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Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil nach Schottland

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Unser privater Reisebericht 2012

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Mit dem Wohnmobil nach Schottland

Rubha Reidh Lighthouse - Edinburgh


12. Tag, Donnerstag

Wir frühstücken im Mobil, draußen ist es einfach zu kalt. Das Thermometer zeigt 13 Grad ...
Heute Vormittag werden wir uns den Leuchtturm ansehen, so geht es gleich nach dem Frühstück
los. Zum Leuchtturm kommt man  problemlos mit dem PKW, aber leider nicht mit dem Wohnmobil.
Das hohe Gras am Straßenrand streift auf einer Seite immer am Mobil,  so eng ist es hier. Das
nehmen wir in Kauf, doch als die erste Brücke kommt wird klar - hier geht es nicht weiter ...



So ziehen wir zu Fuß los. Hier ist es schon sehr Einsam, nur noch ganz vereinzelt stehen Schafe herum und
fressen Gras. Es gibt hier die 2,10m breite Straße, niedere Büsche, etwas Gras, viel Torf und uns zwei Beide.

So ziehen wir 4 Km dahin und kommen dann an den Leuchtturm. Dieser sieht aus, wie alle anderen, die wir bisher
besucht haben. War etwa nur ein Architekt in Schottland mit den Leuchttürmen beschäftigt?

   

Dieser hier ist aber gut besucht, denken wir gerade, als an der Tür das Schild in Sicht kommt.
Es ist ein Hostel geworden ... Tolle Idee!

Die Bezeichnung Hostel hat sich heute in Deutschland wie auch international für Unterkünfte etabliert, die sich speziell an
Rucksacktouristen richten, also individuell Reisende mit niedrigem Budget.*


Der Rückweg ist ähnlich anstrengend, wie schon der Hinweg vermuten ließ. Plötzlich scheint die Sonne mit voller
Kraft und als auch noch der Wind nachlässt, wird uns schnell heiß. Vor allem zieht es sich der Weg gaaaaanz lang
hin, doch irgendwann erreichen wir das geparkte Mobil und starten unseren Weg in Richtung "Loch Ness".


In der Nähe von Inverness kommen wir durch den kleinen Ort Mir of Ord.
Hier gibt es eine Destillerie verrät die Werbung an der Straße und wir werden aufmerksam.

Eine Brennerei, oft auch Destillerie genannt, dient der Herstellung von stark alkoholhaltigen Spirituosen aus nur schwach alkoholhaltigen
Ausgangsstoffen. Die Aufkonzentrierung des Alkohols erfolgt nach dem Prinzip der Destillation, in diesem Zusammenhang spricht man
jedoch auch von Brennen. Als Brennerei oder Destillerie wird sowohl das Gebäude, in dem die benutzten Apparaturen stehen, als auch
das betreffende Unternehmen bezeichnet.*

Bei einem Schottlandbesuch, so finden wir, ist der Besuch einer Destillerie unumgänglich.
So ist also ein Besuch 'eh fest eingeplant und diese Chance lässt sich gut nutzen.

Der Parkplatz ist noch nicht ganz voll und wir finden schnell einen Platz. Dann geht es hinein
und - was für ein Glück - die Führung  beginnt gleich! 12 £ kostet der Eintritt für 2 Erwachsene.
Es wird selbstverständlich Englisch gesprochen. Für eine solche Führung reichen unsere Englischkenntnisse
leider nicht aus, doch liest man sich den deutschen Info-Zettel durch, kann man den Ausführungen gut folgen.



Es ist recht interessant. Am Ende der Führung gibt es einen "THE SINGLETON OF GLEN ORD".
Der hier vor 12 Jahren gebrannte und eingelagerte Single Malt schmeckt ähnlich, wie es hier in der Destillerie
überall riecht. Immerhin wissen wir ja nun, wie er entstanden ist und sogar in welchen Fässern er lagerte.

Der letzte Raum der Führung ist ein Shop. Hier gibt es  Whiskys aller schottischen Destillerien und
auch Erklärungen zu den anderen schottischen Brennereien. Soweit ich folgen konnte, hat jede Brennerei
 "ihr" spezielles Wasserloch. Im wahrsten Sinne des Wortes, jeder holt sein Wasser aus einem Loch ... ;o)

Auch andere Dinge werden hier angeboten:

- Whisky-Gläser in Dosen,
- Glas-Whisky-Karaffen
- Honig mit Whisky,
- Marmelade mit Whisky und
- Früchte mit Whisky.

Sehr angenehm ist die Ungezwungenheit. Möchte man nichts kaufen, geht man einfach wieder.



Am Rand des Parkplatzes stehen die einzelnen Lagerhäuser des Whiskys.
Der Sinn ist nahe liegend, jedoch erst nach der Erklärung:
Ein Brand, ein Sturmschaden oder ähnliche Unglücke können "nur" einen kleinen Schaden anrichten.
In großen Lagerhallen könnte der reifende Whisky mehrerer Jahrzehnte zerstört werden.

Unser Ziel im Auge, fahren wir weiter.
Hinter einer Kurve taucht plötzlich der größte See Schottlands auf. Das

Loch Ness

 ist jedem bekannt, keine Frage.

Loch Ness (schottisch-gälisch: Loch Nis) ist ein Süßwassersee im schottischen Hochland. Er liegt in der Unitary Authority Highland
etwa 10 Kilometer südwestlich von Inverness im Great Glen. Gemessen an der Wasseroberfläche von 56,4 km² ist Loch Ness nach
Loch Lomond der zweitgrößte See Schottlands. Er verfügt aber aufgrund seiner Tiefe über das mit Abstand größte Wasservolumen
aller schottischen Seen.*

 

Gibt es hier das berühmte Monster - wird sich Nessie uns zeigen?

Unten am Loch Ness steht die Ruine des Castle Urquhart.
Urquhart Castle ist eine am Loch Ness gelegene Burgruine. Der nächstgelegene Ort ist das etwa 2,7 km entfernte Drumnadrochit.*

Die kann man schön von der Straße sehen. Parken ist frei, jedoch für die alte Ruine sollen wir 7,40 £ bezahlen.
Vor kurzer Zeit noch, in den Highlands waren Ruinen alle frei zu begehen ...

Urquhart Castle ist ein beliebter Bestandteil von Schottland-Rundreisen, entsprechend gut besucht ist die Ruine. Zur Anlage gehört ein
 Busparkplatz sowie ein großes Besucherzentrum, das neben einem kleinen Museum auch über einen sehr großen Souvenirverkauf,
ein Kino sowie über ein Café verfügt. Die Anlage ist ganzjährig geöffnet.*

Ein Campingplatz wartet in der Nähe. Auf dem "Loch Ness Camping and Caravan Park" zahlen wir für die
Nacht 22,- £.  Wie üblich ist alles inklusive.
Es ist schön. Wir stehen direkt am See und haben freien Blick durch unser "Wohnzimmerfenster" darauf.

 

Das Fernglas liegt immer griffbereit, doch ein Ungeheuer - nee - das haben wir nicht entdeckt.
Da das Loch stellenweise bis 300m tief ist, ist das Wasser auch entsprechend kalt ...

... gerade bei einem Bad merkt man es wirklich sehr deutlich!

Selbst die Schotten nickten bewundernd und voller Erfurcht, als ich mit nassen Haaren und Handtuch zum Mobil
zurück gehe. Manche riefen, wie kalt der See doch sei, lachten freundlich und hielten die Daumen hoch ...

(... unter uns Freunde - es war saukalt!!! Vom Steg bis ans Land schwimmen - die Fingerspitzen + Zehen waren weiß und erstarrt ...)


Abendbrot mit Blick auf den Loch Ness


13. Tag, Freitag

Heute sind einfach 246 Km zu fahren. Wir möchten nach Edinburgh.
Den ganzen Samstag haben wir für diese Großstadt eingeplant. Die Autobahnen haben wir im Navi noch abge-
schaltet, so geht es über Landstraßen. An den Linksverkehr gewöhnt man sich, jedoch an Abbiegungen zuerst
nach rechts sehen, das geht nicht in den Kopf. Von dort kommen aber die anderen zu erst ...

Sonst ist das Fahren sehr entspannt, denn die Schotten sind sehr rücksichtsvolle, ruhige und besonnene Fahrer.
Fehler verzeihen sie mit einem freundlichen Winken. Keiner hupt oder drängelt. Die Kreisverkehre werden hier
zweispurig befahren, aber auch nicht alle, denn manchmal haben Kreisverkehre 3-spurige Einfahrten ...

   

Einen Campingplatz in der Nähe der Stadt haben wir uns herausgesucht. Es ist der "Edinburgh Caravan Club Site".



Als wir auf den Campingplatz fahren und uns anmelden wird es schon schwer noch einen freien Platz zu finden,
dabei ist es erst 14 Uhr!

Nun stehen wir im Norden der Stadt, am Firth of Forth. Busverbindungen gehen alle 12 Minuten in die Stadt,
nur die Haltestelle ist 1,5 Km entfernt - einen Haken muss die Sache ja haben...
Einen Spaziergang wagen wir und gehen Richtung Hafen.
Nun kommen wir durch ein Stadtteil, der vor langer - vor sehr langer Zeit- bestimmt mal gut aussah.
Heute ist hier alles etwas unaufgeräumt, gruselig und ungastlich.
Einen ganz alten Leuchtturm sehen wir plötzlich am Straßenrand. Ganz unscheinbar säumt er die Straße.

     

Zum neuen Hafen kommen wir gar nicht mehr, es ist uns zu weit. (6,5 Km) Der alte Hafen (3,8 Km) sieht so aus,
wie er heißt. Als wir am Hafenbecken stehen, ist auch noch Ebbe, das macht den Anblick noch trostloser.
Ein paar kleine, alte Boote liegen hier im alten Becken. Am neueren Hafen sehen wir einen Leuchtturm stehen.
Diesen sehen wir uns selbstverständlich an und es geht zurück zum Platz.

   
lighthouse newhaven Edinburgh

Bald kommen wir wieder am Campingplatz an und bereiten uns auf den Tag morgen vor - wir machen heute nichts mehr!


14. Tag, Samstag

Da ist es wieder, dieses Geräusch.
In der Nacht war es schon zu hören, doch jetzt ist der Morgen angebrochen und es wäre schön, dieses Prasseln auf
dem Dach wenn die Regentropfen klopfen ... könnte aufhören ;o) Na das kann ja toll werden - Regen in Edinburgh.

Edinburgh (schottisch-gälisch Dùn Èideann deutsch Edinburg, amtlich City of Edinburgh) ist seit 1437 (Ermordung Jakob I., bis dahin Perth)
die Hauptstadt von Schottland. Seit 1999 ist Edinburgh außerdem Sitz des Schottischen Parlaments.*

Doch beim Frühstück - was für ein Glück- wechselt der Regen erst in Nieseln und hört dann sogar ganz auf. Wir
machen uns dennoch mit regenfesten Jacken auf den Weg. Bald stehen wir an der Bushaltestelle (Bus Nr.16) und
der Doppelstockbus kommt. Von oben kann man gut sehen. Nach etwa 20 Minuten sind wir in der Stadt.

Aufgefallen ist uns das der Bus an jeder Haltestelle hält. Das ist ja normal - doch der Abstand der
Bushaltestellen beträgt manchmal nur 400m! Einmal ist nur eine Kreuzung zwischen 2 Haltestellen ...
In der Georg Street steigen wir aus und gehen nun auf der Princes Street in die Stadt.

Es ist fantastisch. Die Innenstadt besteht zu 90% aus alten Häusern, kleinen Castle und vielen Kirchen.
Manche Parks sind Friedhöfe mit Gräbern von 1780.

       

In einem der alten Häuser verspricht eine Werbetafel ein Kaffee in der 3. Etage. Es ist eine Bücherei und sieht innen
so aus, wie es das Äußere der Hauses verspricht. Aus dem Fenster können wir die Princes St. und das Castle von
Edinburgh sehen.

   

Auf der Straße sind wahnsinnig viele Busse unterwegs. Nicht nur auf dieser Straße, in der ganzen Stadt ist es so!

Immer wieder steht an der Straße ein Schotte, oder jemand, der Dudelsack spielt. Immer typisch angezogen lassen
sie sich gern einen kleinen Obolus für Fotos geben.

Schön ist, das durch die Straßen immer eine Dudelsackmusik zieht. Das passt hier sehr schön zu den alten Häusern.



Im Restaurant "Albanach" in der High Street essen wir zu Mittag. Hier gibt es das schottische Nationalgericht "Haggis".


Haggis ist eine Spezialität aus der Schottischen Küche und besteht aus dem Magen eines Schafes, paunch genannt, der mit Herz, Leber,
Lunge, Nierenfett vom Schaf, Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Haggis ist mit Pfeffer scharf gewürzt, und das Hafermehl verleiht ihm
eine etwas schwerere Konsistenz als Wurst.*

In Edinburgh laufen wir weitläufig um das Castle, entdecken den Bahnhof und sehen uns den Markt an,
der gerade stattfindet und  steigen nach dieser großen Runde in den Bus und fahren zum Campingplatz zurück.

Das war wirklich ein anstrengender Tag und er klingt ruhig aus ...


 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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