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Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil nach Schottland

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Unser privater Reisebericht 2012

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Mit dem Wohnmobil nach Schottland

Grenze Schottland - Oban


4. Tag, Mittwoch

Es ist 13:30 Uhr, als wir in Schottland ankommen.

Die Gegend ist beeindruckend. So stellt man sich Schottland vor. Irgendeinen Film hat jeder schon gesehen
von schottischen Rittern, Freiheitskämpfern und anderen Helden. Sie könnten hier auf ihren Rössern entlang
reiten und stören würde dieses Bild nur die ein oder andere Satellitenschüssel oder ein Windrad.
Die Häuser, Kirchen, Schlösser und Burgen, die entlang der Straße stehen, scheinen unverändert
und von der Zeit und jeglicher Veränderung verschont geblieben zu sein.

Das Wetter ist auch, wie man es sich vorstellt. Bisher nieselt es fast immer.
Hin und wieder wird der Niesel durch richtigen Regen unterbrochen.

Bei einer Niederschlagsintensität von bis zu 0,2 Millimeter je Stunde spricht man von einem leichten, bei 0,2 bis 0,5 Millimeter je
Stunde von einem mäßigen und bei über 0,5 Millimeter je Stunde von einem starken Sprühregen. In Österreich, insbesondere im
Salzkammergut, wird ein wegen der Nordstaulage meist länger anhaltender Nieselregen auch Schnürlregen genannt.*

Wenig Zeit vergeht bisher ohne das Tropfen vom Himmel fallen - egal, wie groß sie sind ...
Die Prognose der nächsten Tage wir an der Straße angezeigt, sieht auch nicht so schön aus:

 

An Glasgow fahren wir vorbei und steuern den nächsten Campingplatz an. Den Blair Drummond Caravan Park.
Dieser ist ca. 35 Km von der großen schottischen Stadt entfernt und liegt malerisch in der wunderschönen Natur,
von einer etwa 5m hohen, uralten Mauer umgeben, völlig abgeschieden. In der Rezeption steht eine echte Schottin.
Jegliche Verständigungsversuche scheitern. Leider spricht sie, als hätte sie eine "Wolldecke" im Mund. Als wir
ihr sagen, das wir sie nicht verstehen und sie "simple und slow" sprechen möge, spricht sie genau wir vorher
- nicht langsamer und nicht einfacher. (google maps)

Als wir unseren Platz gefunden haben (heute bezahlen wir 24,50£) warten wir bei einem Kaffee unter der Markise
einen gewaltigen Regenschauer ab, denn es ist nicht kalt und sehen uns die kleine Kirche ganz in der Nähe an.

       

       

Hier ist gleich nebenan eine Grundschule und ein Friedhof. Wir haben hier ein Dorf vermutet, doch hier ist
bis auf die Kirche und der Schule nichts! Auffällig ist die Vegetation. Im Moment herrschen 23 Grad und es
 ist dauernd feucht. Klar wächst und gedeiht hier alles wie verrückt.

Nach unserem kleinen Spaziergang essen wir zu Abend. Heute haben wir Gemüse vom Grill und Schafskäse mit
Peperoni und Frühlingszwiebeln. Brot toasten wir auf dem Grill und lecker schmeckt unser Abendbrot!

427 Km, überwiegend Autobahn einige Landstraßen, ca. 80- 90 Km/h, Verbrauch ca. 10,7 ltr

5. Tag, Donnerstag

Wir frühstücken, waschen ab und starten. Die Rezeption ist noch nicht besetzt, doch wir haben eine Karte
bekommen, die die Schranke öffnet. Für die nächste Zeit verhindert eine neue Einstellung im Navi uns über
Autobahnen zu leiten. So fahren wir ausschließlich Landstraßen. Diese sind allerdings oft sehr eng. An den
Rändern der Straßen stehen oft Hecken. Einen Standstreifen gibt es nicht. Auch die Kurven sind eng und
oft sehr scharf.  Glücklicherweise steht vor diesen Kurven "SLOW" auf der Straße ... langsam.

Bald kommen wir nach Luss. Es ist ein ganz kleines Dorf. In der Karte ist es nicht einmal als Ort verzeichnet,
doch es ist schön hier! Ein ganz kleines bisschen zeigt dieses Dorf die Ursprünglichkeit Schottlands, die man so
gern entdecken möchte. Gleich an der Hauptstraße, neben dem großen Parkplatz, sind auch Souvenirläden.
Wir laufen durch den Ort und kommen zum

Loch Lomond

Loch (Aussprache: [lɔx], mit kehligem «ch») ist das schottisch-gälische Wort für einen See, eine Meeresbucht oder einen Fjord (englisch Firth).
Das Wort entstammt dem altirischen loch, rekonstruierte indogermanische Wurzel wäre *laku-, wie in lateinisch lacus, engl. lake.

In Schottland werden die meisten Wasserflächen Loch genannt. Dies gilt für nichtfließende Gewässer aller Art, egal ob es sich um natürliche
Binnenseen, Stauseen oder Meeresarme handelt. Kleinere Seen werden zum Teil auch als Lochan, selten als Lochie bezeichnet; wiederum
gibt es einige wenige größere Seen, die trotz ihrer Ausdehnung Lochan genannt werden. Eine Definition, ab welcher Größe ein See wie zu
bezeichnen ist, existiert nicht.*



Der Loch Lomond darf sich als "Prinzessin" der Gewässer auch Lake nennen - übrigens als einziges Loch hier
in Schottland ...

Der Loch Lomond (Aussprache: [ˌlɒχ ˈloʊmənd]; gälisch Loch Laomainn) ist ein See 23 km nordwestlich von Glasgow. Er liegt in den
Unitary Authorities Argyll and Bute, West Dunbartonshire und Stirling. Loch Lomond ist seit 2002 Teil des Nationalparks Loch Lomond
and the Trossachs und gilt als der schönste See Schottlands.*

Hier sehen wir auf den höchsten Berg der Region, der seinen Gipfel hinter tiefhängenden Wolken verborgen
halten will. Wir schlendern durch den Ort, sehen uns die Häuser an und bewundern die Umgebung und den
kleinen Bach, der sich durch den Ort schlängelt.

Das Wetter ist fast Super, es ist warm und es regnet heut gar nicht.
Na ja - nicht immer ... hin und wieder nieselt es wenigstens ein bisschen ...

Trotzdem nutze ich den See (und nichts anderes ist ein "Lake" oder "Loch"), um zu baden.
Mutig geht es ins Nass - und wieder heraus ... Haua - haua - haua - ist das kalt!
Doch jetzt soll es sein und wenigstens 3 oder 4 Schwimmzüge werden ja wohl drin sein??


Jedenfalls ist es schön, als nach dieser wirklich kleinen Runde im Wasser das Gefühl zurück in die Füße
kommt ;o) Fast wie bei einer Kneip-Kur!

Von Luss fahren wir über die A82 / A83 nach Inveraray.
Landschaftlich ist es so überwältigend schön, es ist kaum möglich, diese gewaltige Natur auf Bildern darstellen
 zu wollen. Den kläglichen Versuch könnt ihr gern hier betrachten. (wie immer klickt einfach auf die Bilder)

   
   

  Im Reiseführer ist Inveraray erwähnt und zeigt sich genau so, wie dort beschrieben.
Über eine sehr alte Brücke fährt man auf den Ort zu. Von der Brücke fällt der Blick auf das Inveraray Castle.




Nur ganz kurz kann man es sehen, doch es ist Beeindruckend. Es passt einfach in die Landschaft, so soll
Schottland sein, so stellt man sich insgeheim Schottland vor und so IST Schottland.



Das Schiffsmuseum, das letzte Segelschiff mit Metallrumpf, ist geschlossen. Es sieht aber auch so aus,
als wäre es schon länger geschlossen.

Liebevoll hergerichtet ist einer großen schottischen Attraktionen - das alte Gefängnis des Ortes am Ende der
Mains Street. Hier wird die Geschichte des "Jail" fantastisch dargestellt.




Puppen sind im Gerichtsraum positioniert und Stimmen werden eingespielt.



Die Zellen sind teilweise mit Puppen besetzt, die zeigen, was hier früher passierte. Auch hier werden Geräusche
und Gesänge eingespielt, Geschrei und Gebrüll und man erwischt sich dabei, wie ein kleiner Schauer des
Grauens über den Rücken krabbelt...



Wer hier in Inveraray vorbeikommt, sollte sich dieses Gefängnis ansehen.
2012 haben wir pro Person 8,95
£ (11,45€) bezahlt.

In der Mains Street essen wir EINE Portion Fish & Chips.

Fish and Chips (kurz Fish ’n’ Chips) ist ein Gericht aus in Backteig frittiertem Fischfilet (Fish) und dicken frittierten Kartoffelstäbchen (chips).
Sie gelten als inoffizielles Nationalgericht des Vereinigten Königreiches und sind bis heute ein fester Bestandteil der englischen und
schottischen Küche und Esskultur, auch wenn sie in den letzten Jahren an Popularität verloren haben. Chips sind die britische Variante
der Pommes frites, sind aber meist dicker als die in Deutschland üblichen Pommes frites und eher weich statt knusprig.*

Diese Portion ist so gewaltig, wir haben beide zu tun, diese Portion zu schaffen. Auf jeden Fall ist es sehr lecker. Längst
nicht so fettig, wie wir es aus London kennen. Glücklicherweise haben wir vorher die Größe der Portion gesehen ...


Riesenportion und Superlecker!

Trotzdem wir hier in jeden Laden gehen, jedes Regal ansehen und viel anfassen, haben wir noch nichts gefunden,
was wir mitnehmen möchten.  ... aber alle Läden hier in Schottland haben wir ja noch nicht gesehen ...




Ein netter Brauch ist es in den kleinen Läden von dem Inhaber einen Keks zu bekommen. Er hat oft einen Teller mit
runden Keksen bereitstehen. Diese sind in 8 Teile gebrochen und wir haben es als eine Art Gastgeschenk verstanden.


Bald geht es weiter Richtung Oban.
Oban ist eine Stadt mit etwa 8.140 Einwohnern (Schätzung 2004)[1] in Argyll and Bute an der Westküste Schottlands. Sie liegt in einer Bucht,
der die kleine Insel Kerrera vorgelagert ist, so dass Oban sich durch eine sehr geschützte Lage auszeichnet.
Der Ort mit heute fast städtischem Charakter war bis ins 19. Jahrhundert hinein ein kleines Fischerdorf.*

Kurz hinter Loch Awe finden wir auf der linken Seite, etwas im Wald versteckt, die St. Conan Kirche.



In der Nähe von Oban gibt es einen Campingplatz, North Ledaig Caravan Park, den haben wir im Navi gefunden und
fahren hin. Dazu verlassen wir die A85 und es geht über eine Brücke über den Loch Etive auf die A828 Richtung

Fort William



Es ist ein Riesenplatz. Der Einweiser hat uns gerade zu unserem Stellplatz begleitet, da sehen wir - es handelt sich
hier um eine Camperstadt! Terrassenförmig sind die Parzellen zum Loch Linhee angeordnet.
Regen kommt übers Loch und die Reiselektüre liegt bereit ...




Wieder sind die Duschen vorbildlich, die sanitären Anlagen perfekt sauber, die Rasenflächen super angelegt
und die Plätze vorbildlich mit Kiesel gefüllt. Die Nacht hier kostet für uns 20,85 £. Strom, Wasser, Ver- und
Entsorgung und Duschbenutzung inklusive. Der Regen zieht über das Loch und  kommt nicht zu uns, so
können wir heute bei ganz leichtem Nieseln vor dem Mobil essen.

Nach dem Abendbrot (Tomatensalat, käsegefüllte Putenbrust und Olivenbaguette mit Kräuterbutter und Frühlingsquark)
 laufen wir am Obam-Flugplatz vorbei und können noch einmal ein Blick auf die Brücke werfen, die wir heute
bei der Anreise überquert haben. Bei unserem kleinen Abendspaziergang legen wir 5,6 Km zurück.
Leider müssen wir einen Teil des Weges auf der Landstraße zurücklegen.
Rad- oder Fußwege gibt es hier scheinbar nur sehr selten.

Die Freundlichkeit und Ausgeglichenheit der Menschen fällt hier richtig auf. Auf der Straße freuen sie sich,
wenn die Sonne kurz herauskommt und teilen es anderen, zufällig auf der Straße laufenden (also auch uns)
einfach mit! Wenden wir mit dem Mobil -und bei den engen Straßen ist es richtig knapp- drängelt keiner,
hupt niemand. Jeder wartet und bleibt ganz entspannt. Bei einer kurzen Pause am Straßenrand passiert uns,
das ein Einheimischer kommt und fragt, ob er helfen kann oder welches Problem wir haben.

 


 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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