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Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil nach Schottland

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Unser privater Reisebericht 2012

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Mit dem Wohnmobil nach Schottland

Dunrobin Castle - John o Groats


9. Tag, Montag

Kein Regen. Es ist das Erste, was uns beiden auffällt, als wir gegen 7:00 Uhr wach werden. So geht es nach dem
Frühstück los. Das Ziel heute ist John O' Groats. Vor uns liegen etwa 160 Km. Das ist nicht so viel, doch wenn man
verschiedene Castle oder auch Ruinen ansehen möchte, die Natur bewundern oder das Land genießen möchte,
vergeht die Zeit viel zu schnell. Als erstes halten wir beim

Dunrobin Castle

Dunrobin Castle ist ein Schloss an der Ostküste von Schottland und Sitz der Familie des Duke of Sutherland.
Mit 189 Zimmern ist es das größte Wohngebäude in den nördlichen Highlands.*

Eine imposante Einfahrt, ein gepflegter Weg zum Landsitz, ein wunderschönes Schloss, doch da wir etwas zu früh
hier stehen, können wir noch nicht hinein. Sie öffnen ihr -scheinbar bewohntes- Museum erst in zwei Stunden.
Das ist uns zu lange. Durch die Pferdekoppeln des Anwesens führt der Weg zur Landstraße zurück.

Auf der A99 fahren wir 'gen Norden. Wir kommen durch Wick und am Ende des Ortes gibt es wieder einen
Tesco-Supermarkt. Diese Supermärkte haben eigene Tankstellen deren Preise unter dem Schnitt der anderen
liegen. Wir holen etwas Obst und ein paar Kleinigkeiten, dann geht es schon weiter. In Reiss, einem kleinen Ort
hinter Wick, biegt die A99 scharf rechts ab. Plötzlich kann man auf der rechten Seite einen Leuchtturm sehen.
Am nächsten Parkplatz wenden wir und finden einen Weg zu diesem Leuchtturm.

Es ist das "Nose Head lighthouse" und das Hauptquartier des Sinclair Clans. Ob es erlaubt ist,
bis auf den Hof des Leuchtturms zu fahren, wissen wir nicht, aber es geht.

Gerade als wir abfahren, sehen wir eine Ruine an der Steilküste. Es gibt einen Parkplatz und Informationstafeln.
Es handelt sich um die Ruinen des "Castle Sinclair Girnigoe".
Girnigoe and Sinclair Castle sind zwei Burgruinen etwa fünf Kilometer nördlich von Wick in den schottischen Highlands.*

Ganz allein können wir uns die Ruinen ansehen, kein anderer Besucher ist hier. Eine Tafel erwähnt Prinz Charles,
der hier zu Besuch war. Typisches Küstenwetter - frischer Wind und leichter Nieselregen.


Ein Castle sehen wir noch, doch es sieht schon von Weitem nicht sehr einladend aus, so fahren wir weiter in den
letzten und ersten Ort Schottlands. Es sind nur noch wenige Kilometer bis

John O' Groats

John o’ Groats ist ein Ort in der Grafschaft Caithness an der Nordostspitze Schottlands (heute Teil der Region Highland).
Er hat etwa 300 Einwohner (2007).*

Hier steuern wir den Campingplatz an und für 16,50£ stehen wir hier eine Nacht. Da es nicht so voll ist und
wir keinen Strom benötigen, haben wir Glück und können auf dem ersten Platz am Wasser stehen.
Aus dem Fenster sehen wir die Orkney Inseln.
Orkney (engl. Orkney Islands; dt. veraltet auch Orkaden; weiterhin gebrauchtes Adjektiv: orkadisch) ist ein aus etwa 70 kleineren und
der Hauptinsel Mainland bestehender, zu Schottland gehörender Archipel. Er liegt nördlich von Caithness in Sichtweite der
schottischen Nordküste, von dieser durch den Pentland Firth getrennt.*

Nun gehen wir durch den Ort. Selbstverständlich drängen sich hier oben die Souvenirläden dicht an dicht.
Doch auch dieser Ort hat ein Postamt, eine Tankstelle, eine Feuerwehr und einen Hafen (im Moment ohne Fähre).

Das Angebot unterscheidet sich nur wenig. Wir finden kein Restaurant und essen an einer Imbissbude
"Fish und Chips".
Noch einmal sehen wir, ob sich in den Läden etwas geändert hat -hat sich aber tatsächlich nicht ;o)

Das ist vielleicht ein Wind hier oben! Zu allem Übel fängt es jetzt auch noch an zu Nieseln.
Es dauert nicht lange und wir sind ordentlich durchgefroren. Im Mobil gibt es erst einmal einen Kaffee und ein
bisschen Wärme. Hier bereiten wir uns auf den nächsten Spaziergang vor.
Es geht zu Kerstins Land hier oben in John O' Groats, das sie zur "Lady Kerstin of John O' Groats" macht.
Lady (engl. Dame, von altengl. hlæfdige „Brotkneterin, Brotmacherin“) bezeichnet allgemein eine vornehme Dame. Die männliche Variante ist Lord
oder Sir.
Lady ist im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland die Anrede für die Ehefrau eines Lords, eines Knights (Ritter) oder
Baronets, in bestimmten Fällen auch für die Töchter eines Peers (siehe Höflichkeitstitel), oder für eine Peeress eigenen Rechts.
Früher war es der Titel der englischen Königin und der Prinzessin.*


Ich frage sofort an der Rezeption des Campingplatzes nach und bekomme eine genaue (englische) Antwort am
Stadtplan: "Hinter der Kurve links befindet sich das Land, welches ihre Frau zur Lady macht"
sagt mir der nette ältere Herr und lächelt mich an, während er mit dem Finger den Punkt auf der Karte markiert.

Nun sind wir unterwegs und laufen dem Ortseingang entgegen. An der Tankstelle des Ortes finden wir einen
"Farm Shop". Schon steuern wir darauf zu und stehen plötzlich im Laden des Vertrauens. Tolle Sache!

Wir haben noch einen Fußweg von ca. 20 Minuten und finden auf der linken Seite "unser" Land und können
es ansehen und betreten. (so ganz richtig gehört es uns ja nicht)
Lady Kerstin of John O' Groats
schreitet über ihre Besitztümer ...
... und freut sich über ihr Anwesen hier im Norden Schottlands.


(die Eingeborenen sehen zu ...)

Auf dem Rückweg sehen wir uns die "Großbaustelle" des Ortes an. Hier entstehen Ferienhäuser im ganz
großen Stiel. Ob es hier in die Gegend passt, ob es den Ort aufwertet - wir wissen es nicht.

Die kleinen Häuschen sind gut ausgestattet.
Ob sie den Betreibern der kleinen B&B Anbietern hier im Ort gefallen bleibt sicher fragwürdig ...
Als Bed and Breakfast (auch Bed ’n’ Breakfast oder Kurzform B&B) bezeichnet man in den englischsprachigen Ländern eine Unterkunft
bei Privatleuten, in deren Preis immer ein zumeist warmes Frühstück enthalten ist. Das B&B entspricht noch am ehesten der im
deutschsprachigen Raum als Privatzimmer angebotenen Unterkunftskategorie. Eine Pension bzw. Privatpension hingegen firmiert im
englischsprachigen Raum zumeist unter dem Begriff Guest-House, wobei in solchen „Gasthäusern“ das Frühstück häufig nicht im
Zimmerpreis enthalten ist.*

Nach einem ausgedehnten Spaziergang am Wasser machen wir uns einen gemütlichen Abend. Einen Strand
gibt es nicht, hier ist es steinig und flach. Man sieht es bei Ebbe, wie sich die Steine in den Atlantik ziehen.
Viele Algen machen die Steine glatt.


10. Tag, Dienstag

Wieder beginnt der Tag mit Regen. Dicke Tropfen klopfen auf unsere Dachfenster, während wir sonst
so gut geschlafen haben hier oben in John O' Groats auf dem Campingplatz.
Gestern haben wir eine Leuchtturm ganz hier in der Nähe leuchten sehen. Heute, bevor wir weiter
Richtung Westen fahren wollen, werden wir ihn natürlich besuchen.
Nach 3 Meilen stehen wir auf einen Parkplatz vor dem Turm.



Dort kommen wir mit einem anderen Besucher ins Gespräch und erfahren, das hier gleich in der Nähe
die beiden berühmten Felsen sind, dort an den Seehundbänken, wo man die Seehunde sehen kann ...
WAS??? Wo man die Seehunde sieht - berühmte Felsen?
Davon haben wir nichts gewusst. In keinem Reisebericht hat jemand so etwas erwähnt.
Jetzt machen wir uns mit Fernglas und Regenjacke auf dem Weg und folgen dem in das Gras getrampelten
Weg. Es geht vorbei an Schluchten, in denen unzählige Vögel brüten, geschützte Buchten in denen das Wasser
gemächlich hin- und herwiegt und plötzlich stehen sie vor uns die beiden Felsen, die tatsächlich sofort auffallen.

Kerstin sieht lange durch das Fernglas und nach etwa 5 Minuten hat sie sie gesehen. Seehunde!
Es liegen tatsächlich Seehunde auf den Felsen! Wir zählen 8 Stück. Immer wieder gleitet
 einer von ihnen ins Wasser und nachdem wir gesehen haben, wie sie schwimmen - Kopf
 mit ganz großen, schwarzen Augen aus dem Wasser und hin und wieder nur ganz kurz
 mal abtauchen - sehen wir immer mehr!


Der Seehund
(Phoca vitulina) ist eine in allen nördlich-gemäßigten Meeren verbreitete Robbe
aus der Familie der Hundsrobben. Seehunde sind im Vergleich zu der anderen an deutschen Küsten
verbreiteten Robbe, der Kegelrobbe, kleine und schlanke Robben (Männchen etwa 170 cm,
Weibchen 140 cm, Gewicht 150 beziehungsweise 100 kg).*
 

Selbst auf dem Weg zurück sehen wir sie in den Buchten schwimmen, die vorher ganz leer aussahen...
Sie sind, für den ungeübten Blick, fast von Treibgut auf dem Wasser nicht zu unterscheiden.
Man bekommt aber sehr schnell einen Blick dafür und erkennt sie dann recht schnell!

Nun kommen wir an die Bucht, in der die Vögel brüten. Da sehen wir noch einmal hin,
stehen am Zaun und - ja - was fliegt denn da vorbei?
Ein Papageientaucher!

Hier brüten also zwischen den vielen Möwen die Papageientaucher (Puffin)!
Der Papageitaucher (Fratercula arctica) ist eine Vogelart aus der Familie der Alkenvögel (Alcidae).
Die Art brütet in Erdhöhlen an und auf Klippen oder an deren Fuß im nördlichen Atlantik sowie im westlichen Nordpolarmeer.*

Hier haben wir sie gar nicht erwartet, denn erwähnt werden sie in den Reiseführern an der Westküste ...

Nun verlassen wir John O' Groats in Richtung Thurso.
Thurso ist eine im äußersten Norden von Schottland gelegene Hafenstadt. Der gälische Name lautet Inbhir Theorsa.*

 


 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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