Reiseberichte aus dem Wohnmobil,
 
Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan


mit dem Wohnmobil nach Norwegen

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Unser privater Reisebericht 2016

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Norwegen

Geirangerfjorden Camping - Trollstiegen - Atlantikstraße -
CP Skjerneset - Atlantiktunnel - Trondheim - CP Valdojan


Freitag, 19.08.
  14. Tag

Der Start heute ist für 8°° Uhr abgesprochen, jetzt ist es 8°° Uhr und die Motoren laufen. Abfahrt.

   

Eine aufgerissene Wolkendecke liegt im Fjord. Heute Nacht hat es bis in den Morgen geregnet,
jetzt sieht es wieder nach einem freundlich - sonnigen Tag aus.


Sofort geht es bergan. Schon auf dem Platz sind die Steigungen enorm und kurvenreich. Auf der "63" klettern wir
nun am Fjord so richtig nach oben. So früh am Morgen rechnen wir nicht mit viel Gegenverkehr und diese Rechnung
geht auf. Recht schnell erreichen wir die Aussichtsplattform, von der aus man über den Fjord auf den Ort Geiranger
sehen kann. Eine Fähre läuft aus, sonst ist nur wenig zu sehen, denn die dicke Wolkendecke liegt schwer und dicht im
Fjord zwischen den Bergen.

   

   

Auf der "63" geht's weiter, wir kommen am Eidsvatnet - einem See - vorbei. In Eidsdal fahren wir auf die Fähre
und überqueren einen Nebenarm des Geirangerfjord. Die Fährüberfahrt kostet 245,- NOK (26,31€) für 2Personen
und ein Mobil zwischen 7,01 und 8,00 m. Bei herrlichem Sonnenschein geht es auf der "63" weiter.

   

Bald finden wir einen schönen Platz zum Frühstücken. Neben uns rauscht ein Wasserfall, die Berge werden von der
Sonne angestrahlt, wenige Wolken ziehen vorbei und die Wälder strahlen eine enorme Ruhe aus.

   

Wieder auf der "63" unterwegs, geht es wieder recht steil bergan. Irgendwie haben wir die Baumgrenze
bald überschritten und nähern uns dem Trollstiegen.
Die thermisch bedingte und global auftretende Baumgrenze, jenseits derer auch keine einzelnen Bäume oder Baumgruppen mehr vorkommen
und mit der mittleren Temperatur in der Wachstumszeit von 6,4 °C unabhängig vom Breitengrad korreliert. Damit wird die Baumgrenze als
kältebedingte Grenze definiert, in der Baumwachstum unterhalb der 6,4 °C Isotherme während der Wachstumszeit nicht mehr stattfindet.*


   

Plötzlich kommen wir an ein Hochplateau, an dem viele kleine Steintrolle gebaut sind. Hier machen wir einen Stopp
und bauen selber einen kleinen Steintroll. Genau in unserer Richtung liegt eine dicke Wolke über der Straße.
Als wir weiterfahren, geht es genau hinein in diesen dichten Nebel ...

      



Leider liegt dieser Nebel über den Trollstiegen und wir schaffen es auch nicht durch eine kleine Wartezeit
den Nebel verziehen zu lassen. Diese Wartezeit gefällt den Frauen besonders, denn wir sind auf dem
Parkplatz am Souvenirshop angekommen ...

   

Der Kassierer kennt sich etwas aus und ist sich sicher, das der Nebel schon am Nachmittag wieder weg ist ...
Das ist uns zu spät, so fahren wir den Trollstiegen im Nebel hinunter. Auch hier haben wir nicht so viel Verkehr,
das macht die Abfahrt recht einfach und schön. Man kann auch einmal kurz stoppen und den Berg hinuntersehen.

   

Am Ende der Abfahrt gibt es noch ein Selfie.



Wir kommen nach Åndalsnes und biegen jetzt rechts ab, um den Romsdalsfjord zu umfahren.
Mittlerweile sind wir auf der RS"64".
Ein Riksvei (norwegisch: Reichsstraße) ist eine Hauptverkehrsstraße in Norwegen und in etwa vergleichbar mit der deutschen Bundesstraße.*
Bald erreichen wir die Fähre Sølsnes - Åfarnes und werden für 265,- NOK (25,24€) mit 
unserem 7,50m Mobil über den Langfjorden gebracht.

   

Nun bleiben wir auf der "64" und erreichen so die Atlantikstraße. Es nieselt ein wenig, doch es ist nicht kalt.
Die Atlantikstraße (norwegisch (Nynorsk) Atlanterhavsvegen) ist ein Abschnitt der norwegischen Reichsstraße 64 und liegt im
Fylke Møre og Romsdal, zwischen Molde und Kristiansund. Genau genommen umfasst die Atlantikstraße einen 8274 Meter
langen Abschnitt zwischen Vevang in der Kommune Eide und dem auf einer Insel gelegenen Kårvåg in der Kommune Averøy.
Durch ihren Verlauf mit acht Brücken über mehrere kleine Inseln ist die zu den Norwegischen Landschaftsrouten zählende
Straße eine Touristenattraktion. Auch Einheimische fahren gerne zum Angeln dorthin.*

Mit etwas Glück ergattern wir einen Parkplatz und auch einen Platz auf der Brücke. Bald schnurren die Angeln
und wir haben sogar Erfolg! Am Ende haben wir neun Makrelen im Eimer. ... wieder Makrelen ...

  

Kerstin putzt unseren Fang und nimmt die Fische gleich vor Ort aus.

Vier Fische werden wir räuchern und fünf werden wir grillen, soviel steht fest.
Noch ein Blick in den neu entstandenen Souvenirshop und wir fahren ab. Entschieden haben wir uns für
einen Campingplatz, der im Navi in der Nähe angezeigt wird.

Es ist der Campingplatz Skjerneset.
Der Platzwart ist nett, spricht gut deutsch und für eine Nacht ist der Platz ok. Unser Gefühl, das dieser Platz
speziell auf Angler und Fischer abgestimmt ist, bestätigt sich immer wieder. Wir werden heute Fisch essen
und wollen eine ruhige Nacht verbringen.

Hier auf dem vollen Platz können wir nur deutsche Fahrzeuge entdecken. Schnell finden wir schön gelegene Plätze
von denen wir in die Bucht sehen können. 20,-€ kostet die Nacht pro Platz. Ja - wir können bar in Euro bezahlen,
das Kreditkartenlesegerät des Platzes ist defekt.

   

Mit dem Räuchern der Fische beginnen wir. Als das Glutbett ausreicht, kommen Fische und Räuchermehl in den
Ofen und es geht los. Die frischen Makrelen sind wieder sehr lecker und wieder haben wir Tini's Kartoffelsalat
zum Fisch. Alles ist sehr lecker und kaum sind die geräucherten Fische gegessen, wird auf dem Grill nachgelegt.

Auch sie gelingen richtig gut und schmecken hervorragend. Immerhin sind sie ja auch selbst gefangen!

Nach dem Essen sitzen wir noch ein bisschen zusammen, doch irgendwelche Fliegen die fürchterlich beißen
können stören uns. So ziehen wir uns in die Mobile zurück und schlafen tief und fest. Der Platz ist sehr ruhig.

ca. 240 Kilometer, Fahrzeit ca. 5,5 Stunden

Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:



Samstag, 20.08.
  15. Tag  

Wieder geht es gegen 8°° Uhr los. Nach dem Entsorgen verlassen wir den Platz und sind bald auf dem Weg .

Das Ziel heute ist Trondheim. Zuerst durchfahren wir den Tunnel, der unter dem Atlantik nach Kristiansund führt.
Der Atlanterhavstunnel ist ein einröhriger Straßentunnel zwischen Kristiansund und Averøy in der Provinz (fylke) Møre og Romsdal.
Er hat im Verlauf des Fylkesvei 64 eine Länge von 5779 Metern. Der tiefste Punkt liegt rund 250 Meter unter der Meeresoberfläche.
*

   

Es geht erst einmal durch die Mautstelle vor dem Tunnel, dann geht es hinunter. Das Mobil hält der Motor nicht
an dieser Schräge, hier kann man immer schön bremsen. Deutlich ist es zu sehen, wenn man die tiefste Stelle des
Tunnels erreicht hat, denn von nun an geht es bergauf. Es geht richtig bergauf.

   

An der Ausfahrt des Tunnels haben wir nur noch 50 Km/h drauf. Die Fahrt durch Kristiansund ist nicht
spektakulär. Wir fahren gar nicht lange an der frischen Luft, denn der nächste Tunnel wartet schon auf uns.

Auf der "70" fahren wir direkt durch den Freifjordtunnel auf eine kleine Insel - Bergsøya- biegen danach links ab
und umrunden die Insel. Dabei fahren wir auf eine schicke Brücke zu, die Gjemnessundbroa. Fast ein bisschen
enttäuscht müssen wir abbiegen, um von nun an auf der "E39" nach Trondheim zu fahren.

Die Insel Bergsøya verlassen wir über eine gebogene Brücke und finden hier gleich am Wasser einen Rastplatz,
an dem wir jetzt Frühstücken können. Seit einer Stunde sind wir unterwegs und haben schon etwas Hunger.

   

Gesättigt fahren wir weiter und kommen nach etwa 20 Minuten an der Fähre Kanestraum - Halsa an.
Diese Fähre fährt zur Zeit (oder immer?) nur jede halbe Stunde.  ... vor 8 Minuten ist also hier die Fähre gefahren
und wir haben jetzt etwas Zeit, bevor wir für 307,- NOK (32,95€) den Atlantik zwischen den Inseln der
norwegischen Küste überqueren. Die Fahrzeit beträgt etwa 20 Minuten.

   

Dann sind wir auf der "E39" unterwegs und kommen nach etwa 2h in Trondheim an. Dem Navi haben wir einen
Platz am Hafen eingegeben. (Pir1 5b, 7010 Trondheim) Hier löst man am Automaten ein Ticket und hat es gar nicht
weit zur Stadt, die sich uns heute modern, frisch, herzlich, einladend, freundlich und nicht zuletzt sonnig präsentiert.

   

Die Frauen möchten - natürlich - shoppen und schnell findet sich ein wahrlich riesiges Einkaufszentrum.

Durch die Parktickets ist unser Aufenthalt in der Stadt auf ca. 3h begrenzt.

   

Den Fischladen, in dem wir vor 3 Jahren schon leckeren Fisch kaufen, finden wir wieder und nehmen uns
leckeren, frischen Fisch mit - und auch Walfleisch. Die Farbe fällt einem gleich ins Auge,
5 Stücken sind noch da - die nehmen wir mit. Wir gehen noch am Hafen vorbei zu den Mobilen
und kommen noch zu einen Rema1000, hier holen wir noch frisches Obst, Brot, Getränke usw.

 

Wir kommen zu den Mobilen, unser Rapido entriegelt wie gewohnt auf den Druck der Fernbedienung,
doch die Tür lässt sich nicht öffnen. Klemmt sie jetzt? Wir haben 2 Schlösser an der Hartal-Tür.
Das obere Schloss bleibt in der zweiten Stufe verriegelt. Es öffnet nicht. Ein kleiner
"Maden-Schraubenzieher" hilft, wenn er an der richtigen Stelle eingesetzt wird. So ist die Tür bald offen
und ich kann die Verkleidung entfernen. Siehe da - eine kleine Feder ist gebrochen, sie zieht die Verriegelung
aus dem Schloss. ... jetzt nicht mehr ... Hmmmm, der Schraubenzieher ist vorerst eine Hilfe, aber keine
Lösung. (später bewährt sich ein Gummi bis nach Hause)

                           

Wir fahren, nachdem wir einen Kaffee getrunken und Kuchen gegessen haben weiter. Wir haben uns heute für
einen Campingplatz ca. 40 Km südlich von Trondheim entschieden. Trondheim verlassen wir auf der "E6"
und
fahren bis Lundamo. In Lundamo kommen wir an einer Tankstelle vorbei und trauen unseren Augen kaum.
An dieser norwegischen Tankstelle bekommen wir den günstigsten Diesel unserer Reise bisher!
Ein kurzes Stück nach dem Ort biegen wir rechts ab in den Grinnivegen.

Über die "Gaula" führt eine schmale Brücke zu dem Platz.
Die Gaula ist ein Fluss in Sør-Trøndelag, Norwegen. Nachdem er am 1.288 Meter hohen Kjølifjellet unweit der schwedischen Grenze
seine Wasser zu sammeln beginnt, orientiert sich der Gaula-Fluss in nordwestliche Richtungen. In Holtålen stürzt der junge Fluss
einen Wasserfall hinab. Nach 145 an Gefälle reichen Kilometern mündet die Gaula in einen Seitenarm des Trondheimsfjords,
nur wenige Kilometer südöstlich der Stadt Trondheim.*

Puh - ist diese Brücke eng. Mit breiteren Reisemobilen kann man die Spiegel lieber anklappen!
Hinter der Brücke geht es links ab und der Platz Valdojan liegt vor uns.

Camping Laksefiske Valdojan

   

Als wir auf dem Platz ankommen staunen wir nicht schlecht, denn er ist leer. Einige Hütten sind vermietet,
die Rasenplätze haben wir komplett für uns allein. Die Gaula, die direkt neben dem Platz fließt, enthält Lachse.
Einige Angler sind hier und vom Ufer kommt immer wieder das Surren der Fliegenfischer an unser Ohr.
Oft müssen sie lange warten, bis ein Lachs anbeißt ... und dann hoffen sie, das es kein Weibchen ist.
(die müssen wieder freigelassen werden)

Neben uns steht eine Grillkota.
Eine Grillkota bezeichnet eine Hütte (meist mehreckig) aus Holz, in unterschiedlichen Größen, in der sich in der Mitte eine
Feuer- bzw. Grillstelle befindet. Grillkota leitet sich aus dem traditionellen Namen ab, kann aber auch Finnische Grillhütte,
Grill-Pavillon, Feuerkota oder einfach Grillhaus genannt werden.*

Nach Absprache mit dem Platzwart können wir sie nutzen. Dieser Platz kostet uns ohne Strom genau 20,-€.
Ohne Probleme können wir in Euro zahlen.

   

Das Walfleisch haben es behandelt wie Steak, die Maserung erinnert an Rind. Auch die Konsistenz entspricht
der von Rindfleisch. Mir persönlich schmeckt es sehr gut.

 

In der Kota ist schnell das Feuer entzündet und der Grillrost gereinigt. Gleich werden wir das Walfleisch
und Salat essen, später Stockbrot über der Flamme und der Glut rösten und uns schmecken lassen
.

Wir sitzen noch einige Zeit zusammen und können auf diesem sehr ruhigen Platz sehr gut schlafen.

 

Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:

Fähre:
heute: 307,- NOK
/ gesamt: 1722,- NOK

ca. 100 Kilometer, Fahrzeit ca. 2 Stunden

 

 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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