Reiseberichte aus dem Wohnmobil,
 
Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

Gedanken zum Besuch in Norwegen & Info

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Was macht man in Norwegen, oder was kann man hier in seinem Urlaub machen?

Nun - diese Frage können wir leicht beantworten: fischen, wandern, Rad fahren, klettern, paddeln, sonnen, baden, Ski fahren, Motorrad fahren, entspannen, Abenteuer erleben - alles ist möglich - einfach alles!

Solltest du, lieber Leser, eine Norwegentour in Erwägung ziehen, beachte schon im Vorfeld einige Dinge:

 

- Wie uns der Norweger sieht ...
 
  Jedes 2. ausländische Wohnmobil/Wohnwagen kommt aus Deutschland.
Die Camper verstopfen die Straßen und machen sie kaputt, ernähren sich aus mitgebrachten Dosen und halten überall an, wo sie wollen. Sie übernachten sogar "freistehend" wo sie wollen, obwohl es mit Campingfahrzeugen verboten ist. Sie fischen die Gewässer leer und lassen ihren Dreck (eben die Dosen) zurück.
Weder gehen sie essen, noch kaufen sie etwas ein, weil ihnen alles zu teuer ist.
Es ist hart, aber sind wir mal ehrlich:
Camper fahren wie unter einer Glocke durchs Land. Man spricht deutsch, isst deutsch, denkt deutsch, liest deutsch, kleidet sich deutsch und lernt nur Norweger kennen die beruflich mit Touristen zu tun haben. Das sind in der Regel Tankwarte, Rezeptionistinnen von Campingplätzen, Museumskartenverkäufer und Kassierer auf Fähren. Wen interessiert es wirklich was bleibt, wenn man die "ach sind das schöne Holzhäuser hier in den Bergen"- Brille absetzt?
... wir machen ja Urlaub hier ...
(wir sind genau so, keine Frage ... aber hin und wieder sehen wir über den Tellerrand)
 
- Norwegen ist teuer ...
 
  Eine kleine Tasse Kaffee (kein Pott) kostet im Schnitt 3,10 €.
Der Liter Diesel kostet zwischen 1,85€ und 1,95€. (in D 1,32€)
Milch und Nahrungsmittel sind etwa 38% teurer als in Deutschland.
Campingplätze, die sehr einfach ausgestattet sind kosten 30,-€ / Nacht, 4 Minuten Warmwasser 0,70€.
Fährüberfahrten mit zwei Personen und einem 7,50m Mobil kosten etwa 18,- bis 30,- €. (es summiert sich!)
Eine Schachtel Zigaretten kostet ca. 13,-€.
Angeln in Süßwasser (z.B. Lom) kostet am einem Tag 6,20€, für 2 Tage 12,40€ und für die ganze Saison 31,48€.
Fischen in Salzwasser ist kostenlos.
 
- Straßenverkehr ...
 
  Es wird mit Licht gefahren. Norwegen liebt Kreisverkehre und Tunnel.

Wir haben die Norweger als aufmerksame, rücksichtsvolle Kraftfahrer kennen gelernt.
(beim wandern am Landstraßenrand - oft geht es nicht anders - weichen sie z.B. weit aus oder bremsen stark ab)
Selbst Europastraßen sind durch die Felswände und Schluchten oft sehr schmal.
Die eigene Fahrzeugbreite muss man sicher einschätzen können, sonst wird es schnell panisch. Die Begegnungen erfolgen überraschend und schnell (die Norweger sind es gewohnt) und besser fährt, wer sich eine gewisse Weitsicht angewöhnt und z.B. die Ausweichbuchten nutzt.
Verkehrsverstöße sind verdammt teuer. Besser man fährt immer ohne Alkohol und nie zu schnell.
Schon parken im Kreuzungsbereich kostet 340,-€. Zwanzig Km/h zu schnell entspricht etwa dem Preis der Fähre Oslo-Kiel. (800,-€)
Es geht ruhig zu hier im Norden. Anfangs staunt man, wenn man auf dem Navi liest: 300 Km Fahrstrecke - 6 Stunden Fahrzeit Die Geschwindigkeit auf den Landstraßen ist auf 60, 70 und recht selten auf 80 Km/h beschränkt. Das kostet Zeit, bringt aber Ruhe in Verkehr und den Urlaub. Oft ist man überrascht, das man bei 60 Km/h auf der Landstraße vom der hinter einem fahrenden Corvette nicht überholt wird. Es gibt Tage, da können wir auf den 6. Gang verzichten, denn 60 oder 70 Km/h geht besser im 5.!
Viele Straßen sind in schlechtem Zustand. Oft wird man ordentlich durchgeschüttelt.
Die größte Gefahr lauert an Fußgängerüberwegen in Städten oder Dörfern! Diese sind immer mit einem Hügel versehen, der wenigstens 10 cm hoch ist. Keine Kante - nein, eine 10 cm Erhöhung, etwa so lang, wie der Überweg breit ist. Spätestens nach 2 Versuchen dort "abzuheben" hat man es gelernt und fährt ganz langsam heran.
 

- Tunnel ...
 
  Die Norweger sind Weltmeister im Tunnelbau. Was wir hier unter Tage gesehen haben, ist unbegreiflich und enorm  Abwechslungsreich. Während der eine Tunnel hell und freundlich, beleuchtet und weiß gestrichen ist, sind andere Tunnel dunkle Löcher in denen man die erste Minute nichts sieht, wenn man aus der Sonne kommt ...
Kreuzungen und Straßengabelungen in den Tunneln sind dabei noch normal, doch spätestens wenn man in einem Tunnel wie an dem Gewinde einer Schraube nach oben / unten fährt staunt man, wie so etwas möglich ist ...
Das Straßennetz wird momentan aufwändig ausgebaut, so treffen wir auf viele Baustellen.
 
- der Norweger ...
 
  Es gibt nicht viele Norweger. Lediglich ca. fünf Millionen.
Sie sind stolz auf ihr Land und sie sind Norweger - keine Skandinavier!
Sie leben die echte Demokratie. Sie sagen, was sie denken und es ist straffrei. Meinungsäußerungen in Zeitungen hätten in Deutschland längst den Staatsanwalt auf den Plan gerufen.
Norweger sind ruhig, freundlich und ausgeglichen.
Alkohol ist in Norwegen nicht nur teuer, er wird auch nur in speziellen Läden zu festgelegten Zeiten verkauft. An diesen Läden steht "Vinemonopol". Hier gibt es "Hochprozentiges" ab 5%.
Laut dem Buch "Gebrauchsanweisung für Norwegen" trinkt der Norweger am Freitag Bier. Das macht er im Garten oder zu Hause, denn in der Öffentlichkeit ist Alkohol trinken verboten.
 
- Preikestolen ...
 
  Für den Aufstieg zum Preikestolen benötigt man dringend feste Schuhe. Am besten eignen sich Wanderschuhe, die man möglichst schon eingelaufen hat. Ein Wanderstock könnte auch hilfreich sein, auf den kann man sich ein bisschen stützen, während man in sehr unwegsamen Gelände unterwegs ist.
Unterwegs gibt es nichts zu kaufen. Mit ein bisschen Glück kann man etwas Wasser aus einem Gebirgsbach schöpfen. Besser ist es, man nimmt sich etwas mit. Da der Weg sehr anstrengend ist, eignen sich Energie-Riegel oder andere süße Riegel. Deren Zucker geht sofort ins Blut und wird als Energie in die Muskeln geleitet.
Trinken bitte nicht vergessen!
In den Rucksack gehört auch eine Jacke! In 600m Höhe kann es sehr kalt sein im Nebel und Regen!
Am Campingplatz des Preikestolen ist an der Tür der Rezeption ein tagesaktueller Wetterbericht vom Felsen.
Das Wetter ist gänzlich anders als im Tal, zumal man auch noch die Bergseite wechselt ...
(auf unserer 3-wöchigen Norwegenreise haben wir keinen getroffen, der dort oben Sonnenschein erlebt hat oder heruntersehen konnte, also nicht enttäuscht sein )
 
- Flåmbahn ...
 
  Eine einfache Fahrt (Flåm - Myrdal) ist ausreichend, denn wirklich eintauchen in diese fantastische Natur des Flåm-Tals kann man nicht mit der Bahn.
Hierfür muss man laufen oder man borgt sich an der Endstation der Bahn ein Fahrrad für den Weg hinab. (21 Km) Beim Einsteigen in den Zug in Flåm solltest du dich in Fahrtrichtung rechts auf einen Platz mit einem zu öffnenden Fenster setzen. Die einfache Fahrt dauert etwa eine Stunde.
 

 

 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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