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Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil nach Schottland

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Unser privater Reisebericht 2012

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Mit dem Wohnmobil nach Schottland

Blackpool - Gravelines


15. Tag, Sonntag

Man mag es kaum glauben, doch gerade heute, als wir unsere Reise in den Süden antreten
scheint schon am frühen Morgen die Sonne. Selbstverständlich nicht immerzu, das wäre
zuviel des Guten, doch oft lugt sie zwischen den Wolken durch. Wobei - wäre eine Stadttour
wirklich besser, wenn die Sonne scheint und es warm ist?
Auf dem Weg zur Morgentoilette sind wieder einige Schotten auf dem Weg. Sie bestaunen
das Wetter, begrüßen sich und alle anderen auf dem Platz herzlich und nett. Wir haben uns
schon fast daran gewöhnt, merken aber erst später, wie nett der Umgang hier in Schottland
wirklich ist - nämlich schon am nächsten Morgen hören wir nur mürrisches
                             ... Morgengeknurre ...

Nach dem Frühstück geht es gleich los. Wir haben uns entschlossen, uns im Süden Englands die Stonehenge anzusehen.
Damit wir vorankommen sind dem Navi die Autobahnen wieder erlaubt. Die erste Stunde geht es über Landstraßen,
dann geht es über mehrere mehrspurige Kreisverkehre - das klappt und der schlechte Zustand der Autobahnen
verhindert selbst bei größter Müdigkeit ein einschlafen ...  Heute kommen wir bis Blackpool.

Das Schild kann man fast als Warnung auffassen. Eines merkt man aber sehr deutlich, sobald man auf andere
Menschen trifft. Es wird nicht mehr gegrüßt. Diese freundliche "Hey there", "Hallo", "Nice Weather" oder
"everythink ok?" vermissen wir plötzlich. Auch auf den Straßen ist es plötzlich wieder richtig voll!


Das Navi bringt uns zu einem Campingplatz.
Die erste Frage, ob wir Mitglied sind, müssen wir verneinen.
Daraufhin werden wir gebeten, wieder zu fahren.
Das hinterfrage ich noch einmal, aber es ist wirklich wahr.
Zufahrt nur als Mitglied des englischen Caravan und Camping Club.
Die Mitgliedschaft kostet 23,-£ im Jahr, erklärte man uns.
Weitere Vorteile (außer auf manche Plätze fahren) habe ich nicht verstanden.
Ist auch egal - in Schottland erlebten wir keinen Platz auf dieser Gemeinschaft
obwohl es auch dort diese Plätze gibt ...

ein Beispielbild

Beim nächsten Platz, dem Kneps Farm Holiday Park ist die Zufahrt so eng, das wir es fast aufgeben wollen,
doch hinter dieser Einfahrt versteckt sich ein neu gestalteter, ordentlicher Platz, auf dem wir im Schein der Sonne
Kaffee trinken können. Ein Wall oder Deich verhindert im Moment die Sicht auf das Wasser, glücklicherweise
aber auch, das der Wind uns erreicht.

Am Hinterausgang des Platzes finden wir zufällig den Country Park. Hier gehen wir eine Runde.
Im - durch die Ebbe - ausgetrockneten Flussbett "stecken" die Segelboote auf ihren Schwertern. Interessant!

Noch besser: das Wetter passt, die Sonne scheint und es ist warm. So kommt es, das wir nach langem auch
zum Abendbrot wieder vor dem Mobil sitzen können.

Ähmmmm - wir sitzen während des Grillens und während der ersten Bissen vor dem Mobil.
Den Rest essen wir drinnen und sehen uns den Regen an, der vom böigen Wind an die Fenster geklatscht wird ...


16. Tag, Montag                      

                                             DAUERREGEN!

Das heißt folgendes: ein Reisetag steht an.
"Kilometerfressen" ist heute angesagt.
Es ist nicht weit bis zur Autobahn und ein Hörbuch ist schnell eingelegt.
Heute hören wir uns eine Biographie an:

Whitney Houston
.
Whitney Elizabeth Houston (* 9. August 1963 in Newark, New Jersey; † 11. Februar 2012 in Beverly Hills, Kalifornien)
war eine US-amerikanische R&B-, Soul- und Popmusik-Sängerin, Schauspielerin und Filmproduzentin.*

Wir fahren ca. 400 Km, die 4 Cd's sind durch, da stehen wir vor

Stonehenge

Stonehenge ist ein in der Jungsteinzeit begründetes und mindestens bis in die Bronzezeit benutztes Bauwerk in der Nähe von Amesbury
in Wiltshire,
England, etwa 13 Kilometer nördlich von Salisbury. Es besteht aus einer Grabenanlage, die eine Megalithstruktur umgibt,
welche wiederum aus mehreren konzentrischen Steinkreisen gebildet wird. Die beiden auffälligsten Steinkreise sind dabei ein äußerer
Kreis aus Pfeilersteinen, die von Decksteinen überbrückt  werden, sowie eine innere hufeisenförmige Struktur aus ursprünglich fünf Trilithen
(jeweils zwei Tragsteine, die von einem Deckstein überbrückt werden). Dazwischen befinden sich weitere Strukturen aus kleineren Steinen
sowie Löchern im Boden.
Weitere Megalithe sowie zwei Hügelgräber finden sich in unmittelbarer Nähe.*

Wir navigieren mit Tom Tom. Es ist Schade, das man als Sonderziel nicht einmal das Weltkulturerbe "Stonehenge"
eingeben kann. Über einen Umweg (Google Maps) können wir uns helfen und die Adresse herausfinden.
Dann sehen wir sie schon aus der Ferne.

Auf dem Parkplatz wollen sie uns nicht haben. " No Camper Sir!" rufen sie uns zu, die Wächter des Parkplatzes.
Huch - was denn jetzt? "Were can we stay with Camper? Maiby overnight?" frage ich schnell. Sie zeigen einfach
 in die nächste Seitenstraße und - na klar - da stehen ja schon andere Mobile ...
Ach So - der Parkplatz war mit Bussen gefüllt und durch den ständigen Regen konnte man den gepflasterten
Bereich nicht mehr verlassen. Der lehmige Boden lässt unter diesen Umständen keinen Gast mehr fahren!
Das Mobil stellen wir zu den anderen Campern auf den Schotterweg und gehen los.

Vom Parkplatz aus geht es nach dem Bezahlen unterirdisch zum Steinkreis.
Der Eintritt von 7,80£/Person ist durchaus gerechtfertigt.

Jeder Gast bekommt ein Audioguide und auf dem Weg um die "hängenden Steine" gibt es interessante
Erklärungen zu diesem Weltkulturerbe.
Wahnsinn - wir sind in Stonehenge!!!


Immer noch DAUERREGEN!

Zum Mobil zurückgekehrt, führt uns Tom Tom zum 15 Km entfernten Campingplatz, vor dem wir bald stehen.
Da ist es wieder, das Schild des Camperclubs.
ONLY FOR MEMBERS steht dort all zu deutlich. Wieder hilft der ADAC Campingplatzführer.
Jetzt fahren wir zum "Nurseries Touring Caravan Park"

Schon zeitig ist der sehr versteckt liegende Platz gut ausgeschildert. Es ist nett hier. Alt, aber nett. Als wir
ankommen ist die Rezeption geschlossen. Ein alter Engländer kommt ohne Gruß, stellt sein
Golfplatzelektrokarren vor uns und geht in die Rezeption, dreht das Schild "close" um. Nun ist "Open".
Wir steigen nun zum 2. Mal aus und klären die übliche Geschichte mit dem Platz.
"Hallo! We need a Place for one Night without elektrik. We are two persons without animals.
My carnumber is BRB-SW607 usw..."  Nun haben wir den Platz für 18,70 £. (23,20 €)

Auch hier gibt es Probleme mit der Feuchtigkeit. Mehrere Plätze sind völlig aufgewühlt. Sicher wollte hier
einer nicht ohne seinen Wohnwagen abfahren ...
Zum Abend hört der Regen tatsächlich ganz kurz auf, um nach einer halben Stunde wieder anzufangen.
Egal, Abendbrot gibt es im Mobil. Morgen geht es nach Dover, das sind etwa noch 250 Km.


17. Tag, Dienstag

Als wir wach werden, fallen keine Tropfen aufs Dach. Was für eine Freude! Es ist sogar warm! Es ist ein schöner Platz. Hier steckt richtig viel Liebe im Detail und die mürrische Art des Chefs war vielleicht Tagesformabhängig? Das Waschhaus ist zwar alt, doch sauber und gepflegt. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt - an keinem der zahlreichen Wasserhähne kann man einen Schlauch anschließen. Für den Schlauch selber sind die Hähne zu dick ... bei einem englischen Camper habe ich vor ein paar Tagen eine Art "Gummitrichter" mit Schlauchanschluss gesehen.  Gute Idee - der klemmt auf jedem Hahn!

Wir sind wieder unterwegs und Dover liegt vor uns.

14:30 Uhr stehen wir am Schalter der P&O Ferries und möchten gern ein Ticket für die Nachtfähre haben.
Bei der Überfahrt nach Dover haben wir 60,-€ bezahlt, das möchten wir gern wieder erleben. Doch nun sind
wir auf der Insel und eine Rückfahrt zum Kontinent brauchen wir ja nun mal ... lassen uns aber gern erzählen,
es liegt an der Olympiade in London (die in 10 Tagen beginnt), das die Fähre nach Frankreich so teuer ist ...

Kurz und (nicht) Gut - alle Fähren kosten 150,-€, egal, wann sie fahren.
Plötzlich stehen wir eine Stunde später auf der Fähre und sie ist tatsächlich voll.

Bis an die hintere Klappe beladen geht es in die tobende See. die Fähre schaukelt etwas, zieht aber mit ca.
40 Km/h über den Ärmelkanal. Es ist so stürmisch, das die ganze Luft nach Salz schmeckt, da die Wellen
vom Wind bis aufs Deck gepustet werden. In der Fähre ist es ruhig und der Kaffee schmeckt.

Nach ca. 1h sind die 40 Km Ärmelkanal überwunden und wir erreichen wieder den Kontinent in Calais.

Natürlich - wieder Rechtsverkehr. Das ist noch etwas ungewohnt (an Kreuzungen) aber schnell kommt man
wieder hinein. Doch am ersten Kreisverkehr muss ich anhalten und richtig überlegen!!!
Jetzt sind wir zu einem Platz in Dünkirchen unterwegs. Plötzlich kommt ein Stellplatz in Sicht und schon
stehen wir am Hafen von Gravelines.

Gravelines (niederländisch Grevelingen) ist eine kleine Stadt mit einem Yachthafen in Nordfrankreich, Département Nord, an der
Nordsee. Die Stadt liegt an der Mündung des Flusses Aa.*

Keiner erwähnt diesen Stellplatz. Vielleicht ist er ganz neu?
Also kommt einer von euch von der Fähre und möchte hier für 6,- €/24h stehen, ist die Adresse:
Rue du Port, 59820 Gravelines, Frankreich (google maps)
(ohne Strom, ohne V+E - nur stehen mit Blick aufs Wasser)

In der Nähe ist der sehenswerte Hafen, in dem die Schiffe bei Ebbe auf dem Grund zu liegen kommen,
eine Stadt mit einigen Restaurants und ein Lidl. Auch ein Reisemobilhändler mit Werkstatt.


 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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