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Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil nach Schweden

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Unser privater Reisebericht 2008

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Schweden

Kiruna - Brandenburg


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Kiruna  2 Sundsvall  3 Rastplatz


Die Fahrt nach Hause

Am 01.01.2009

Es ist Neujahr und wir machen uns gegen 8³° Uhr auf den Weg in die Heimat. Das ist der Preis, wenn die Ferien nicht länger sind.
Es ist kalt. Das Thermometer steigt nicht mehr über -14°C. Kiruna lassen wir hinter uns und fahren ganz allein an diesem Morgen
über die vereisten Straßen.

Flüsse und Seen sind fest zugefroren und der Sonnenuntergang schließt sich immer noch direkt an den Sonnenaufgang an.
Im Grunde dämmert es die ganzen 2 Stunden, wenn das Tageslicht durch die Dunkelheit schimmert.
Um 11°°Uhr überqueren wir erneut den

Polarkreis

Hin und wieder machen wir kleine Pausen, haben allerdings ein großes Etappenziel ausgewählt. Heute noch wollen wir auf dem,
uns von der Hinfahrt bekannten, IKEA-Parkplatz in Sundsvall übernachten. Gegen 20°°Uhr fahren wir auf den Parkplatz
des großen Möbelhauses, stellen die Motoren ab. Nach dem Abendbrot noch ein kurzes Brettspiel und wir schlafen lange und fest.


Freitag, der 02.01.2009

Immer noch liegen die Minusgrade im zweistelligen Bereich. Noch immer ist der Abfluss unseres Badezimmerwaschbeckens
eingefroren. Leider bleibt das nicht unser einziges Problem. Der Turbolader ist mit dem Ladeluftkühler durch einen
 Gewebegummischlauch verbunden. Dieser wiederum wird seit einiger Zeit, unbemerkt von den FIAT-Monteuren
(trotz 2 Inspektionen), von dem Ölmessstab angescheuert. Steter Tropfen höhlt den Stein und auf unserer Schwedenreise
hat es der Ölmessstab geschafft. Der Ladedruck pfeift ins Freie und somit haben wir einen Leistungsverlust.
Natürlich wird dieser durch erhöhten Kraftstoffverbrauch ausgeglichen ...
Panzerband hilft in diesem Fall sehr gut und so gehört es fortan zu unserem ständigen Begleiter.

Kaum hat IKEA geöffnet, frühstücken wir wie gehabt. Es ist lecker, preiswert und als wir satt sind machen wir uns
gegen 11°°Uhr auf den Weg. Am Straßenrand erkennt man deutlich, dass es Stellenweise verdammt kalt wird.
Die Temperatur sinkt bis auf -21°C.

16°°Uhr durchfahren wir Stockholm in südlicher Richtung und nach einiger Zeit kommen wir durch Jönköping.
Wir werden auf dem nächsten Rastplatz schlafen, verständigen wir uns über Funk, und 20³°Uhr verstummen die Motoren.
Wir sitzen Abends noch ein bisschen zusammen und bald kehrt Ruhe ein ...


Der nächste Tag begrüßt uns mit -5°C. Endlich, denn sofort können wir das Waschbecken im Badezimmer benutzen.
Die Eisverstopfung im Ablauf ist aufgetaut. Der heutige Tag hat es außerdem in sich, denn heut werden wir wieder über die
 Öresundbrücke fahren und wieder mit der Fähre nach Deutschland übersetzen. Das Wetter wird schlechter, aus Schneeregen
wird Regen und von den 200 Km bis zur Brücke über den Oeresund fahren wir 150 Km in strömenden Regen.

Nur im Tunnel regnete es nicht :o)
Es sind etwa 150 Km vom Ende der Oeresundbrücke zum Fährhafen in Rodby - wir fahren sie komplett im Regen,
bis plötzlich auf dem Navi eine Fähre erscheint:

Wieder müssen wir nicht lange auf die Fähre warten. Passend holt uns die "Deutschland" nach Hause.
(Top Spruch auf der Fähre (Wasser so weit man sieht): "Och, hier sind wir erst!")

Nach einer stürmischen Überfahrt stehen wir wieder auf der Insel Fehmarn. Nun wollen wir zu MC Donalds Abendbrot essen
und uns von Kathrin und Matthias verabschieden. Mit den Beiden hatten wir eine angenehme Reisebegleitung,
sie wissen in Schweden gut bescheid und haben uns wertvolle Tipps geben können.

 

Noch in dieser Nacht kamen wir zu Hause an. Paradoxerweise schneit es in Brandenburg.
Auf der Autobahn haben wir bis zu 8cm Neuschnee!!! Der Winter greift mit eisigen Händen gerade nach Deutschland
und lässt die Temperaturen ebenfalls weit unter -10°C sinken.


Fazit:

Es war ein fantastisches Erlebnis in dieser von Kälte, Eis und Schnee geprägten Winterlandschaft den Jahreswechsel
zu verbringen. Das Eishotel, als eigentliches Ziel der Reise, beeindruckte uns nachhaltig.

5289 Km legten wir zurück und mit Winterreifen (Continental Vanco Winter 2 ) verbrauchte unser 130 PS
turboaufgeladener FIAT Dieselmotor 10,7 ltr Kraftstoff. Die Winterreifen sind eine gute Wahl,
jedoch sind sie sehr weich und für Schneeketten nicht gut geeignet, denn die Ketten setzen dem Reifen sehr zu.

Auf der Fahrt haben wir Parkplätze zum Schlafen genutzt, standen auch auf IKEA Parkplätzen,
um am nächsten Tag sofort dort zu frühstücken. (IKEA öffnet 9³° Uhr)

Eine Nacht auf dem Campingplatz Kiruna kostete für 4 Personen incl. Strom, Benutzung des Aufenthaltsraumes mit Kochplatten,
Backofen usw., Sauna, Internet und Dusche ohne Zeitbegrenzung 25,-€/Nacht.

Unser Cristall-Aufbau kam (bei Abgrenzung des Fahrerhauses mit einer Iso-Matte über Nacht) trotz eisiger Temperaturen
mit zwei 11Kg Gasflaschen aus. Dabei muss man bedenken, das während der Fahrt der Motor heizt und somit den Verbrauch
der Gasmenge verfälscht.
Der Abfluss des Waschbeckens ist eingefroren und verhinderte somit die Benutzung komplett.
Das Fahrerhaus ist nicht isoliert und die Kälte ist auf den Fahrer-& Beifahrersitz unerträglich, wenn das Fahrzeug steht.
Selbst der 2000W Heizlüfter schafft im Dauerbetrieb keine Abhilfe.



 

 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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