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Kerstin & Stefan


mit dem Wohnmobil nach Portugal

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Unser privater Reisebericht 2014

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Frankreich - Normandie

Normandie, Omaha Beach - Museum Memorial
Soldatenfriedhof La Cambe, Colleville-sur-Mer


Sa, 19. Juli 2014

Regen prasselt auf unser Dach. Gestern Abend wurde es schon in den Nachrichten vor der Wetterkarte erklärt,
heute haben wir das Wetter ...
"zwischen Paris und London hat sich durch warme Luft aus Afrika und auf einander treffende Tief- und Hochdruckgebiete ein großer
Wirbel gebildet. In diesem Wirbel kann es zu lang anhaltenden, starken Regenfällen und starken Wind mit orkanartigen Böen kommen"
.
Wind haben wir keinen böig-starken, aber Den ausgiebigen Regen und das ist gar nicht so schlecht, denn nun können
wir ganz beruhigt noch ein bisschen liegen bleiben und versuchen noch einmal einzuschlafen.

Dennoch frühstücken wir vor dem Mobil als es aufhört zu regnen, denn die Luft ist warm. Es sind noch 24°C.
Der Tisch ist gedeckt und gerade braten die Spiegeleier, da beginnt es wieder zu regnen. Die Markise schützt
uns so gut, das wir beim Frühstück auf das Meer sehen können und deutlich die Regenwolken sehen können.

  Heute wollen wir uns den Ort ansehen. Als wir aufbrechen haben wir uns für Regenjacken entschieden.
Eine gute Wahl, denn schon am Strand erwischt uns wieder der Regen.

... schnell noch ein "Selfie" machen!

Ein Selfie ist eine Art Selbstporträt, üblicherweise mit einer Digitalkamera oder einem Smartphone auf Armeslänge aus der eigenen Hand aufgenommen.*

Gerade sind wir auf dem Weg und tauchen wieder in die Geschichte ein und sehen gleich am Strand einen ersten Bunker,
der von den hier stationierten deutschen Soldaten genutzt, mit einer PaK bestückt war. Die gesamte Strandpromenade
ist so angelegt worden und die Bauten und Bunkeranlagen integrieren sich förmlich in die Landschaft.


Diese durch seinen frei stehenden Heeresregelbau bekannte Widerstandsnest wurde durch viele Kriegsbilder bekannt,
da hier die amerikanischen Truppen nach der Landung einen Kommandoposten zur Koordination der anlandenden
Fahrzeuge und Abfahrt über die hier beginnende Strandausfahrt errichtet hatten.
Ausgestattet war das Widerstandsnest mit einer 5cm Kampfwagenkanone in einem Kleinstschartenstand
(Heeresregelbau Typ 667) sowie diversen feldmäßig errichteten Bauwerken im dahinter liegenden Hügel.

Auf unserem Weg zum Museum entscheiden wir uns das Gräberfeld der US Soldaten anzusehen. Doch so sehr
wir auch suchen und gucken - wir finden es nicht, dafür kommen wir aber zum damaligen feldmäßig von den
Alliierten eingerichteten Flugplatz (es sind heute nur noch Infotafeln) und mehreren kleinen Kasematten mit Kanonen.

Der Friedhof ist nicht zu finden und so kehren wir um. Nun kommen wir durch den Ort Vierwille-sur-mer.
Vierville ist eine französische Gemeinde mit 37 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Manche in der Region Basse-Normandie.
Vierville liegt in einer flachen Region und ist landwirtschaftlich geprägt. Durch das Dorf verläuft die Departementsstrasse 913.*

- - - -

Omaha Beach Museum, musee-memorial-omaha

 Nach einiger Zeit kommen wir an das Memorial Museum des Omaha Beach.

  Bildquelle

Das Museum ist interessant, doch leider geht man hier nur wenig auf alle Besucher ein. Sehr sehr viele deutsche
Gäste sehen sich die Ausstellung an. Keine Beschreibung der vielen Fundstücke, kein Hinweis - nichts hier ist in
deutscher Sprache beschrieben. In einem Raum läuft sogar ein Film über die Invasion. Länge ca. 10 Minuten.
Der Film mit den Heldentaten der Sieger läuft in englischer Sprache und französischen Untertiteln und etwa
1Minute nach dem Ende des Films startet der gleiche Film in französischer Sprache mit englischen Untertiteln ...

Obwohl hier in keiner Weise auf die Verteidigungsstellungen und/oder strategischen Überlegungen der Wehrmacht
oder der Angreifer eingegangen wird und nur wenige Zahlen genannt werden (bezüglich Truppenstärke oder Verluste)
ist es sehr interessant die liebevoll hergerichteten, aufgebauten und ausgestellten Gegenstände zu betrachten.

Am Nachmittag kommen wir zum Mobil zurück und haben plötzlich wieder gutes Wetter. Die Sonne strahlt wieder
vom fast wolkenlosen Himmel. An der Kreuzung der Einfahrt zum Campingplatz befindet sich ein kleines Museum.
Hier kann man zwischen verschiedensten Kanonen und Landungsbooten und anderen Kriegsuntensilien ein Eis essen
oder Kaffee trinken. Etwa 9 Kilometer entfernt vom Campingplatz befindet sich ein ehemals wichtiger Verteidigungspunkt
an einer strategisch wichtigen Stelle. Diesen werden wir uns heute noch ansehen, es ist der

Pointe du Hoc

Für diese Strecke nehmen wir unser Moped und nun strömt zum ersten Mal frische französische Seeluft durch den
Luftfilter und wird zum Verbrennen in unserem 50ccm Zweitakter gebraucht. Wir kommen an den Pointe du Hoc an,
parken in der Nähe des Einganges und stürzen uns ins Getümmel. Das es hier so voll ist haben wir überhaupt nicht
erwartet. So kommen wir mit all den anderen Besuchern zu einem großflächig angelegtem Bunkerareal.
Pointe du Hoc (fälschlicherweise auch Pointe du Hoe genannt) ist ein 500 Meter langer und etwa 30 Meter hoher Abschnitt an der Steilküste
an der Calvadosküste in der Normandie etwa 6,4 km von dem von den Alliierten Omaha Beach getauften Strandabschnitt entfernt.
Am D-Day, während der Operation Overlord im Zweiten Weltkrieg, schaltete ein US-amerikanisches Ranger-Bataillon bei Pointe du Hoc
deutsche Stellungen aus.*

Nach einem beeindruckenden Eingangsportal ist der Weg frei zum Plateau.
Bombardiert, zerschossen, von Rangern erstürmt nur um dann fest zu stellen, dass keine Geschütze in den Bunkern waren. So die Geschichte
des Point Du Hoc in der Kurzfassung. Die eigentliche Geschichte ist weit umfangreicher und zeigt eines der großen Militärischen Probleme auf:
Die Aufklärung, die hier versagt hatte und zum Tod vieler führte, die die Klippen erstürmten.
Quelle

Die Bombentrichter sind noch deutlich zu sehen. Die Bunker stehen dort wie eh und je, sind teilweise zerstört
und die Kanonen sind abgebaut. Viele der unzerstörten Unterstände sind begehbar, aber unbeleuchtet.

Am Point du Hoc wurden die beiden einzigen Heeresregelbauten des Typs 694 - Schartenstand für Geschütze auf Drehsockel mit 120°
Schartenöffnung und ohne Nebenräume - erbaut, die sich am Atlantikwall finden. Beide wurden aus Formsteinen erstellt und bei der
Bombardierung zur Vorbereitung der Landung, sowie beim Beschuss der Schiffe am Landungstag selbst, stark beschädigt.
Quelle

 

In den vordersten Bunker der Meeresseite wurde ein Schwert aufgesetzt. Es soll wohl die Zerschlagung darstellen?
Erklärungen zu den verschiedenen Bunkern oder der Einsatz der Kanonen oder deren Wirkung am D-Day - Fehlanzeige!
Der Verbleib der Besatzungen dieser Verteidigungsstellung - Fehlanzeige! - Warum gibt es dazu nirgendwo Angaben?



Auf dem Rückweg halten wir an dem Museum an der Abzweigung zum Campingplatz "Omaha Beach".
Zum ersten Mal sehen wir hier an der Normandie am Omaha Beach unter anderen eine deutsche Fahne wehen.

Wir finden einen Parkplatz an einer 8,8 Flak.

Die 8,8-cm-FlaK 18/36/37,
auch „Acht-Acht“ oder „Acht-Achter“
 genannt, war eine vorwiegend im
Zweiten Weltkrieg gebaute und
 eingesetzte deutsche Flugabwehr-
kanone, die auch häufig gegen
Bodenziele zum Einsatz kam.*

Die Kanonen sehen wir uns an, einen "Willis' Jeep" und Scheinwerfer der Luftabwehr, Flak und PAK usw.
Der Willys MB gilt als der Urahn aller so genannten „Jeeps“. Er wurde aufgrund einer Ausschreibung der US-amerikanischen Armee ab dem
Jahre 1940 entwickelt. Die US-Armee suchte damals ein kleines und geländegängiges Fahrzeug, das relativ billig und in großer Stückzahl
hergestellt werden konnte. „Er ist treu wie ein Hund, stark wie ein Maultier und flink wie eine Bergziege“ beschrieben US-Soldaten
während des Zweiten Weltkriegs ihr Allzweckfahrzeug.*

Hier reicht uns ein Kaffee zwischen dem ganzen Kriegsgerät und bald geht es zurück zum Platz.
Vor dem Abendbrot gehen wir noch einmal hinunter zum Strand. Hier hat die Ebbe gerade eingesetzt. Schnell steigen
wir in die Fluten und erfrischen uns. Die Wassertemperaturen sind angenehm und es ist herrlich!

Zum Abendbrot gibt es Nudeln und eine selbst gemachte Tomatensauce. Rezepte

Ein Glas Rotwein rundet das Essen ab ...

Zum Abend können wir nun noch einmal so richtig die Sonne genießen, die jetzt ohne Wolken vom Himmel scheint.
So lassen wir diesen anstrengenden Tag (wir sind ja viel gelaufen heut) ruhig ausklingen.


Sa, 19. Juli 2014

Es ist bewölkt aber nicht kalt, so können wir vor dem Mobil frühstücken. Vorher holen wir uns am Eingang
des Platzes zum Frühstück frische Croissants (2,-€/St) und ein Baguette (1,- €/St).
Croissant (von französisch croissant (de lune) = zunehmende Mondsichel), in der Schweiz auch Gipfel(i), in Süddeutschland
teilweise Hörnchen) ist ein französisches Gebäck aus schwach gesüßtem, eihaltigen Plunderteig. Gute Croissants haben
eine mattglänzende, zarte, rösche Kruste und eine blättrige Krume. Croissants sind beliebte Frühstücksgebäcke.*

Heute werden wir wieder mit unserer Simson SR50 einige Kilometer zurücklegen. Der Plan sieht einen
Besuch auf dem deutschen Soldatenfriedhof vor und auch den amerikanischen Soldatenfriedhof werden
wir uns ansehen.
Wir fahren bald schon ab. Bei der Anreise konnten wir an einer Kreuzung ein Hinweisschild entdecken.
Es ist nicht sehr groß - kannst du es sehen? (klicke aufs Bild ...)

Auf dem Weg zur Kreuzung kommen wir an einem kleinen Laden vorbei und sehen hinein. Ein paar
Dinge aus der Region würden wir ganz gern mitnehmen. Sei es eine Flasche Wein, einen Käse oder
etwas Obst, ein Baguette oder ähnliche Dinge die man mit der Normandie oder mit Frankreich in
Zusammenhang bringen würde. In diesem Teil des Landes aber unterscheiden sich die Dinge ein wenig ...

 

... und erinnern irgendwie immer an das eine ... den D-Day.

Wir sind unterwegs und legen die 16 Kilometer entspannt und unproblematisch zurück. Das Navi
leitet uns prompt zur Autobahn ... die können und wollen wir aber nicht fahren! Zum Glück führt
ein Weg mal rechts und mal links der Autobahn auch zum Ziel. So kommen wir an.

deutscher Soldatenfriedhof La Cambe

 

Der Soldatenfriedhof von La Cambe (franz. Cimetière militaire allemand de La Cambe) ist eine deutsche Kriegsgräberstätte in
der normannischen Gemeinde La Cambe nahe der Stadt Bayeux in Frankreich. Dort ruhen mehr als 21.000 deutsche Soldaten,
die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind.*

Seit Mitte der 1990er Jahre gibt es ein Informationszentrum am Friedhof zum Gedenken an die Operation Overlord,
bei der im Sommer 1944 über 100.000 Menschen starben, Amerikaner, Briten, Deutsche, Franzosen, Kanadier,
Polen und Angehörige anderer Nationen. Auch mindestens 14.000 französische Zivilpersonen fanden den Tod.
Die menschlichen Schicksale und die Versöhnung stehen im Vordergrund. Für die Besucher gibt es eine
ständige Ausstellung über den Volksbund Deutsche Kriegsgräber. Die Suche nach Kriegsgräbern ist dort in der
Gräber-Datenbank möglich. In einem Friedenspark um den Friedhof stehen 1.200 Ahornbäume aus Spenden.*

Die Anlage war zunächst eine Kriegsgräberstätte, die während des Krieges durch den Bergungs- und Identifikationsdienst
für gefallene Soldaten (Graves Registration Service) der United States Army am Rande der Kampfzone angelegt wurde.
Amerikanische und deutsche gefallene Soldaten der See- und Luftstreitkräfte wurden in zwei benachbarten großen Grabfeldern bestattet.*

Die Neugestaltung des Friedhofes begann unmittelbar nach der offiziellen Übergabe der Kriegsgräberstätte. Im Jahr 1958 wurde durch
ein internationales Jugendlager der Friedhof erweitert und an der Aufschüttung des sechs Meter hohen Tumulus gearbeitet.
La Cambe wurde offiziell am 21. September 1961 als deutsche Kriegsgräberstätte eingeweiht.
Der Tumulus wird von zwei Statuen flankiert und ist durch ein großes dunkles Basaltlavakreuz markiert. Dort sind 207 unbekannte
und 89 identifizierte deutsche Soldaten in einem Massengrab beigesetzt. Um den Tumulus angeordnet,
befinden sich 49 rechteckige Grabfelder mit jeweils bis zu 400 Gräbern, die auf einer grünen Rasenfläche durch Grabplatten gekennzeichnet sind.*

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist anders als die amerikanische und die Commonwealth War Graves Commission auf Spenden
 angewiesen. Während der Sommerferien pflegen Jugendliche in Workcamps freiwillig die Gräber, besuchen amerikanische und deutsche
 Kriegsgräberstätten, Gedenkstätten, die Landungsplätze der Invasion und nehmen an der Gedenkfeier mit Veteranen und dem Bürgermeister
von La Cambe teil.*

   

Etwas später wird der Soldatenfriedhof voller und er wird richtig gut besucht.

   

Es sind etwa 18 Kilometer zum Soldatenfriedhof der Amerikaner.

Colleville-sur-Mer

Mit dem Moped werden wir schnell auf einem Motorrad-Stellplatz auf dem gut besuchten Parkplatz eingewiesen.
Das World War II Normandy American Cemetery and Memorial wurde als Ehrung für die während der Operation Overlord gestorbenen
US-amerikanischen Soldaten am 8. Juni 1944 von der 1. US-Armee gebaut.*

Der Friedhof befindet sich bei Colleville-sur-Mer in der Normandie, Frankreich. Er liegt östlich von Saint-Laurent-sur-Mer und nordwestlich
von Bayeux, sowie etwa 274 km westlich von Paris. Das Areal umfasst 49 ha (122 Acres) und beinhaltet 9387 Gräber. *

   

Zu Beginn des Films Der Soldat James Ryan von Steven Spielberg aus dem Jahre 1998 besichtigt der Protagonist James Ryan das Grab
des fiktiven Captain John Miller (gespielt von Tom Hanks). Dieses Grab wurde eigens für die Filmszene auf dem Friedhof platziert
und danach wieder entfernt.*

Der Größenunterschied beider Friedhöfe ist enorm. Die beiden folgenden Bilder zeigen die beiden
Friedhöfe aus der Google-Maps-Luftaufnahme in der möglichst gleichen Größe.

Während des Rückweges zum Campingplatz gehen wir baden. Das Wasser des Ärmelkanals ist sehr
angenehm warm und doch erfrischend.

 

Heute Abend gibt es Kartoffelecken und Kasslerkammfleisch.

Nach dem Abendbrot gehen wir noch einmal über den Platz und sind erstaunt, wie voll es geworden
ist. Morgen ist unser Abreisetag und wir schlafen gut in dieser Nacht.

 

 
   
   

  

 
* Zitat Wikipedia      
   

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