Reiseberichte aus dem Wohnmobil,
 
Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil nach Schweden

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Unser privater Reisebericht 2013

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Schweden

Mora - Stockholm



5. Tag, 29.12.2013

Wieder hören wir beim Aufwachen das bekannte, aber nicht so sehr beliebte Geräusch
der Camper - ein leises Klopfen auf dem Dach - Regen.
Nun ist es eben so - ändern können wir es nicht, also machen wir das Beste daraus!
Wir frühstücken erst einmal in aller Ruhe und dann starten wir einen Spaziergang in die Stadt.
Der Ortsname stammt vom altschwedischen Wort mor ab, was in etwa „Wald auf feuchtem Untergrund“ bedeutet. Die Gegend wurde schon
frühzeitig bewohnt, was man durch archäologische Funde aus der Vendelzeit und der Zeit der Wikinger erklärt.*

Es sind vom Campingplatz nur 500 m bis zum Stadtzentrum. Sofort stehen wir an der Kirche des Ortes.
Sie ist sehr gepflegt und steht gleich neben dem alten Glockenturm.
Die Sonne ist mittlerweile herausgekommen und spendet ein bisschen Wärme.

   

Wir gehen weiter in den Ort uns finden plötzlich ein Tor. Schnell lässt sich herausfinden was dieses
Tor für eine Bedeutung für den Ort hat. Es ist das Zieltor des Wasalaufes.
Der Wasalauf (schwedisch Vasaloppet) ist eine der größten Skilanglaufveranstaltungen der Welt und ein Lauf der Worldloppet-Serie.
Der Hauptlauf wird jedes Jahr am ersten Wochenende im März zwischen den Orten Sälen und Mora in der schwedischen Landschaft
Dalarna auf dem Vasaloppsleden über 90 km in klassischer Technik ausgetragen. Das Rennen wird seit 1922 veranstaltet.*

Beim Weitergehen kommen wir zum See an dem sich die Stadt anlehnt.
Der Siljan ist zum größten Teil gefroren, da spiegelt sich die Sonne doppelt.
Der Siljan ist der siebentgrößte See Schwedens. Er liegt in der schwedischen Provinz Dalarna. Der See hat eine Fläche von 290 km²,
eine größte Tiefe von 134 Metern und ein Wasservolumen von ca. 8 km³. Er wird vom Fluss Österdalälven durchflossen.
Ein weiterer Zufluss kommt vom nördlich gelegenen Orsasjön, der vom Oreälven gespeist wird.*

An der Strandpromenade finden wir eine alte schwedische Dampflok und ein Dalapferd.

       
Das Dalapferd (schwedisch: Dalahäst) ist eine aus Holz gefertigte Figur in Pferdeform, die in der schwedischen Landschaft Dalarna gefertigt wird.
Dalapferde gelten heute im Ausland als typisches Symbol für ganz Schweden.
Die Pferde sind traditionell rot gefärbt und besitzen einen aufgemalten Sattel und Zaumzeug in grün-weißem Muster in traditioneller Kurbitsmalerei.
Die Tradition der Dalapferde lässt sich ins 17. Jahrhundert zurückverfolgen und geht auf geschnitztes Holzspielzeug zurück, das die Einwohner
der Gegend in den langen Winternächten anfertigten, als kalte Witterung und Dunkelheit kaum andere Arbeiten zuließen.

Irgendwann kommen wir dann in die Einkaufsstraße. Die meisten Geschäfte haben geschlossen. Es ist Sonntag.
Doch die Schaufenster sind offen und können betrachtet werden....
Irgendwann kommen wir wieder an die Kirche und haben unseren "Rundgang" durch Mora somit beendet.

Ein, zwei Dinge finden wir und werden sie morgen vor unserer Abreise noch holen - die Öffnungszeiten
haben wir uns gemerkt. Da wenige Läden erstaunlicherweise geöffnet sind können wir schon heute ein
paar Lebensmittel holen. Zum Kaffee sind wir wieder am Mobil und den Nachmittag nutzen wir für
einen Spaziergang in die andere Richtung, also nicht direkt in die Stadt.
Schon auf der Straße fällt es auf, die Farbe des Streusandes ist rötlich. Jetzt stehen wir am Strand des Campingplatzes
und staunen nicht schlecht - roter Sand! Sonst gibt es noch einige Kinderspielplätze auf dem Platz und eine Menge Wald,
in dem sind kleine Hütten versteckt, die man sicher mieten kann. Ein außerordentlicher Grillplatz ist eingerichtet.
Er befindet sich mitten im Fluss auf einer Art Halbinsel. Nette Idee finden wir!
Das Schwimmbad hat schon geschlossen und in die Tennishalle wollen wir jetzt auch gerade nicht.

Später - mittlerweile ist es schon dunkel - gehen wir noch einmal durch den Ort.



6. Tag, 30.12.2013

Wieder ein Reisetag. Heute stehen uns genau 300 Km bevor. Es geht direkt nach Stockholm.
Dort haben wir einen Campingplatz, der auch im Winter geöffnet hat, gefunden. Bevor wir jedoch starten können,
müssen wir noch einmal in die Stadt, denn Punkt 10:00 Uhr öffnet der Laden, in dem wir genau das bekommen,
was wir noch nicht haben, aber unbedingt brauchen...

Was für ein Glück - gegen 10:30 Uhr kommen wir mit prall gefüllten Taschen auf den Campingplatz zurück,
um diesen dann umgehend zu verlassen. Wir sind angenehm überrascht, der Platz im Zentrum von Mora kostete
für 2 Nächte incl. Strom, kostenlose Dusche usw. 40,- SKr. (etwa 42,-€)

Nun sind wir unterwegs und klar und präzisere kommen die Anweisungen vom Navi und so fahren wir durch die
wunderschöne schwedische Landschaft, die von der Sonne in ein schönes Licht getaucht wird.
Obwohl wir über Mittag auf den Straßen sind, haben wir permanent das Gefühl in der Dämmerung unterwegs zu sein.



Am Nachmittag kommen wir in Stockholm an und finden unseren angesteuerten Campingplatz schnell.

    

Dieser liegt ca. 7 Km vom Stadtzentrum entfernt. In die Innenstadt kommt man jedoch erstaunlich einfach.
Obwohl es schon langsam dunkel wird gehen wir und suchen den Bahnhof, der nur 600 m vom Platz entfernt liegt.
Eine einfach Fahrt kostet 36,- SKr, eine Tageskarte (24h) liegt bei 115,- SKr.
Mit diesen Informationen gehen wir an einem Sushi-Lokal vorbei wieder zum Platz.


Unsere heutige Tour in graphischer Darstellung:
  ca. 329 Kilometer, Fahrzeit ca. knapp 5 Stunden



7. Tag
, 31.12.2013
(Silvester)

Man - es klopfen wieder die Tropfen als wir wach werden ... wieder kein Frost!
Während wir frühstücken legt sich der Regen und als wir zur Bahnstation laufen ist nur der Wind sehr kalt.
Gut, das wir Handschuhe und Mütze dabei haben.
Wir haben uns für die Tageskarte entschieden. Heute Nachmittag wollen wir noch einmal zum Mobil kommen
und dann am späteren Abend wieder in die Stadt fahren. Mit dieser Karte können wir sogar morgen früh
noch einmal in die Stadt kommen - wenn wir pünktlich aufstehen und rechtzeitig am Bahnhof sind...

Nun sitzen wir erst einmal in der Bahn. Es ist auffallend - keine Scheibe ist zerkratzt, kein Polster aufgeschlitzt,
niemand hat in die Haltestangen seine Initialen geritzt. Die Fahrt dauert etwa 25 Minuten.
An der Station "Gamla Stad" steigen wir aus.
Gamla stan (schwedisch; eigentlich gamla staden, „die Altstadt“) ist die auf der Insel Stadsholmen gelegene Altstadt der schwedischen Hauptstadt Stockholm.
Sie liegt im Stadtbezirk Södermalm. In Gamla stan befindet sich das von Nicodemus Tessin dem Jüngeren erbaute Schloss sowie die beiden Kirchen
Storkyrkan (Nikolaikirche) und Tyska kyrkan (Deutsche Kirche). In der Storkyrkan befindet sich die herausragende mittelalterliche Reiterplastik des
St. Georg mit dem Drachen kämpfend von Bernt Notke, die in der Altstadt auch als Bronzearbeit zu finden ist.*

Jetzt gehen wir durch die wunderschöne Altstadt Stockholms. Die Hauptstadt Schwedens zeigt sich uns gewohnt sauber,
gepflegt und ordentlich. Der Verkehr ist gut organisiert und eine unbeschreibliche Gelassenheit liegt über allem.
Erst einmal gibt es ein Hot Dog (Frence) gegen den größten Hunger und nun geht es von Laden zu Laden.

Es ist erstaunlich - im Grunde gibt es in jedem Souvenirläden das gleiche Angebot ...

Irgendwann kommen wir in ein nettes Kaffee. Hier sitzen wir nun erst einmal und verwandeln uns in Zuschauer
des Treibens der Einkaufsstraßen. Bald aber sind wir wieder vor dem Kaffee und sehen uns noch so
einige alte Bauwerke Stockholms an, schlendern durch Läden, in denen ich Kerstin manchmal gar nicht wieder finde ...

  

   

   

Gegen 15:30 Uhr, es wird gerade dunkel, fahren wir aus der Stockholmer City zurück zum Mobil.
Hier erholen wir uns erst einmal. Es ist 22:00 Uhr als wir in der Bahn sitzen und in die Innenstadt fahren.
Mit jeder Station wird die Bahn voller. Sehr auffällig sind die jungen schwedischen Damen, deren Röcke auch jetzt
in der Kälte so kurz sind - man man man ...

Als wir ankommen ist die Stadt voll. Überall wimmelt es von Menschen und sämtliche Gaststätten und Cafés sind
rammelvoll. Hier sind alle unterwegs - die einen auf Stöcke gestützt, die anderen im Kinderwagen sitzend.
Wir spazieren am Ufer entlang und lassen uns den kalten Wind um die Nase wehen.

Immer wieder steigt eine Rakete und zerplatzt am Himmel. Manchmal mit einem lauten Knall.
Wir kommen wieder in die Innenstadt und schlendern noch einmal durch die Einkaufsstraße.
Da klärt es sich endlich auf woraus Bäume und Schneemänner wirklich bestehen, wenn man sie aus der Nähe betrachtet.

     

Nun ist es mittlerweile 23:00 Uhr geworden und wir entscheiden uns wieder am Wasser entlang zurück in Richtung Altstadt zu
gehen. Es ist richtig voll um uns herum, es sind sehr viele Leute unterwegs und es lässt sich eine generelle Richtung erkennen.

Wir laufen einfach mit und kommen an die große Brücke zwischen Södermalm und der Altstadt, in mitten der Stadt.
Hier spielt eine Band und man kann über das Wasser sehen, an dessen Ufer sich die Häuser der Stadt drängen.
Über dieser Skyline werden es immer mehr Raketen, die sich in grelle Blitze und bunten Kugeln auflösen,
wenn ihr Weg in die Höhe jeh unterbrochen wird. Es sind 4 Grad in der heutigen Silvesternacht in Stockholm.

 

Der kalte Wind stört kaum noch und um uns herum werden es immer mehr Menschen. Viele Wippen im Takt der Musik
und einige singen sogar mit! Unsere Sektflasche haben wir schon längst offen, als das Feuerwerk zum Jahreswechsel beginnt.

 

 

 Nach einem Feuerwerk über dem Wasser von 6 Minuten Länge wird ein Lied eingespielt, was man natürlich in
Schweden erwarten muss: "ABBA" singt "Happy New Year" und ringsherum steigen noch Raketen auf
und alle Gesichter sehen glücklich und zufrieden aus ...
2014
Mal sehen, was dieses Jahr noch so bringen wird. Begonnen hat es jedenfalls gerade, das neue Jahr
und wir beginnen es in Stockholm indem wir langsam am Ufer der Altstadt entlang schlendern.
Später sitzen wir in der Bahn und es geht zum Campingplatz zurück.
(doch Moment ... ist das der richtige Platz???)

01:30 Uhr sind wir wieder am Mobil und es gibt noch einen kleinen Salat.


 
   
       
* Zitat Wikipedia      
   

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