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Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil nach Schweden

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Unser privater Reisebericht 2009

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Schweden

Göteborg - Marstrand - Grebbestad


Sehr schnell wird der Hafen und die Hafeneinfahrt Frederikshavn´s kleiner.
Nach etwa einer halben Stunde ist kein Land mehr in Sicht.

Wir sind mit der "Stena Danica" unterwegs, sehen uns die Fähre an und nutzen
die Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung.


Tischeishockey, Wii-Computerspiele, Golf, Hockey, Schach, Tischtennis, basteln ... alles ist Möglich!

Nach etwa 2,5 h kommt Land in Sicht und wir passieren die ersten Schären.
Eine Schäre ist eine kleine Insel, die in den Eiszeiten entstand, als das von Skandinavien und Kanada ausgehende Inlandeis die darunter liegenden G
esteinsmassen überströmte und abschliff. So bildete sich ihre flache, abgerundete Form. Sie können wenige Quadratmeter bis einige Quadratkilometer groß sein.

Es dauert doch noch eine ganze Zeit, bis wir in Göteborg einfahren.
Göteborg ist nach Stockholm die zweitgrößte Stadt Schwedens. Die Stadt mit der umliegenden Gemeinde gliedert sich in 21 Stadtbezirke.
Die Stadt ist Teil der statistischen Einheit Groß-Göteborg (Storgöteborg) mit 872.000 Einwohnern (2004).*

Langsam fahren wir noch fast 20 min bis zum Anleger. Es ist eine tolle Aussicht.

Als wir von der Fähre herunterfahren ist die Drängelei groß, die Stadt ist eng und versinkt im Verkehrschaos.
Unser Navi führt uns sicher und souverän in Richtung Marstrand. Im Reiseführer Schweden für Wohnmobile
haben wir uns hier den ersten Campingplatz ausgesucht.
Marstrand ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Västra Götalands län und historischen Provinz Bohuslän.
Sie liegt etwa 30 km nordwestlich von Göteborg auf den Inseln Marstrandsö und Koö im Skagerrak. Marstrand liegt in der Gemeinde Kungälv.*

Die Straße führt von einer Schäreninsel auf die Nächste und wir passieren viele Brücken. Als wir den Campingplatz
erreichen ist der komplett ausgebucht! Schnell lassen wir uns zum nächsten Platz leiten,
doch auch hier - ausgebucht - alles besetzt. Es ist 19:45Uhr als wir einen Parkplatz am Hafen von Marstrand finden,
der ein übernachten erlaubt. (70,-SKr)

Nach dem Abendbrot machen wir noch einen Abendspaziergang durch den schönen, malerischen Ort.




Es ist der
5. August, ein Mittwoch, der uns mit schönstem Sonnenschein begrüßt. Die typisch schwedischen Häuser
und der kleine Hafen zeigen sich in allerschönster Pracht ...

Wir haben einen neuen Campingplatz ausgewählt. Dieser liegt bei Grebbestad. Das sind 132Km ...

Am Campingplatz bei Grebbestad angekommen, stehen wir in der Rezeption und sehen uns an,
welchen Stellplatz wir nehmen. Hier sind viele Dauercamper, die Wege sind eng, so bleiben wir
gleich in der Nähe der Rezeption. Die Felsküste macht erfinderisch - so haben sie hier einen
Badesteg gebaut, der sogar mit einem Sprungturm ausgestattet ist.

Wir buchen gleich 3 Nächte und genießen das erste Mal diese wunderbare Ruhe in diesem Sommerurlaub.


Am Abend spazieren wir am Hafen entlang und auf dem Meeresboden ist vielleicht etwas los!
Krabben, Fische und sogar Seesterne sind zu beobachten.

 Der nächste Tag wird unser erster Badetag. Nach dem Frühstück schnappen wir unsere Badeutensilien und gehen an die Bucht.
Schnell ist ein Platz gefunden. Die Sonne brennt und schon stürmen wir auf den Steg in Richtung des Sprungturms.
Plötzlich wissen wir, was die ganze Zeit nicht ins Bild passt - niemand springt vom Turm und keiner badet ...



Der Grund ist schnell erkannt - Feuerquallen tauchen aus der Tiefe des Fjordes auf.
Die Gelbe Haarqualle (Cyanea capillata) ist eine Art der Ordnung der Fahnenquallen (Semaeostomeae). Sie ist auch unter der Bezeichnung „Gelbe Nesselqualle“
bekannt und wird umgangssprachlich von Menschen, die an der Küste leben, als „Feuerqualle“ bezeichnet. Gelbe Haarquallen finden sich im Atlantik,
im Ärmelkanal, in der Nord- und der westlichen Ostsee. Sie sind pelagische Tiere, das heißt, sie leben freischwimmend im offenen Wasser.*

Das Berühren der Tentakel der Gelben Haarqualle löst die Nesselzellen aus, die die Haut mit dem Nesselschlauch durchdringen und ein Gift
in das Opfer injizieren. Es kommt zu allergischen Reaktionen der Haut, sie ist gerötet und angeschwollen. Sie wird medizinisch wie eine Verbrennung behandelt.*

- um so schöner ist der Badspaß, wenn die Quallen wieder verschwunden sind -

Das Wasser ist sehr erfrischend, fast schon kalt ... so bleiben wir nur kurz im Wasser.
Die Sonne meint es gut und es ist schön warm.  Öfter am Tag tauchen die Quallen auf und es regelt sich von allein:
Entweder sind die Quallen im Wasser oder es kann gebadet werden.

Wir beobachten Kinder, die auf dem Steg sitzen, liegen oder stehen und etwas "angeln".
Sie haben eine Wäscheklammer an eine Leine gebunden und lassen sie ins Wasser tauchen. Die Klammer
hält eine aufgebrochene Muschel und dieses Muschelfleisch ist eine Delikatesse für Strandkrabben.
Unter Wasser rennen sie förmlich zu den Muscheln und halten sich beim Fressen so fest,
das man sie problemlos aus dem Wasser ziehen kann.

Die freigelassenen Krabben laufen zielsicher ins Wasser zurück. Sie springen dabei sogar vom Steg.
Die Gemeine Strandkrabbe (Carcinus maenas) ist eine sehr häufige und weit verbreitete Krabbenart der Küsten. Sie ist ein anpassungsfähiger
Allesfresser und gilt als Schädling in der Fischerei-Industrie. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet ist die Atlantikküste Europas und Nordafrikas.
Die Krabbe wurde durch die Wirkung des Menschen in andere Regionen eingeführt, so dass sie inzwischen als fast weltweit verbreitet gilt.
Außerhalb ihres ursprünglichen Verbreitungsareals kann sie als so genannte invasive Art eine Vielzahl von direkten und indirekten ökologischen
Auswirkungen auf andere Arten, Lebensgemeinschaften oder Biotope haben.*


Am o7. August, einem Freitag machen wir uns zu Fuß auf den Weg nach Grebbestad.
An der Landstraße entlang laufen wir etwa 3 Km und kommen bald in diesem schönen Ort an.


Die Sonne scheint und es wird warm und wärmer.
Als wir gegen Mittag auf den Platz zurück kommen gehen wir (wenn die Quallen es zulassen) baden,
lesen etwas und lassen den Tag ganz ruhig bei einem leckeren Abendbrot ausklingen.


Campingplatzimpressionen Grebbestad

Morgen wollen wir weiterfahren und freuen uns schon auf den Vänern, dem größtem Süßwassersee Schwedens.
Wir haben uns einen Campingplatz im Norden, in der Nähe von Karlstad ausgesucht. Uns beruhigt noch etwas:
hier wird es keine Quallen geben!


 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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