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Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil zum Nordkap

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Unser privater Reisebericht 2011

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Nordkaptour 2o11

Nordkap - Fosselv

 


Samstag, 23.07.

Gegen 9°° Uhr verlassen wir das Nordkap-Plateau.

Heute fahren wir nicht weit und erreichen schon nach nach 20 Minuten den Parkplatz Knivskjellodden.
Die Temperatur heute Morgen, 9²° Uhr beträgt 10°C.
Von diesem Parkplatz sind es 9 Km bis zum nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes, den man zu Fuß erreichen kann.
Diese 9 Km haben es allerdings in sich. Das wissen wir natürlich noch nicht und wandern los.

   

... Steine, feuchter, morastiger Boden, sehr steile Steigungen, Bachüberquerungen ...
Zeitweise fühlt man sich, als würde man an einer Expedition teilnehmen. Hier gibt es keinen Weg, hier markieren Steinhaufen die Richtung.
Es ist Natur pur.

     

   
Schnell merkt man hier in der Weite, wie klein man ist, wie unbedeutend ...

Lina hat sich etwas spannendes überlegt - sie verschwindet einfach mal schnell ... sehr schnell.
Der Jagdtrieb packt sie und schon ist sie auf und davon. In atemberaubender Geschwindigkeit rast sie los.
Wir haben nur das Nachsehen und alles suchen, rufen, beten und hinterherlaufen hilft nicht. Lina bleibt verschwunden.
In der Hoffnung, sie am Reisemobil wieder zu sehen, gehen wir weiter.
Jeder Hund hat ganz vorn eine Nase. Diese ist so leistungsstark und enorm, denn Lina kam nach fast einer Stunde auf dem
von uns zurückgelegten Weg hinter uns her.

     

Etwa 6 Km liegen seit dem Parkplatz hinter uns und das Ende Europas scheint so nah. Hier geht es einen Abhang hinab.
Natürlich ohne Treppe! Als wir jedoch unten ankommen und an der Küste stehen, sind es noch 4 Km bis zum nördlichsten Punkt Europas.
Die Erschöpfung ist unserer kleinen Gruppe anzumerken. Zur Erinnerung - bisher gab es keinen Weg. Bis hier kommt man nur,
wenn man über spitze Steine läuft und jeden Schritt gut auswählt. Das ist ermüdend, anstrengend und so kommt es zur Teilung.

   

   

Roy, Matthias und Stefan gehen nun mit Lina allein zum großen Tagesziel, der Rest unserer Nordkapreisetruppe macht sich
schon auf den Rückweg. Bald schon kann man ihn sehen - den wirklich nördlichsten Punkt, den man in Europa zu Fuß erreichen kann.

 

Nur wer sich auf den Weg macht, wird neues Land entdecken.

 

Wer bis hier läuft, wer diesen Punkt erreicht, kann sich selbstverständlich in einem Büchlein verewigen.

   

Dann geht es zurück. Man ist das ein Stück - sind wir hier tatsächlich hergelaufen??
Endlich! Ganz hinten stehen schon die Mobile!

 

Die Anstrengung steht uns allen ins Gesicht geschrieben, als wir 15³° Uhr (nach 18 Km und ca. 6h) wieder auf dem Parkplatz stehen.
Jetzt stärken wir uns und trinken erst einmal etwas Warmes! Auf dem ganzen Weg gibt es nicht eine Imbissbude oder ein Kaffee.
Lediglich an einem Bach konnten wir Wasser trinken.

Bald geht es weiter. Um das „Eintrittsgeld“ für diese Insel richtig zu nutzen, beschließen wir diese Nacht noch einmal auf der Insel
zu verbringen. Dafür haben wir uns den kleinen Ort Nordvagen ausgesucht. Immerhin brennen wir darauf endlich Angelerfolge zu haben …

Der Ort ist uns als ein Fischerkaff in Erinnerung geblieben. Hier ist es dreckig, moderig und alle Häuser scheinen feuchte Wände zu haben.
In diesem unaufgeräumten Ort liegen nicht nur Kinderwagen und Autobatterien im Hafenbecken! Das wir hier stehen bleiben liegt zum
einen daran, dass wir müde und K.O. vom wandern sind und die Möglichkeit einen Stellplatz, eine Bucht zu finden oder im Wald am Wasser
 zu stehen leider nicht besteht. Es gebt weder Stellplätze, noch Buchten (hier geht es von den Bergen direkt ins Wasser)
geschweige denn Wald …

So endet unser verwegener Ausflug am Hafen des Ortes. Ganz hinten in der Ecke finden wir einen einigermaßen aufgeräumten Platz,
an dem wir sicher keinen Fischer stören, wenn er morgen früh hinausfahren oder seinen Müll entsorgen will.

Wenigstens können wir von den Stegen super angeln!
Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten!

Am Ende des Tages haben wir 16 Dorsche und 2 Seelachse aus dem Wasser holen können! Kerstin und Roy haben alle Hände voll zu tun,
um diese Fischmenge zu filettieren.

Als „Dorsch“ bezeichnet man den noch nicht geschlechtsreifen Kabeljau. Die in der Ostsee lebenden Stämme werden jedoch unabhängig vom Lebensalter insgesamt als Dorsch bezeichnet; im südlichen Bereich auch Pomuchel und Pomuchelskopf. Im Nordseeanrainerstaat Norwegen heißt der in Küstennähe lebende Fisch Torsk, der hochseebewohnende Fisch wird Skrei genannt.
Der Kabeljau war bis etwa 1970 eine der am weitesten verbreiteten Fischarten der Welt. Die gute Verwertbarkeit und Lagerfähigkeit sowie die leichte Erbeutbarkeit haben dazu geführt, dass inzwischen der Kabeljau am meisten unter Überfischung gelitten hat und sogar im Fortbestand bedroht ist.*



Der Köhler oder Kohlfisch (Pollachius virens) gehört zur Familie der Dorsche und damit zur Ordnung der dorschartigen Fische. Fischer und Angler benennen ihn i. d. R. mit seinem eigentlichen und auch fachlich einwandfreien Namen, "Köhler"; für die Fischindustrie wird jedoch der aus zoologischer Sicht eher irreführende Name Seelachs als verkaufsfördernder angesehen, obwohl der als solcher bezeichnete Fisch nicht zu der Familie der Lachse zählt. Lachse gehören hingegen zur Familie der Salmoniden, den Forellenfischen.*

Einen Fisch bereitet Roy gleich heute Abend auf dem Grill zu – es ist ein Gedicht!

Nach diesem anstrengenden Tag schlafen wir gut und fest durch die taghelle Nacht!
 


Sonntag, 24.07.

6³° Uhr verlassen wir den Hafen und treffen gleich im Ort auf ein Rentier.

Schon bald stehen wir wieder am Nordkaptunnel. Diesmal wollen wir zum Festland zurück.
Ich versuche dem jungen Norweger, der aus seinem Fenster in der Mautbude guckt, zu erklären,
dass wir schon bei der Anreise bezahlt haben …

… er lässt uns passieren
und es geht wieder durch den Tunnel, wieder 210 m hinunter, um gleich darauf wieder mit voller Kraft nach oben und ans Tageslicht zu kommen. (ach so – natürlich dürfen wir erst die Mautstelle passieren, nachdem er von unserer Karte 555,- NKr abbucht!)

Alle Menschen sind klug - die einen vorher, die anderen nachher.                                                                      

Das Wetter ist heute nicht so besonders. Die Wolken lassen die Sonne nicht durch und in diese trübe Wetterlaune passt
auch ein bisschen die Umgebung. Felsen, Gras und hier und da ein bisschen Schnee. Das Wasser der Fjorde schimmert grau,
die Straße zieht sich zäh dahin.

  

Das Wetter bessert sich mit der voranschreitenden Zeit. Bald schon finden wir einen Parkplatz, an dem wir Entsorgen können.

   

Leider ist keine bessere Stelle zu finden, der Magen knurrt schon sehr und heute gibt es Frühstück neben der Straße.

Die Fahrt geht völlig unspektakulär weiter.

 

Als die E6 an einem Wasserfall vorbeiführt, legen wir eine kleine Rast ein. Diesen Wasserfall beachtet niemand hier, er ist einfach da…

   

Bald fahren wir durch Alta. Nun sind wir etwa 230 Km vom Nordkap entfernt.
Alta
ist eine Kommune und die größte Stadt in der nordnorwegischen Provinz (Fylke) Finnmark. Die Stadt Alta liegt in der gleichnamigen Kommune und ist deren Verwaltungssitz.
In der Kommune Alta leben 19.066 Menschen (Stand 1. Januar 2011). Davon entfallen circa 12.000 auf die Stadt Alta. Sie ist damit die weltweit nördlichste Ortschaft mit mehr
als 10.000 Einwohnern, nachdem die sibirische Stadt Tiksi diesen Status in den 1990er Jahren durch Bevölkerungsschwund verloren hat.*

In der Stadt Alta geht die Sonne vom 16. Mai bis zum 26. Juli nicht unter und vom 24. November bis zum 18. Januar nicht auf.
In den Wintermonaten gilt Alta als eines der besten Gebiete zur Beobachtung des Polarlichts.*

Unmittelbar nach der Stadt kommt ein unscheinbares Schild:

Hier biegen wir ab, halten kurz an. Hier oben in diesem Fjord lag also die Tirpitz.
Die Tirpitz war ein im Zweiten Weltkrieg eingesetztes Schlachtschiff der deutschen Kriegsmarine. Sie gehörte der Bismarck-Klasse an und war nach dem deutschen
 Marinestaatssekretär und Großadmiral Alfred von Tirpitz benannt. Sie war nicht nur das größte jemals in Deutschland gebaute Schlachtschiff,
sondern ist zudem bis heute das größte jemals in Europa vollendete Kriegsschiff.*

                         

Hier haben wir kurz angehalten, sind bis zum kleinen Museum gelaufen und erschrocken über den stolzen Preis dieses kleinen Museums
haben wir uns für die Weiterfahrt entschieden. Wir alle hätten stolze 110,- € bezahlt …
(16,- €/Pers.)

Es bleibt Wolkenverhangen, diesig und frisch während wir unsere Reise fortsetzen und nach einem Stellplatz für die Nacht sehen.

Am Fosselv-Campingplatz halten wir an.

 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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