Reiseberichte aus dem Wohnmobil,
 
Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil nach Schweden

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Unser privater Reisebericht 2013

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Schweden

Brandenburg - Mora


Unser Winterurlaub:

Silvester in Schweden


Brandenburg, 25.12.2013, 09³°Uhr. Abfahrt.

Schnell erreichen wir die Autobahn an diesem warmen Mittwoch Morgen. Es sind 10 Grad, die uns das Thermometer anzeigt.

Erst vor kurzem, am Donnerstag konnten wir endlich die Fähre buchen. Vorher gab es keine Möglichkeit,
denn es wurde bis dahin keine Fähre eingesetzt. So haben wir schon geplant über die Brücken zu fahren,
wie wir es schon im Winter 2008 machen mussten.
Nun haben wir also einen Termin. Um 17:45 Uhr läuft die "Sassnitz" der Stena Line in Sassnitz am Fährhafen aus.
Die Sassnitz ist ein deutsches Eisenbahnfährschiff und verkehrt auf der Königslinie zwischen Sassnitz und Trelleborg
über die Ostsee für die Reederei Stena Line.*

*

Bauwerft: Danyard A/S Aalborg Vaerft
Stapellauf: 24. Juni 1988
Indienststellung: 19. März 1989
Routen: Trajekt Sassnitz–Trelleborg

Technische Daten
Vermessung: 21.154 BRZ
Länge: 171,5 m
Breite: 23,7 m
Tiefgang: 5,8 m
Gesamtleistung: 18.200 kW
Geschwindigkeit: 20,0 Knoten
Passagiere: 875*

   

Die Autobahn ist angenehm leer am ersten Weihnachtsfeiertag. Wir kommen sehr gut durch. Es gibt keinen Stau
oder andere Probleme. Das Navi leitet uns zielsicher zum Fährhafen auf der Insel Rügen.
Aber: das sieht hier vielleicht aus! Unscheinbar, ungepflegt, ungemütlich. Es kommt uns fast vor,
als soll der Hafen hier schon einmal auf die Fähre vorbereiten ...
Wir sind fast zwei Stunden zu früh hier und fahren noch einmal los, um einen Parkplatz mit Ostseeblick zu bekommen.

Das klappt gut und wir können noch eine Kleinigkeit essen und dann einen Spaziergang an der Ostsee entlang machen.

Pünktlich zum Termin fahren wir zum Hafen und es geht zügig auf die sehr leere Fähre.

Der Bug schließt sich, das Dröhnen und Hämmern der Motoren beginnt und begleitet uns nun die nächsten 4 Stunden.
Ein letzter Blick zurück nach Deutschland und wir verschwinden im Dunkel der Nacht.


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:       in Trelleborg:
  ca 403 Kilometer, Fahrzeit ca. knapp 5 Stunden

In Trelleborg angekommen fahren wir ein kleines Stück auf der E9 und bleiben auf dem bekannten Stellplatz
links an dem kleinen See vor dem Mobil eines Norweger stehen. Wir sind beide müde.



2. Tag, 26.12.2013

Es ist immer das gleiche hier in Trelleborg an diesem kleinen Stellplatz am Hafen. Es stinkt.
Hier stinkt es immer - nach Hafen - nach Fisch. So war es gestern Abend und so ist es heute morgen.
Es ist noch dunkel als wir gegen 6 Uhr wach werden und aufstehen.
Der Norweger der sie Nacht hinter uns verbracht hat startet seinen Motor und fährt ab. Unsere Kaffeemaschine ist
auch wach und macht den leckeren Kaffee für die Fahrt. Es gibt einen kleinen Snack und wir starten.
Heute ist wieder ein Reisetag geplant. Im Moment führt uns das Navi Richtung Göteborg.
 Göteborg; dt. Gotenburg älter auch Gothenburg, engl. Gothenburg, dän. Gøteborg ist eine Großstadt in der schwedischen Provinz Västra Götalands län
und den historischen Provinzen Västergötland und Bohuslän.Göteborg ist nach Stockholm die zweitgrößte Stadt Schwedens.*

Später fahren wir am größten See Schwedens vorbei, den Vänernsee. Nun sind wir unterwegs nach Karlstadt.
Vänern (deutsch auch Vänersee) ist ein See im Südwesten von Schweden, gelegen zwischen den historischen Provinzen Dalsland, Värmland
und Västergötland. Mit einer Fläche von 5.519,1 km2 ist er der größte See des Landes und nach dem Ladogasee und dem Onegasee
(beide in Russland gelegen) der drittgrößte See Europas. Er liegt 44 Meter über dem Meeresspiegel und hat eine mittlere Tiefe von 27 m;
seine größte Tiefe beträgt 106 m. Er besitzt ein Volumen von 153 km3 und seine Küstenlinie beträgt ca. 2000 km.

Karlstadt
ist die Kreisstadt des unterfränkischen Landkreises Main-Spessart und liegt rund 30 Kilometer
nördlich von Würzburg im mainfränkischen Weinbaugebiet.*

Beim Tanken stellen wir fest, das die Schweden es scheinbar mögen an Automaten zu tanken. Es ist gar keine Tankstelle
mehr zu finden, an der man seinen Treibstoff im Shop bezahlt.
Das ist vielleicht eigenartig - draußen müssen wir 2x am Automaten die Dieselfüllung bezahlen, denn die Liter sind begrenzt.
Danach gehen wir in den Shop für ein Stückchen Kuchen und Scheibenwaschzusatz und wieder zahlen wir ...
Also haben wir mit nur einem Tankstellenbesuch für drei Abbuchungen gesorgt.

Die Straßen sind gut ausgebaut, wir kommen gut voran. Es sind oft die bekannten 3-spurigen Straßen,
bei denen so ca. alle 5 Kilometer die die zweispurige Seite wechselt. Meist können und dürfen wir 90 Km/h
fahren, oft sind ganze Abschnitte der Strecke aber auch auf 80, teilweise sogar auf 70 Km/h begrenzt.
Das sorgt zwar für Ruhe auf den Straßen, jedoch kommen wir so natürlich nicht so schnell voran, wie wir
gern möchten. Am Abend kommen wir in Kläppen an. Das ist hier also das Wintersportgebiet in Schweden.
 

Leider liegt im Moment wenig Schnee. Es sind 2°C Lufttemperatur und es liegen etwa 8 - 10 cm Schnee.
Die Straßen sind komplett Schneefrei, auf dem ist das Schmelzwasser gefroren und
ganze freie Stellplätze ähneln einem zugefrorenen See.

In der Rezeption erfahren wir, das wir leider nur 2 Nächte bleiben können. Zu Silvester ist der Platz komplett ausgebucht.
Wir sind überrascht, denn das haben wir nicht erwartet. Gerade hier war es immer möglich noch einen Platz zu bekommen
und auch als umgebuchter Gast noch bleiben zu können. Na gut, so ist es eben und wir buchen die 2 Nächte.
Also ran an den Strom und ausgeruht! Das ist allerdings gar nicht so leicht, wie man es von anderen Plätzen kennt.
Die Steckdosen sind hier nur mit einer Leiter zu erreichen. Leitern sind hier überall auf dem Platz verteilt.

   

Heute werden wir nicht alt - bald schon liegen wir im Bett und schlafen den Schlaf der Gerechten ...


Unsere heutige (Tor)tour in graphischer Darstellung:
  ca. 765 Kilometer, Fahrzeit ca. knapp 9 Stunden


3. Tag, 27.12.2013

Es regnet als wir wach werden. Das ist Schade. Nach einem ausgiebigen, leckeren Frühstück sehen wir uns kurz
auf dem Platz um und finden die gut präparierte Loipe, die direkt am Campingplatz startet.

 

Plötzlich eine SMS unserer Freunde (Roy und Andrea) aus Österreich. 1,20m Neuschnee in der Nacht. ...

Der Regen hört zwar jetzt auf, aber so eine Schneemenge ist schon etwas! ... da kommt Neid auf ;o)
Wir ziehen uns um und starten auf der Loipe mit Langlauf. Es ist voll auf dieser kurzen Piste.

Sie ist komplett präpariert und dadurch leider nicht ganz so lang und Endet plötzlich im Wald vor einer Brücke.
(hier endet auch der höhere Schnee) Aber auch das ist nicht so schlimm, immerhin sind es 2,5 Km bis man umdrehen muss.
Da die komplette Strecke beleuchtet ist, ist es möglich nach Einbruch der Dunkelheit noch ein paar Runden zu drehen.

So werden es heute 20 Kilometer auf Skiern. ... das wird sicher morgen zu merken sein ...

Interessant ist, das es endlich am Abend bei der "Nachtfahrt", die letzte Runde hat gerade begonnen, anfängt zu schneien.
Erst ganz vorsichtig und mit vereinzelten Flocken, etwas später werden die Flocken dicker und mehr!
So schneit es bis in den späten Abend sehr doll!
Morgen müssen wir den Platz verlassen und werden zum größten Wasserfall fahren, dem Njupeskär.
Mal sehen, was uns dort erwartet...


4. Tag, 28.12.2013

Der Schneefall wechselt in der Nacht wieder zu Regen. Nun gießt es wie aus Eimern.
Der Platz mit seinem gefrorenen Boden entwickelt sich zu einer riesigen Eisbahn.
Nach dem Frühstück fahren wir zur Entsorgungsstation, die einfach Beispielhaft ist.
Es handelt sich um ein kleines Häuschen in dem sich ein langer Schlauch mit Warm- und Kaltwasseranschluss befindet,
in dem sämtliche Reiniger auf einem Regal stehen, Besen, Schwamm usw. bereitliegen. Würde es eine Eisschicht auf
dem Dach geben, könnte man sie mit warmen Wasser   ...   na ja    ...   wenn man Eis auf dem Dach hätte.
Jetzt sind wir unterwegs zum Njupeskär.
Der Njupeskär ist mit 125 Meter Höhe, davon 90 Metern in freiem Fall der höchste Wasserfall in Schweden. Er liegt in der Provinz Dalarnas län
nahe der norwegischen Grenze am Nordostrand des Fulufjäll-Gebirges und ist eine der größten Attraktionen des Nationalparks Fulufjället.*

Doch was ist denn jetzt los? Aus dem Wind wird mehr und mehr Sturm.
Auch die Umgebung ändert sich und wird immer winterlicher.

 

Endlich erreichen wir Mörkret und damit den kleinen Stellplatz am Fluss, den wir als Übernachtungsort ausgewählt hatten.
Nun ja, der Schneepflugfahrer konnte unser Ansinnen verhindern, denn ein riesiger Schneeberg
-ordentlich mit Eisstücken versetzt- liegt vor der Einfahrt.

Auch der Platz selbst ist weder benutzt noch geräumt - na wir fahren erst einmal weiter und kommen so
bis zum Parkplatz am Besucherzentrum. Hier ist der Parkplatz geräumt, aber wir sind fast allein hier oben.

Als wir uns die dicken Wintersachen angezogen haben und vor dem Mobil stehen und los wollen, fahren auch auch die Dänen ab,
die hier noch als einzige neben uns parkten. Wir machen uns auf den Weg und kämpfen uns durch den Schneesturm.

Es ist nicht weit bis zum Besucherzentrum, welches wir verschlossen vorfinden. Hier ist auch kein Schnee geräumt.
Kein Problem - gehen wir zum Imbiss, den wir schon vom Sommer kennen. Hier ist zwar der Schnee geräumt,
doch es ist auch geschlossen. Der Schneesturm beißt im Gesicht, trotzdem machen wir uns auf den Weg zum Wasserfall.
Ein paar halb verwehte Spuren im Schnee zeigen, das es schon ein paar Leute versucht haben ... Wir starten,
kommen auch noch ein Stück, doch der Sturm ist so stark, das er uns vom Weg weht.

Vielleicht kann man es an den Bildern erkennen?
Eine kniehohe Schneewehe versperrt schon nach 300 m den Weg und gar nicht so ungern drehen wir um.
Der Schnee, den es hier an die Bäume weht, verwandelt sich sofort in Eis.

Da wir schon umgedreht haben, sehen wir uns noch einmal auf dem Areal um, kommen aber schnell wieder zum Mobil
und freuen uns, das die Heizung problemlos ihren Dienst versehen hat. Jetzt trinken wir einen Kaffee und überlegen
was wir weiter machen. Der Sturm heult und lässt das Mobil hin und herwackeln.
Nach kurzer Zeit steht unsere Entscheidung: Generalkurs: Stockholm. Zwischenstopp: Mora
Mora ist ein Ort (tätort) in der schwedischen Provinz Dalarnas län und der historischen Provinz Dalarna. Der Ort ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde
und liegt am nördlichen Ende des Sees Siljan.*
Wir hatten in Mora schon im Sommerurlaub einen kurzen Zwischenstopp eingelegt. Nun möchten wir diesen Ort gern
besser kennen lernen, denn es ist ein Touristenort lässt sich im Internet entnehmen und im Sommer war er völlig überlaufen.

Mit diesem Gedanken starten wir, kommen noch einmal am Stellplatz, der uns im Sommer so sehr gefallen hat, vorbei.
Der Sturm legt sich langsam und die Umgebung verliert leider wieder ihr winterliches Aussehen.
Nun geht es abermals über winterliche Straßen.

Es wird immer Wärmer und bald schon ist nur noch am Straßenrand ein kleiner Schneeberg zu sehen, den vor längerer Zeit
ein Schneepflug hinterlassen hat. Seen und Flüsse sind nach wie vor zugefroren, die Luft ist allerdings mittlerweile
auf 3,5 Grad erwärmt und immer wieder arbeiten unsere Scheibenwischer bei leichtem Nieselregen.
Gegen 14:30 Uhr fahren wir in Mora ein und sehen sofort, als wir über die Brücke kommen rechter Hand einen
Campingplatz. Ja! Das passt gut ;o)
Den fahren wir an! Jetzt geht es allerdings erst einmal durch den halben Ort, um zur Rezeption des Platzes

zu finden. Hier werden wir nett begrüßt, buchen für 2 Nächte und finden schnell unseren Platz.
Leider haben wir keinen Sattelitenempfang, da wir mitten im Wald stehen. Im Sommer wäre es kein Problem,
doch jetzt im Winter möchten wir schon Abends fernsehen. Zur Erinnerung: es ist gegen 15:30 Uhr dunkel
und wird vor 9:00 Uhr nicht hell. So wechseln wir noch einmal den Platz und landen auf
Platz 245 mit freien Blick nach Süden auf die Kirche.

Die Waschräume sind nicht üppig und nichts besonderes, erfüllen aber ihren Zweck und sind sauber.
Strom Klemmen wir schon im Dunkeln an und bald gibt es ein leckeres Abendbrot.


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:
  ca. 280 Kilometer

 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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