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Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil in Südnorwegen

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Unser privater Reisebericht 2013

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Südnorwegen

Lindesnes - Sola Camping


05.07. - Freitag

Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muss, oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.

Es ist schon 8:00 Uhr, als wir durch unser Dachfenster im Schlafzimmer sehen.   ... und was wir sehen!!! Blauer Himmel und Sonne!
Das ist er also - unser erster Eindruck von Norwegen in diesem Jahr bei Tageslicht - strahlender Sonnenschein.



Dieses Bild entstand als wir den PAX-Stien besuchen. Vom kostenlosen Reisemobilstellplatz führt ein unscheinbarer Pfad auf den Berg.
 Ein kleines Hinweisschild steht etwas abseits und weist den Weg. Das ist vielleicht eine Aussicht von hier oben!
Der PAX-Stien ist ein Denkmal. Eine Gedenktafel erinnert hier oben an die Opfer eines britischen Angriffs.
 
Das Denkmal wurde in Erinnerung an die 986 Menschen die starben, als die MS Grotta 1942 torpediert wurde, errichtet. Bei den Opfern handelt es sich
um russische Kriegsgefangene und die deutsche Besatzung. Das Boot wurde von den Briten durch Missverständnisse versenkt*

Wir steigen wieder hinab und laufen zum Leuchtturm.

Man entrichtet hier einen Eintritt von etwa 7,- € und betritt das Areal des Südkap hier in Norwegen.
Das ist auch der erste Punkt unserer geplanten Reise durch Südnorwegen.

Hier könnt ihr euch gern die Planung unserer Reise aus dem Vorfeld als PDF-Datei ansehen.

Vor 2 Jahren erst haben wir unsere Reise zum Nordkap hier in Norwegen erleben können und schon
aus diesem Grund war der Besuch des Leuchtturmes auf dem Südkap ein "muss".

 

Hier stehen drei Leuchtfeuer, sie stellen die Entwicklung dar. Vom Holzkohlefeuer ganz frei stehend,
wurde bald ein Spiegel verwendet und ein schützendes Haus darum erreichtet.
Hier kamen auch 8-Docht-Leuchten zum Einsatz und später wurde der heute noch aktive Leuchtturm gebaut.

Norwegens erstes Leuchtfeuer wurde 1656 in Lindesnes entzündet. Hier findet man Spuren von mehr als 350 Jahren Leuchtturm- und Seefahrtsgeschichte.
Der heutige Leuchtturm Lindesnes hat im großen und ganzen die Gestalt, die er 1916 nach einem Umbau und einer Erweiterung erhielt.
Damals wohnten hier drei Familien. Auf dem Gelände sieht man auch noch das Fundament des alten "Kohlenblüse"-Leuchtturms aus dem Jahr 1822.
Die ganze Station steht unter Denkmalschutz. Auf der Internetseite
"http://www.lindesnesfyr.no" gibt es einige weitere Informationen.

Außer den 3 Leuchtfeuern finden sich noch andere interessante Bauten hier in Lindesnes: Bunker der Wehrmacht.
Sie alle sind begehbar, beleuchtet und gut erhalten. Was hier für ein Aufwand betrieben wurde!
... Schützen- und Splitterschutzgräben ziehen sich durch den Fels und enden in einem weit verzweigten Bunkersystem.
Heute noch gut getarnt sind sie in den Fels getrieben und teilweise gemauert.



Am Ende unseres Besuches hier am Südkap stempeln wir uns ein Zertifikat und tragen das Datum ein.
Dann fahren wir gegen 11:00 Uhr ab. Das Navi leitet uns zu einem Campingplatz, den wir im Reiseführer gefunden haben.
Es geht nach Ølberg / Sola, zum Sola-Camping.
Sola ist eine Kommune in der norwegischen Fylke Rogaland. Sie liegt im Norden der Landschaft Jæren am Hafrsfjord. Die Kommune grenzt im Norden und Osten
an die Kommune Stavanger, im Osten an Sandnes und im Süden an Klepp. Im Westen grenzt die Kommune an die Nordsee.*

Der Platz hat einen Strand am Atlantik, den Flughafen ist in der Nähe hört man nicht und er soll uns mit seiner abgelegenen Ruhe
 helfen herunterzukommen und den Alltag hinter uns zu lassen - einfach den Urlaub beginnen lassen!

Vor uns liegen heute etwa 200 Km. Landstraße an der Küste entlang, um Fjorde herum und durch kleine Orte. Wir gehen die Reise in
 Norwegen entspannt an, alles andere wäre auch unmöglich ... Das Auge kann die Schönheit der Landschaft kaum fassen.
Man sieht sich einfach nicht satt an dem Anblick der Natur, die gerade hier in Norwegen so einzigartig ist!

So starten wir und finden schnell die E39 und folgen ihr bis Flekkefjord.


... manchmal werden wir durch die schmalen Straßen zu einer Pause gezwungen, manchmal machen wir sie selbst an einem See ...

In Flekkefjord wählen wir die Abfahrt auf die 44. Sie führt unmittelbar an der Küste entlang.

 

Allein aus Freude am Sehen und ohne Hoffnung, seine Eindrücke und Erlebnisse mitteilen zu dürfen, würde niemand über das Meer fahren.   (Blaise Pascal)

So kommen wir an den bekannten

Jøssingfjord

Den Jøssingfjord müssen wir umfahren und halten an einem kleinen Souvenirladen.



Unter anderem werden hier diese kleinen - tja - hmmm ...
... also diese niedlichen Dinger (Trolle?) werden hier angeboten.
Keiner sieht aus wie der andere denn alle sind Handarbeit.

Als wir weiterfahren zeigt sich der Fjord noch des Öfteren in seiner ganzen Schönheit ...

... und in der Enge der Straßen ...

 

 Gegen 16:30 Uhr kommen wir am CP an, finden einen Platz ...
"Sola Camping & Motel"

und machen einen Spaziergang in die Umgebung und auch in den Ort.

Wer sein Vaterland nicht kennt, hat keinen Maßstab für fremde Länder.   (Goethe)

Zurück am Mobil essen wir in der Abendsonne ein leckeres Abendbrot.
Heute Abend gibt es Nudeln mit Tomatensauce. Die hat es in sich - außer Tomaten und Gewürzen enthält sie auch eine
Knoblauchzehe und andere Leckereien. Dazu genießen wir einen Rosewein und sehen in den Sonnenuntergang,
denn dieser soll hier besonders schön sein ...

Leider überwältigt uns die Müdigkeit und 23:30 Uhr brechen wir die Sonnenuntergangsbeobachtungszeremonie ab.

- - -

Schon zum zweiten Mal in diesem Urlaub werden wir von Norwegern angesprochen die einfach wissen möchten,
wohin wir wollen, woher wir kommen und wie es uns gefällt. Es ist interessant, wie sich die Norweger verhalten.
Nett, freundlich und dabei nicht aufdringlich.
Die Deutschen auf dem Platz (aber leider nicht nur hier) haben vergessen das sie zusammen gehören.
Gerade noch ein "Guten Tag". Mehr hat man sich scheinbar nicht zu sagen ...

Wir können es öfter beobachten - stehen 2 Norweger auf einem Campingplatz, ist je ein Zelt, Wohnwagen oder
Reisemobil der beiden immer leer, denn sie sitzen einfach zusammen ...

Auch das steht im Buch "Gebrauchsanweisung für Norwegen":
Es wurde lange versucht die Norweger zu vereinen, sie zum Zusammenhalten zu bewegen.
Es scheint gelungen.


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:
  ca 200 Kilometer, Fahrzeit ca. 4,5 Stunden

 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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