Reiseberichte aus dem Wohnmobil,
 
Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan


mit dem Wohnmobil nach
Norwegen

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Unser privater Reisebericht 2016

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Norwegen

Olden Camping -  Geiranger - Geirangerfjord -
Geirangerfjorden Camping


 

Dienstag, 16.08.
  11. Tag  

Ein Urlaubstag auf dem Olden Campingplatz am Schmelzwassersee des Briksdalsbreen.
Der Gletscher ist Allgegenwärtig, das Wetter ist einfach wunderbar!

   

Beim Frühstück und auch beim Spaziergang ...

   

   

...beim Blick auf den Schmelzwassersee mit der typischen Wasserfarbe ...

   

  ... über den Tag ist der Platz leer ... 

   

... mit dem Boot geht es über den See zum Gletscher ...

   

          

   

... so tuckern wir schön über den See, genießen die Aussicht und den Tag ...

 

... zum Ende geht es noch einmal "zur Sache" ;o)

So haben wir einen schönen Urlaubstag verlebt, an den wir uns gern erinnern werden. Hier haben wir eine
Menge erlebt und sogar das Wetter passte, wie die Faust aufs Auge!



 

Mittwoch, 17.08.
  12. Tag  


Früh geht's los, die Sonne scheint, der Himmel ist blau, die Straße ist frei - besser geht's nicht! Schnell erreichen
wir die Straße "RV60", auf der wir über Loen nach Stryn fahren und dort auf die "15" abbiegen.

   

Am Ende des Nordfjord, im Innvikfjord steht im Schatten der Berge ein Kreuzfahrtschiff von AIDA.
Von hier starten sicher Ausflüge der Passagiere zum Briksdalsbreen.
Der Nordfjord ist ein 106 km langer Fjord im Norden der norwegischen Provinz (Fylke) Sogn og Fjordane, etwa 10 km südlich
des 62. Breitengrades. Der Fjord ist bis zu 565 m tief.*

Über den Fjorden liegen noch dicke Nebelschwaden.

   

Wir sind weiter unterwegs zum Geiranger - Fjord, müssen aber noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen.
Wir finden in Stryn einen KIWI Markt und stellen uns auf den großen, fast freien Parkplatz und verschwinden im Laden.
Brot, Obst, Gemüse, Getränke und ein paar andere Kleinigkeiten - z.B. - wichtig - Eis!!! wandern in den Wagen.

 

Stryn verlassen wir auf der "15" und biegen irgendwann beim Schild "Geiranger, Trollstiegen" auf die "63" ab.

Zweispurig geht es hier immer am Berg entlang. Anfangs sieht man auf den Langvatnet, später auf den Djupvatnet.
Der Djupvatnet ist ein norwegischer See in der Gemeinde Stranda, in der Provinz Møre og Romsdal. Der etwa 2km² große See befindet
sich auf einer Höhe von rund 1016 moh.*

Plötzlich zischt und dröhnt es in ohrenbetäubender Lautstärke. Was ist denn jetzt los? Einen kurzen Moment später
kommen 4 Kampfjets der norwegischen Luftwaffe durch das Tal. Im Tiefflug Rauschen sie vorbei und die Piloten
haben sicher Spaß daran, die für sie sicher sehr engen Schluchten zwischen den Bergen zu durchfliegen.

    

Nun dauert es nicht mehr lange, bis wir zu der spektakulären Abfahrt zum Geirangerfjord kommen. In engen Serpentinen
geht es hinunter. Immer wieder mit fantastischen Aussichten auf die kommenden Kurven oder mit Blick auf den Fjord.
Leider ist es sehr neblig oben am der Abfahrt. Sichtweiten unter vier Meter sind jetzt ...

   

   

Der Nebel bleibt oben am Trollstiegen "hängen" und wir haben bald wieder schönes Wetter.

   

Unterwegs kommt die allseits bekannte Aussichtsplattform von der man über den Geirangerfjord sehen kann.
Hier halten wir natürlich sofort, um Fotos zu machen. Hier ist es sehr eng, denn nicht nur PKW- und
Reisemobilbesatzungen wollen hier einen Blick riskieren und ein Foto machen, sondern ganze Reisebusse!
Von diesem Aussichtspunkt fahren wir noch etwa 30 Minuten und meistern Serpentine um Serpentine.

Geiranger & Geirangerfjord

   

Als wir den Ort Geiranger erreichen fahren wir direkt durch, um den Campingplatz "Geirangerfjorden" etwas
außerhalb des Ortes anzusteuern. Die Sonne scheint, es sind 21°C hier im Tal und es sind auf dem Platz noch
einige Stellplätze frei. Glücklicherweise bekommen wir Stellplätze direkt am Wasser. Hierfür, in der ersten
Reihe mit freien Blick auf den Fjord, zahlen wir 230,- NOK/Nacht. Meine Güte ist das hier herrlich!

   

Es ist gerade 11:30 Uhr, als wir uns etwas eingerichtet haben und das Schlauchboot einsatzbereit melden können.
Es gibt einen Kaffee und wir sind unterwegs zu den 7 Schwestern.

   

Es ist keine Wolke am Himmel und die Sonne lässt ihrer Kraft freien Lauf. Wir passieren einige Wasserfälle. Links
und rechts können wir sie überall sehen. Mal sind sie imposant, laut und kräftig, manchmal sind sie kleine Rinnsale,
doch immer wieder sehen wir enorme Fallhöhen des Wassers an den steilen Felsen.

   

Der 8PS Yamaha Zweizylinder-Zweitakter schiebt uns zuverlässig voran und bringt uns zu den bekannten
Wasserfällen im bekannten Fjord.

Die Sieben Schwestern

Die Sieben Schwestern (norw.: Dei sju systrene bzw. De syv søstre) sind sieben direkt nebeneinander in den Fjord stürzende Wasserfälle
im Geirangerfjord in Norwegen. Die größte Fallhöhe des Wassers beträgt 300 Meter. Da es in den Wintern immer weniger schneit und die
Wasserfälle vom Schmelzwasser aus den Fjell gespeist werden, sind in den Sommermonaten teilweise nur noch vier Schwestern zu sehen.*

   

 Gleich gegenüber ist ebenfalls ein eindrucksvoller Wasserfall "Freier".

   

Die Sieben Schwestern sind neben dem auf der gegenüberliegenden Fjordseite befindlichen Wasserfall "Freier" (norw. Friaren) eine
der Naturattraktionen bei einer Fahrt durch den Geirangerfjord. Diese Berühmtheit ist vor allem auf die mit den Namen und Aussehen
verbundene Sage zurückzuführen.
Der Sage nach wollte der Freier jede der sieben Schwestern nacheinander heiraten. Alle sagten jedoch „Nein“ und wiesen sein Werben
zurück. Daraufhin griff der Freier zur Flasche und wurde zum Alkoholiker. Dieses spiegelt sich in der Form des Wasserfalls nieder,
welcher die Form einer Flasche annahm.
*

Auf einmal wird es wieder laut und wieder kommen die Jets zurück. Wieder durch das Tal, wieder im Tiefflug.
Das ist vielleicht ein komisches Gefühl im Schlauchboot sitzend die Jets über einen donnern zu haben, dabei
beeindruckt von den Ufern des Fjords, also den hoch aufsteigenden Bergen.

 

Wir fahren am Campingplatz vorbei in Richtung des hier festgemachten Kreuzfahrtschiffs und umrunden es.

   

   

Wir kommen zurück zu den Mobilen. Mittlerweile sind wir hungrig geworden. Heute soll er getestet werden: der neue

Dutch Oven

Ein Dutch Oven, auch Camp Oven oder Chuck wagon oven, ist in der Grundbedeutung ein dreibeiniges Gefäß aus Gusseisen, das unter
diesem Namen in den USA und in Australien seit dem 18. Jahrhundert sowohl zum Kochen als auch zum Braten und Backen über offenem
Feuer verwendet wurde, weil es in diesen Ländern – anders als in Europa – lange Zeit weder geschlossene Herdstellen noch Backöfen gab.*

   

Es wird eine Suppe werden, fast eine Gemüsesuppe, denn ein bisschen Kasseler ist doch dabei.
Das Rezept dieser wirklich leckeren Suppe kannst du gern bei ...Rezepten... nachlesen (und nachkochen).
Der Dutch Oven ist ein interessantes Teil ........

   

   

Nach dem Essen scheint das Wasser zu kochen. Ein ganzer Schwarm Makrelen tummelt sich in dem Fjord.
Zack - die Angel geholt und ausgeworfen. Nach nicht einmal 2 Minuten hole ich schon eine Makrele heraus.
Während Kerstin sie ausnimmt, starte ich den Grill - da kommt sie jetzt drauf. Ein bisschen mit Rosmariensalz
gewürzt, schmeckt sie echt lecker, zumal frischerer Fisch wirklich nicht geht ...

... leider ohne Fotos vom ersten Fisch ...

Später am Abend angelt der Nachbar und hat Erfolg! Also raus und nachgefragt - jetzt ist der Zeitpunkt, an
dem sie besonders gut beißen, sagt er, und ich schnappe mir auch die Angel und lege los. Es klappt tatsächlich!
Zufällig werden es jetzt vier Makrelen, die später im Eimer landen - oder habe ich aufgehört als es vier waren -
ich weiß es gar nicht mehr. Das ist morgen unser Abendbrot!
Kerstin nimmt sie aus und sie werden in Salz gelegt, denn morgen werden sie geräuchert ...



Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

ca. 100 Kilometer, Fahrzeit ca. 2 Stunden



Donnerstag, 18.08.
  13. Tag  


Urlaubstag - Ausruhen

   

Mit dem Boot fahren wir, Kerstin und ich allein, denn Tini und Niko machen sich heute einen ruhigen Tag,
erneut auf dem Fjord entlang zu einem Anleger und einem dazugehörigem Pfad, den wir gestern entdeckten.

Diesem werden wir heute hinaufsteigen. Wir legen an, 2 Kanus stehen schon hier.

   

Es geht steil bergan und man kommt schnell aus der Puste. ... wer hat wohl diesen Weg hier einmal gebaut?

   

Es geht direkt am Felsen hoch und oft sind die Stufen der Treppen in den Fels geschlagen. Im oberen
Bereich des Weges ist ein Geländer angebracht. Das erleichtert den Auf- und auch den späteren Abstieg sehr!
Dann stehen wir ziemlich weit oben und genießen den Blick in den Fjord auf die 7 Schwestern von .... m Höhe.

 

Ein Schiff der Hurtigruten kommt vorbei und fährt nach Geiranger. Einige Ausflugsboote sind auch unterwegs
und viele, viele Paddelboote. Diese kann man überall mieten. (auch an unserem Campingplatz). Mit ihnen kommt
man locker zu den 7 Schwestern und wieder zurück. An einem halben Tag sollte man mit der Tour fertig sein,
allerdings machen die Ausflugsboote und Fähren ordentliche Wellen ... immer schön Acht geben!

   

Wir machen uns an den steilen Abstieg und kommen gut am Wasser an, steigen ins Boot und fahren zurück
zum Campingplatz. Heute fahren wir nicht mehr mit dem Boot und es kann schon einmal aus dem Wasser
zum trocknen. Jetzt gibt es Kaffee und bald kann das Boot verstaut werden. Dank der Pumpe ist es recht
einfach, denn sie pumpt das Boot nicht nur auf, sie saugt auch die Luft aus den Kammern. Das hilft sehr
beim Verpacken. Dann sitzen wir in der Sonne. ... mit baden - Wassertemp: 11°C ...

   



Zwischenzeitlich sehen wir das Hurtigroutenschiff im Fjord vor Geiranger stehen und später auslaufen.
Schade ist, das sie keinen Filter in ihrer Abgasanlage benutzen ...

   

Nun ist es an der Zeit den Räucherofen zum Einsatz zu bringen. Es ist ein "Reiseräucherofen".
Er ist teleskopisierbar und dadurch recht klein. Bei uns reist er in der kleinen Box auf dem Mopedträger
mit. Zusammen mit dem Bootsmotor, so bleiben Gerüche einfach draußen.

Die Makrelen sind gesalzen und bereit in den Ofen gehangen zu werden.

Als ein ordentliches Glutbett vorhanden ist, kommen die Buchenspäne darauf und die Räucherei kann beginnen.
Dieser kleine Ofen macht es einem nicht leicht, aber mit ein wenig Übung geht es gut und so haben wir schon
bald leckeren geräucherten Fisch auf unseren Tellern.

  

Dazu haben wir Tini's -Kartoffelsalat. Der Nachtisch heute - Eis.

Am Abend gibt es noch ein Gespräch mit unseren sehr angenehmen Stellplatz - Nachbarn aus der Schweiz.
Morgen geht es für uns weiter ... unser nächstes Ziel ist der Trollstiegen und die Atlantikstraße.
 




 

 

 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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