch enge Täler zu fahren, oder hin und wieder den Berg auf Serpentinen
 erklimmen. Nach jeder der unzähligen Kurven wird man aufs Neue überrascht, ein aufs andere Mal ist man von den beeindruckenden
 Landschaften in den Bann gezogen.
Immer wieder geht es durch Tunnel, an deren Wänden man sich keine Mühe der Verkleidung gemacht hat.
Hin und wieder tropft Wasser auf die Straße, oder läuft an den Tunnelrändern hinunter. Sie sind manchmal kurz und ganz schnell
 durchfahren, ein andermal ziehen sie sich Kilometerlang durch den Fels. Die Straßen hier im Norden Norwegens sind eng
und oft ohne Mittelstreifen. Hin und wieder beträgt die Straßenbreite nur 5m.

   

Ständig streift der Blick zum Tacho. Einen Geschwindigkeitsverstoß wollen wir hier nicht riskieren,
denn horrende Strafen schrecken wirksam vom Rasen ab.
Wer es eilig hat und lediglich schnell ans Ziel kommen möchte ist in Norwegen überfordert.

Plötzlich – ein neues Schild:

Schafe sind, wenn sie auf der Straße liegen, ganz schlecht zu sehen. Bei entspannter Fahrweise ist es jedoch kein Problem kurz vom Gas zu
 gehen. Gefährlich: ausgerechnet in den Kurven der sowieso schon schmalen Straßen liegen nun auch noch Schafe an den Leitplanken …
Überall und an den kuriosesten Stellen lassen sie sich nieder.


(ein Zusammenstoß mit einem Tier dieser Größe kann, vor allem beim Reisemobil, einen entscheidenden Einfluss auf den Urlaub nehmen)

Wieder kommen wir an einem Souvenirladen vorbei – und halten an.
Hier können wir die Wassertanks füllen und mal sehen, was für nette Andenken man hier erwerben kann.
Vor dem Laden stehen ein paar Trolle.

Troll
, auch Trold, Tröll (nord. für Unhold, Riese, Zauberwesen), stammt aus der nordischen Mythologie. Trolle und Trollfrauen sind (als negative Gegenstücke zur Fee, Elfe)
oft schadenbringende Geisterwesen in Riesen- oder Zwergen-Gestalt.*

   

 

   

Im Laden selbst ist es voll. Auf dem Parkplatz stehen immer neue Reisebusse und sämtliche Nationalitäten stürmen in diesen Souvenirladen.

   

Bald sind wir wieder unterwegs. Es geht an Fjorden entlang, und immer wieder kommen Tunnel.

 

Endlich sehen wir den Tunnel, auf den wir schon lange warten:

der Nordkaptunnel

Der Nordkaptunnel verbindet als Teil der Europastraße 69 die Insel Magerøya, auf der das Nordkap liegt, in der nordnorwegischen Provinz Finnmark mit dem Festland.
Der Tunnel ist 6875 m lang und liegt an der tiefsten Stelle 212 m unter dem Meeresspiegel. Er wurde am 15. Juni 1999 von König Harald nach fünfjähriger Bauzeit eröffnet.
Die größte Steigung beträgt 10 %. Der Nordkaptunnel ist der längste Straßentunnel in der Provinz Finnmark.*

Unspektakulär beginnt die Röhre, es geht steil bergab. Ein Lampenband in der Mitte des Tunnels beleuchtet die zweispurige Fahrbahn
 spärlich. Es ist hohe Konzentration gefordert! Nicht nur Tiere, die wie selbstverständlich den Tunnel nutzen, übersieht man schnell in diesem
 Dämmerlicht. Es sind leider auch Radfahrer, die hier leichtsinnigerweise ohne Licht herumfahren. Nachdem wir die tiefste Stelle passiert
 haben, geht es bergauf. 10% Steigung sind nicht ohne.

 

Bald ist es geschafft und wir sehen das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels.
Als wir den Tunnel verlassen, sehen wir auch gleich die Preisliste für die Tunnelbenutzung.


Preise im Juni 2011
 
die „Übersetzung“ des Schildes in Euro

So zahlen wir für den Nordkaptunnel knapp 75 Euro, um mit unserem Mobil und Besatzung auf die Insel zu kommen.
Wir wundern uns, denn im Tunnel nach Personen bezahlen finden wir schon komisch.
Hier bestätigen sich die Erfahrungsberichte der Nordkapbesucher.

Diese Art der Bezahlung versteht man umso besser, wenn man folgendes weiß:
Hier ganz in der Nähe legen Kreuzfahrtschiffe an und hunderte (oder auch tausende) Besucher werden mit Bussen
durch den Tunnel zum Nordkapplateau gebracht ...

 Nachtrag 2012: Seit dem 01.Juli 2012 wird für den Tunnel keine Gebühr mehr erhoben. Quelle

Wir fahren weiter in Richtung Nordkap. Weit ist es nicht mehr.

    

   

Ein Parkplatz kommt in Sicht und wir machen eine kurze Rast. Gerade genießen wir die Aussicht, merken allerdings auch die Kälte,
die hier oben herrscht. Es ist windig.

 

Lina genießt den Auslauf und es dauert gar nicht lange und eine Herde Rentiere kommt direkt vor dem Platz vorbei.

    

Bald kommt auch Lina wieder zurück.

 

Naturgemäß ziehen sich die letzten Kilometer vor so einem so großen Ziel wie Gummi.

Wohin die Reise geht, hängt nicht davon ab, woher der Wind weht, sondern wie man die Segel setzt.

   

Plötzlich taucht –wie aus dem Nichts- ein Kassenhäuschen auf! Hier bezahlen wir den Stellplatz auf dem Nordkapplateau und den Eintritt.
 (Nordkapmuseum usw.)

   

30,-€ / Person steht auf dem Schild, das ist der Preis, wenn man etwas länger hier stehen möchte.
Möchten wir, denn ob die Sonne untergeht oder nicht werden wir verfolgen.
Geschafft - wir haben es erreicht:

Mit dem Wohnmobil zum Nordkap

Eine steife, kalte Briese weht uns entgegen und lässt die Mobile wanken. Auf dem Stellplatz am Nordkap haben wir keine Ver- oder
 Entsorgungsmöglichkeit gesehen. Es gibt keinen Strom- und auch einen Wasseranschluss suchen wir auf dem schiefen Steinbruchplatz
 vergebens.

 
Es ist eine karge Landschaft hier am nördlichsten Punkt Europas.

Jetzt sind wir hier und sehen uns die Umgebung an. Auf einem ausgedehnten Spaziergang am Plateau und durch die Nordkaphalle vertreten
 wir uns die Beine. Ein paar Eindrücke der Nordkaphalle kannst du ansehen, wenn du hier klickst.
Gerade als wir über den Parkplatz laufen kommt uns ein älterer Herr entgegen und ruft überschwänglich, voller Freude immer wieder:

„Hey!!!        We are here!!!       NORDKAPP!!!      Look, we are here!!!”

Aus welchem Land er kam – es lässt sich nicht sicher sagen. Klick auf die nächsten 3 Fotos und achte auf die Nummernschilder – hier oben
 trifft sich Europa!

Wir erleben jetzt gerade die schönen Erinnerungen unserer Zukunft.

Die Weltkugel am Nordkap - nun stehen wir davor!

 

Als wir zu den Mobilen zurückkehren gibt es zur kleinen Erinnerung an unseren gemeinsamen Nordkapbesuch ein Sektumtrunk
und einen Button, den wir nicht hier erworben, sonder schon zu Hause bestellt und mitgebracht haben ...

Bald schon zieht es uns ins Gebäude des Nordkapmuseum. Hier kann man sehr gepflegt (und kostenintensiv) essen.
Unsere Entscheidung fällt auf die Fischsuppe mit drei verschiedenen Fischsorten
20,-€ und Rentiersteak mit Preiselbeeren 30,- €.

 

 

Während wir essen, bessert sich das Wetter. Der Wind weht unvermindert weiter, doch die Wolken verschwinden.

Es ist etwa 22°° Uhr, als sich das Plateau langsam füllt. Ein Bus nach dem anderen kommt angefahren. Schnell füllt sich der Parkplatz mit
 Bussen und schnell ist der Souvenirladen in der Nordkaphalle voll. Heute scheint die Gelegenheit günstig zu sehen,
das die Sonne nicht im Meer versinkt ...

Die folgenden Bilder sind ca. mit einer halben Stunde Zeitversatz aufgenommen, 22°° Uhr begonnen.

Als die Uhr 0³° Uhr zeigt, geht es zu den Mobilen zurück und wir verbringen eine stürmische, helle Nacht hier am Nordkap.

 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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