Reiseberichte aus dem Wohnmobil,
 
Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil in Südnorwegen

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Unser privater Reisebericht 2013

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Südnorwegen

Flam - Lom


10.07. - Mittwoch

Vorsichtig versuchen wir es mit aufstehen, als wir wach werden - es geht!
                                                                                                                                          ... also sagen wir mal: es geht gerade so ...
Die Beine schmerzen aber schon, wenn man sie benutzen möchte. Es ist aber sonst im großen und Ganzen alles in Ordnung.
Allerdings möchte ich die Anstrengung auch nicht unter den Tisch kehren!
21 Kilometer laufen - auch wenn es bergab geht - sind eine Anstrengung die wir einfach nicht gewohnt sind.

 

Wieder können wir vor dem Mobil frühstücken. Wer hätte das gedacht? Wer erwartet in Norwegen so ein Wetter?
Während wir essen sehen wir eine deutliche Rauchfahne über dem Wasser. Das Wasser ist von unserem Standort nicht zu sehen,
doch in der Richtung des Hafens - ja - deutlich ist sie zu sehen!
Ein Kreuzfahrtschiff schiebt sich langsam in den Fjord und landet am kleinen Hafen von Flåm.

Es ist ein beeindruckendes Bild und diese Fotos sind der Versuch dieses Schauspiel zu zeigen.
(am schönsten ist es natürlich, wenn man es mit eigenen Augen sieht)

   

In der Hoffnung, es könnte sich an dem Angebot an Souvenirs etwas geändert haben, sehen wir noch einmal zum Hafen und seinen
 kleinen Läden bevor wir Flåm verlassen. Ich kann beim besten Willen keine Veränderung bemerken, doch so ein Riesenschiff spült
 natürlich Kundschaft in die Läden und in die Flåmsbahn. Das ist vielleicht voll hier! Ein richtiges Gewusel ...
_ _ _ _ _

Wir verlassen Flåm auf der E16, meiden aber den Lærdalstunnel und fahren über den Snøveg - dem Schneeweg.
Der Lærdalstunnel in Norwegen ist mit 24,51 km der längste Straßentunnel der Welt. Der Tunnel ermöglicht – im Gegensatz zum Weg durchs Gebirge – auch
im Winter eine Verbindung zwischen den beiden Gemeinden. Die Alternative war früher eine Fähre auf dem Sognefjord. Für die Durchfahrt wird keine Maut erhoben.
Das entspricht der norwegischen Regionalpolitik, die abgelegene Regionen besonders fördert. Dabei ist der Lærdalstunnel auch ein zentral bedeutsamer Bestandteil
der ganzjährig befahrbaren Straßenverbindung Oslo–Bergen im Zuge der E 16.*

 Die Straße von Flåm verläuft neben dem Sognefjord bis Aurland. Über Serpentinen geht es hinauf.
1300 m. Die Straße ist schmal und führt immer am Abgrund entlang. Jederzeit kann man auf den Fjord sehen.
Immer wieder geht es um Haarnadelkurven, so hat auch der Beifahrer immer wieder einen ungetrübten Blick.
Fraglich ist es, ob er ihn genießen kann, denn diese Auffahrt ist selbst für den Beifahrer aufregend.

Immer wieder gibt es Möglichkeiten anzuhalten und ein Blick auf den Fjord zu werfen. Oft sind diese Parkbuchten
entlang der Straße sehr voll,
aber immer an guten Stellen gebaut worden. An einem Aussichtspunk, dem Stegastein, können die Damen von der Toilette aus
tief in den Fjord sehen ... eine raumhohe Glasscheibe macht es möglich! Fantastisch!
Stegastein ist ein spektakulärer Aussichtspunkt in Norwegen, 6 Kilometer vom Zentrum von Aurland am Snøveg gelegen.
Von einem Parkplatz führt eine aus Lärchenholz gebaute Aussichtsrampe über die Baumwipfel und erlaubt einen atemberaubenden Ausblick und Tiefblick
auf den darunterliegenden Aurlandsfjord. Die Rampe ist 4 Meter breit und 30 Meter lang und befindet sich in 640 Metern über dem Meer.
Das Ende der Plattform wird durch eine Glasscheibe abgeschlossen, die den Eindruck direkt über dem Aurlandsfjord zu stehen noch verstärkt.*

Irgendwann ist es geschafft, die Straße wird breiter und endlich ist wieder möglich entspannter zu fahren.
Die Baumgrenze haben wir überschritten. Nun fehlt nur noch der Schnee, denn wir haben den Snøveg erreicht.
Der Snøveg (Fv243, deutsch „Schneestraße“, norw. bestimmt: Snøvegen) ist eine 48 km lange Nebenstraße in Norwegen. Die Straße verbindet die beiden Orte Aurland und
 Lærdal und führt dabei von Meeresniveau bis zu einer Höhe von 1309 m über dem Meer und dann wieder hinunter auf Meeresniveau. Der Name bezieht sich auf die großen
 Schneemengen, die bis in den Sommer am höchsten Punkt liegen. Im Winter ist der Snøveg wegen der großen Schneemassen gesperrt. Die Wintersperre dauert zumeist
von Mitte Oktober bis Anfang Juni.*

Im Grunde sehen wir nur eine gigantische Geröllwüste. Alte Steine, die keiner mehr haben will und darunter Felsen.
Unbeirrt fahren wir weiter und kommen doch noch an die Überreste von Schnee. Was für eine Freude!

Nun aber hinein und eine Schneeballschlacht gemacht ... Huch - hatten wir ganz vergessen - mit Sandalen im Schnee
herumspringen ist nicht ganz so herrlich, denn dieser Schnee hier oben ist nicht verharscht, wie wir es aus den Alpen kennen.
Hier ist der Schnee so, als wäre er letzte Woche gefallen und es beginnt zu tauen. Ein bisschen pappig, aber nicht fest.
Schneebälle kann man also machen denke ich gerade, da bekomme ich schon einen ab ...

Die Fahrt geht weiter. Selbst hier oben sind Schafe unterwegs. Zwei mal halten wir noch an den ausreichend vorhandenen
Haltebuchten, genießen die Aussicht, frieren und dann geht es schon wieder bergab.

Als wir die Baumgrenze passieren, wird es wieder herrlich grün um uns herum. Das Wetter ist echt Klasse!
Am Wegesrand, kaum zu sehen, stehen ein paar Schafe. "Halt doch mal bei den Schafen an!" Kerstin möchte mal Schafe ansehen.
Das klappt besser als geplant, denn diese Schafe haben keine Angst - nein - sie kommen sofort auf uns zu! Man kann sie sogar streicheln!

Doch jedes der Schafe will gestreichelt werden und weil Kerstin das eine oder andere vergessen hat, gibt es ein gewaltiges Gedränge.
Der Klügere gibt nach und verschwindet im Mobil ... aber der mit dem Fotoapparat steht noch draußen ...

Steil geht es den Berg hinab. Sehr steil. Es ist das erste Mal, das wir unsere Bremsen riechen können.
Beim letzten Stück der Bergabfahrt habt man einen schönen Blick auf den Sognefjord.

"Am Ende der Straße biegen sie links ab" kommt die Stimme aus dem Navi. Das machen wir und fahren am Fjord entlang.
Nach ein oder zwei Kurven kommt ein großer Parkplatz. Hier essen wir etwas zum Mittag und die ersten Angelversuche werden gestartet.



Das auswerfen und einholen des Köders mit dem Haken geht wunderbar. Fische fangen geht noch nicht, kommt aber sicher noch!
Als wir nach einer ausgiebigen, erholsamen Pause weiterfahren sind wir Unterwegs nach Borgund. Hier steht eine der noch 28
 erhaltenen Stabkirchen.
Die Stabkirche Borgund ist eine Stabkirche in der Kommune Lærdal in der norwegischen Provinz Sogn og Fjordane.
Sie gehört zu den herausragenden Beispielen der norwegischen Stabbaukunst, ist eines der ältesten Holzgebäude Europas und ein touristischer Anziehungspunkt.*

Der Eintrittspreis von 55 NKR (6,95€) /Person Eintritt lassen uns dieses Bauwerk nur von außen ansehen.
Als wir weiterfahren wollen gibt es 2 mögliche Wege Richtung Lom. Schnell ist einer der beiden gewählt und es geht weiter bergan.
Landschaftlich ist die Gegend hier um Lærdal wirklich grandios.
Leider gibt es etliche Campingplätze nicht mehr, die wir ansteuern wollen.
Die Schilder an den Straßen sind einfach durchgestrichen, die Plätze geschlossen. So fahren wir weiter und weiter,
bergan und bergab und da auch noch eine Straße wg. Bauarbeiten für LKW geschlossen ist und wir auf keinen Fall eine Strafe
kassieren wollen, fahren wir
. . .  im Kreis  . . .

Der nächste Campingplatz ist in Lærdalsøyri verrät uns das Navi und diesen Platz steuern wir nun an.
Es ist der "Ferien und Freizeitpark von Lærdal am norwegischen Sognefjord".
 Im Grunde stehen wir wieder fast am Ende des Schneeweges, doch wir haben viel vom Land gesehen, sind einige Straßen
gefahren, die uns zu einem Campingplatz hätten führen sollen (die es dann leider nicht mehr gab)

 Der Campingplatz ist unserer Meinung nach ein typischer Durchreiseplatz. Am Ende des Lærdalfjord kann man nicht richtig
baden und nicht angeln. Man kann aber Radfahren. Direkt am Campingplatz ist ein Fahrradladen mit Renn-, Touren- und
 Mountainbikerädern. Diese kann man auch leihen.


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

  ca. 210 Km, Fahrzeit etwa 5,35 Stunden

11.07. - Donnerstag

Der Tag beginnt mit traumhaftem Wetter. Schnell sind die Stühle und der Tisch vor dem Mobil aufgebaut und wir können in der
Sonne frühstücken. Dann fahren wir ab. Es ist gar nicht weit bis zur Fähre Fodnes - Manheller über den östlichsten Zipfel des
 Sognefjords, auch Årdalsfjord genannt. Als wir den Berg hinunter kommen sehen wir gerade die Fähre anlegen. was für ein Glück!

Erstaunlicherweise bezahlen wir hier 274,- NKR, das sind 34,50€.
Wir werden auf die mittlere Spur eingewiesen und sind die ersten in der Reihe. Somit können wir (wie die Norweger) im Auto
sitzen bleiben, sehen aber trotzdem alles!

 Es sind nur ca. 100 m nach dem Fähranleger, dann geht es - in welche Richtung man auch fahren möchte - sofort in einen Tunnel.

Heute planen wir über über den berühmten Sognefjellsveien nach Lom zu fahren.
Der Sognefjellsveien ist die höchstgelegene Passstraße Nordeuropas und verbindet als Teil der Reichsstraße 55 die beiden norwegischen Orte Gaupne und Lom.
Der höchste Punkt liegt beim Fantesteinen in 1434 m Seehöhe. Die 110 km lange Straße ist eine der ältesten Verkehrsverbindungen zwischen Ost- und Westnorwegen.*


Der erste größere Ort unserer heutigen Tour ist Sogndal.
Wie praktisch alle norwegischen Gemeinden besteht sie aus mehreren Ortschaften und vielen anderen Siedlungen, von denen nicht alle ganzjährig bewohnt sind.
Die die drei größten und bekanntesten Ortschaften sind Sogndal, Kaupanger und Fjærland welche zugleich auch Standort von mindestens einer Kirche sind.*

Als wir ankommen finden wir schnell einen Parkplatz, indem wir den "P" Schildern mit dem Reisebus darunter folgen.
Probleme gibt es mit dem Parkautomaten der einfach kein Ticket hergeben will, doch wir gehen durch den Ort an und
verschwinden in einem Einkaufzentrum.
... nicht lange, denn wegen dem fehlenden Ticket haben wir keine Ruhe ...

Sogndal verlassen wir über die "Reichsstraße 55" in Richtung Lom. Anfangs verläuft die Straße entlang des Lustrahfjord bis Skjolden.

Bald wird die "55" zur so genannten Sognefjellstraße. Der höchstgelegene Punkt der Straße liegt 1434 Meter über dem Meer.
Auf keinem anderen Gebirgsübergang in Nordeuropa kommt man so hoch hinauf.
So wurde diese Straße zur Nationalen Touristenstraße ausgebaut.
Viele Rastplätze für die Aussicht und für erschöpfte Radfahrer wurden geschaffen. Es geht steil bergan!

Die Straße ist breit und schön zu fahren. Es geht vorbei an atemberaubenden Landschaften und typischen Ortschaften des Sognefjord.
Ohne Pause genießen wir den Ausblick auf das mächtigste Hochgebirge Norwegens. Immer wieder sind Parkplätze angelegt.
Auf einem bleiben wir stehen, trinken einen Kaffee, essen eine Kleinigkeit und sehen uns die Gegend etwas an.

Schnee liegt hier stellenweise etwa einen Meter hoch, Trollhäuser stehen hier und endet oft in einem kleinen Schmelzsee.

Es ist nicht windig, der Himmel bewölkt mehr und mehr, die Lufttemperatur beträgt momentan 5,5°C. Es ist kalt!
So machen wir uns auf den Rückweg. Natürlich vergessen wir nicht hier oben noch schnell einen Steintroll zu bauen!

 

Am Ende der Reichsstraße "55" biegen wir nach Lom ab und steuern einen Campingplatz in ca. 1,3 Km Entfernung
auf der Reichsstraße "15" an.


Die Kommune Lom in Norwegen hat eine Fläche von 1969 km² mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von 71,6 km und einer Ost-West-Ausdehnung von 58,1 km.
Lom hat 2358 Einwohner (Stand 31. März 2013). Die Bevölkerungsdichte beträgt 1,2 Einwohner pro Quadratkilometer.
Die Kommune liegt im Fylke Oppland im mittleren Ottadal und wird von dem Ort Lom verwaltet. Die höchste Erhebung ist der Galdhøpiggen
mit einer Höhe von 2469 Metern. Lom hat kontinentales Klima und mit 321 mm pro Jahr eine sehr geringe Niederschlagsmenge.*

Wir stehen jetzt auf dem kleinen Platz "Nissegarden".

Dieser Platz kostet für 2 Personen und ein Mobil mit Strom 230,- NKR pro Nacht. (29,-€) Mit Kindern ist man hier gut aufgehoben.
Eine Poollandschaft, mehrere Trampoline und ein Kletterwald, der sich sogar über Wasser erstreckt, lässt die Zeit kurzweilig werden.
Mehr gibt es hier nicht - lediglich die Nähe zu Lom und seinen Sehenswürdigkeiten:
Die Säulenstabkirche ist das meistfotografierte Motiv des Ortes. Auf dem Vorplatz der Kirche ist ein Denkmal des norwegischen Dichters
Olaf Aukrust (1883 - 1929) aufgestellt. Das Freilichtmuseum Loms-Hof besteht aus mehreren alten Bauernhäusern, die hier aus der Umgebung von Lom
aufgebaut worden sind.              Es zeigt, wie ein Bauernhof im 18. Jahrhundert ausgesehen hat. Das St. Olaf-Haus, ein Haus am Rande des Hofes,
                                ist von historischem Interesse, weil der König Olav Haraldssohn der Überlieferung nach hier auf seinen Reisen übernachtet hatte.
Das Fossheim Steinsenter ist Norwegens größte Ausstellung an einheimischen Kristallen und Mineralien. Neben Souvenirs und Schmuckstücken, die in der
 Werkstatt hergestellt werden,  können auch andere kunsthandwerkliche Arbeiten erworben werden.
Das Norsk Fjellmuseum - übersetzt „Das norwegische Gebirgsmuseum“ - befasst sich mit der norwegischen Bergwelt und der Erschließung derselben    
durch den Menschen.*

Da die "Reichsstraße 15" direkt am Platz vorbeiführt, ist es etwas laut. Wir haben bestes Wetter. Die Sonne scheint,
es sind 35°C und wir erleben sie das erste mal hier in Skandinavien:      
Die Mücken!!!
Mücken (Nematocera) gehören zu den Zweiflüglern (Diptera) innerhalb der Insekten (Insecta).
Zu ihnen gehören als bekannteste einheimische Vertreter die Stechmücken und die Schnaken. Die meisten Mücken sind zart gebaute,
schlanke Insekten mit fadenförmigen, vielgliedrigen Antennen und langen, dünnen Beinen. Sie besitzen meist stechend-saugende Mundwerkzeuge.
Die Unterordnung umfasst etwa 45 Familien. In Österreich werden Stechmücken meist als Gelsen bezeichnet, während mit Mücken eher die Taufliegen gemeint sind.*

Zu Millionen schweben sie 1- 2 Meter über dem Gras. Glücklicherweise sind sie noch so klein, das sie wohl nicht wissen,
wie man sticht. Geht man durch das Gras, starten noch einmal mehrere Millionen Mücken. Nun achten wir peinlich genau auf
 geschlossene Fliegengase an offenen Fenstern und der Tür. In einem Prospekt der Region lesen wir, es würde hier
weniger regnen als in der Sahara. Tatsächlich stehen überall Rasensprenger und der Schotterweg wird vom Platzbetreiber
permanent feucht gehalten. Der Staub, den ein Auto auf einem Stück trockenem Weg aufwirbelt ist enorm!
Wir freuen uns am warmen Wetter und entspannen in der Sonne. Es ist schön den Tag in der Sonne ausklingen zu lassen.


Unsere heutige Tour in graphischer
Darstellung:

  ca. 146 Km, Fahrzeit etwa 3,10 Stunden

 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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