Reiseberichte aus dem Wohnmobil,
 
Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil nach Spanien

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Unser privater Reisebericht 2007

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Spanien

Le Perthus - Salou - Alicante - Malaga

1 Unfall     2 Salou     3 Alicante     4 Camping La Casita     5 Tarifa     6 El Puerto De Santa Maria


Wir fahren gegen 20 Uhr in Spanien ein. Es sind nur noch wenige Kilometer, die wir noch fahren werden,
denn unsere Freunde warten in Salou auf uns. Hier haben wir uns verabredet. Auf dem Campingplatz Sanguli,
ca. 1900 Km von zu Hause entfernt. Wir fahren auf der N-11, haben noch ca. 40 Km bis Barcelona. Es ist stockdunkel.

Plötzlich ein Schatten, ein Knall - ein Rumpeln vorn, ein Schlag hinten. Wir halten an und sehen nach.



Das Nummernschild genau mittig getroffen, hat das Getriebe und der Motor nichts abbekommen.



... dem Verursacher ist allerdings nicht mehr zu helfen.

Plötzlich kommt ein Spanier des Wegs, redet mit uns aufgeregt, packt das Ferkel in den Kofferraum seines
190'er Mercedes, sagt noch irgendetwas, steigt ein, lässt den Motor an und braust in die Nacht ...

Für die beiden Vertreter vom Ende der Nahrungskette ist es eine Win - Win Situation:
Wir sind zufrieden, dass nicht der Vater dieser Suizid-Sippe unterwegs war,
Er ist zufrieden, einen Jagderfolg zu haben ohne das Auto zu verbeulen.

Uns ist plötzlich klar geworden, wie schnell ein Urlaub beendet sein kann. Der gesamte Urlaub basiert auf das Auto.
Im nächsten Dorf ist die Straße hell erleuchtet und wir wollen den eventuellen Schaden genauer begutachten.
Als ich dafür von der Straße abbiegen will, machen wir auch noch Bekanntschaft mit den tiefen Straßengräben in
Spanien. Prompt schleift die Steckdose der Anhängerkupplung über den Asphalt.
Jedoch so geräuschvoll, dass sich bei uns die Nackenhaare aufstellen.
Nach kurzer Untersuchung sind wir sicher, das sich der Schaden vom Schwein auf das Nummernschild vorn
beschränkt und der 2. Knall von der Hinterachse kam, oder vom Abwassertank.

Salou

Es ist 1:oo Uhr, als wir in Salou ankommen und von unseren Freunden begrüßt werden.

Wir schlafen ganz ruhig und erholen uns von den Anstrengungen der letzten Tage.
Am nächsten Morgen stehen wir an der Rezeption und bekommen einen Platz für die nächste Nacht zugewiesen.
Es ist der teuerste Platz unseres Urlaubs, denn für eine Nacht auf dem Campingplatz bezahlen wir 63,oo €.
Als wir zu unserem Stellplatz geführt werden, stellt der Mitarbeiter fest, dass der Platz noch belegt ist.
Das Problem ist hausgemacht: bis 12:oo Uhr hat man am Abreisetag den Platz zu verlassen,
kann aber ohne Probleme schon um 8:oo Uhr anreisen ...

So frühstücken wir auf einem Weg des Platzes und gehen zum Pool, um den Tag mit einem Bad zu beginnen.
Gegen 10°°Uhr ist unser Stellplatz geräumt und wir versuchen diesen Platz zu erreichen.
Die Bäume am Rand der Zufahrt haben ihre erste Astreihe schon bei 2,85m, so haben wir mit unserem Mobil,
welches 3,05 m Höhe aufweist, ein kleines Problem. Holländische und belgische Camper zeigen sich von
ihrer besten Seite und bewegen ihre Autos, die den freien Weg noch begrenzen, nicht einen Meter...
Einer der Äste schabt über unseren Alkoven und löst die Gummiabdeckung der Aluleisten an den Aufbaukanten.

Den restlichen Tag verbringen wir mit Kat & Det + Marie am und im Mittelmeer.
Wir haben Glück, die Wellen sind gut und wir entdecken für uns das "Bodysurfen".

Am Abend sehen wir uns das Straßentreiben dieser Umgebung an.

Es wird noch ein netter Abend, den wir hier in der Stadt verbringen. lange sitzen wir noch vor den
Mobilen und reden die halbe Nacht ...


Am nächsten Morgen frühstücken wir gegen 9:oo Uhr nach einem ausgiebigen Bad im noch leeren Pool.
Auch wir müssen den Platz bis 12:oo Uhr verlassen und fahren am Montag, 16.o7.2oo7 bei herrlichstem
Sonnenschein aus Salou in Richtung Alicante.

Kurz bevor wir Katalonien verlassen, 16°°Uhr führt unser Weg mitten durch Zitronenplantagen. Kaffeezeit!

   

Schon stehen wir in Mitten vieler Zitronenbäume, essen Kuchen und trinken Kaffee.
In der sonst so trockenen, verdorrten Landschaft wirken die Bäume besonders frisch und ihr sattes Grün
beeindruckt uns. Als wir wieder auf die Landstraße entlang des Mittelmeeres einbiegen ist es nicht mehr
weit bis an unser nächstes Ziel. Die Jungs sitzen hinten, sehen ab und zu aus dem Fenster und
lesen "Harry Potter" und "Robinson Crusoe".

Alicante

Bei bestem Wetter fahren wir durch die Urlauberhochburg Alicante. Das Glücksgefühl lässt sich kaum
beschreiben und unseren Augen trauen wir erst, nachdem wir sie gerieben haben: ein einsamer, verlassener
Strand direkt am Wellenbedeckten Mittelmeer. An der Kreuzung, an der die N-332 ins Landesinnere abbiegt
und die N-340 abgeht fahren wir links an den Strand. 2 Wohnmobile stehen schon hier und wir stellen uns
sogleich dazu. Es ist 18:oo Uhr und nach einem kurzen Gespräch mit den Deutschen neben uns gehen wir
Wellenbaden und schwimmen. Nach dem Abendbrot sitzen wir vor dem Wohnmobil, den Blick aufs Mittelmeer
und lauschen den Wellen, die keine 12m von uns entfernt ans Ufer rollen.

Nach einem kurzen Spaziergang um die Beine zu vertreten und dem Bad in den etwa 10m entfernten Wellen
des Mittelmeeres essen wir Abendbrot und verbringen zusammen mit einem Spanier und einem Franzosen die Nacht hier.

In der Nacht rauschte das Meer, mehr passierte entgegen allen Befürchtungen nicht.
Als wir morgens aufwachen scheint die Sonne und das warme Wasser des Mittelmeeres lädt zum Baden ein.


Nach dem Frühstück am Morgen des 17.o7.2oo7 fahren wir schon bald weiter, jetzt auf der Autobahn.

Heute ist unser Tagesziel Malaga. Es ist eine Strecke von ca. 470 Km, das Navi genehmigt uns die
(mautfreie)
Autobahn und so kommen wir gut voran. Es ist wolkenloser Himmel, die Sonne scheint.
Zur Mittagszeit machen wir eine Pause, vertreten uns die Beine ein wenig und unter der ausgefahrenen
Markise lassen wir uns das Mittagessen, eine 5 Minutenterrine, schmecken.

   

Wir wollen weiterfahren und die Markise hineinfahren, da verkantet sie. Beim zweiten Versuch
verkantet sie erneut und auf einmal wird uns klar: können wir die Markise nicht einfahren,
stehen wir hier fest! Beim 5. Versuch klappt es dann doch, wir können gemeinsam die Markise
bewältigen und starten. Nie wieder nach diesem Vorfall hatten wir Probleme mit der Markise.
Eine Klimaanlage vermissen wir auch bei diesen heißen Temperaturen nicht, denn durch die
permanente Belüftung des Fahrzeuges entsteht kein Wärmestau.

Plötzlich - wir fahren ruhig auf der Autobahn dahin und hören gespannt eine Kriminalerzählung
trifft uns voll eine Taube zwischen Alkoven und Windschutzscheibe. Ein wahnsinniger Knall lässt
uns zusammenfahren und mich sofort anhalten, um den eventl. entstanden Schaden zu begutachten.
Ich war überzeugt, dass die Taube jetzt in unserem Bett liegt...
Auf der Leitplanke stehend kann ich jedoch beim besten Willen kein Schaden entdecken! NICHTS!

   

- auf der N 340 fahrend sieht man
immer das Mittelmeer

- die beeindruckende Landschaft lässt uns immer wieder zum Fotoapparat greifen

- hier haben wir eine Pause entgegen der
Fahrtrichtung gemacht, die Parkplätze
liegen alle zum Wasser
.

So fahren wir weiter und legen am späten Nachmittag einen Zwischenstopp ein - diesmal in

Malaga

Wir erhaschen einen der begehrten Plätze direkt am Wasser und können fast vom Auto ins Mittelmeer springen.
Herrlich warm ist das Wasser und es geht sofort tief hinein. Der Sand hier ist dunkel und der gesamte Strand
steinig. Egal! Wir freuen uns über diese Pause. In Spanien fanden wir an allen Stränden Duschen.
Erst in Portugal werden wir merken, wie gut es ist sich nach einem Erfrischungsbad im Salzwasser abzuduschen...

Nach dem Bad essen wir Abendbrot und entschließen uns die verbleibenden 128 Km zum Campingplatz "LA CASITA"
noch heute zu fahren. Es ist 22:oo Uhr und schon stockdunkel, als wir am Campingplatz eintreffen.
In der Rezeption leuchtet ein Licht und so gehen wir hinein.
Ein älterer, grauhaariger Mann sitzt hinter dem Tresen und sieht uns müde an. Ich versuche es mit Englisch:

"Good evening! We have a motorhome and we need a place for two or tree nights."
[ gud _iiwening! _wi_häf ä motorhohm änd wi_nied_ä pläiss for_tu_or ssri_neids]
- Guten Abend! Wir brauchen einen Platz für unser Womo für zwei oder drei Nächte.

Der Mann sah uns an und wir hatten das Gefühl, er versteht kein Wort Englisch...
"Do you speak english?" frage ich ihn nun
[ du_ ju _spiek_inglisch]
- Sprechen sie englisch?

Seine Antwort überrascht uns völlig, denn dieses:
"a little bit"
[ ä liddel bitt]

- ein wenig

kann nur ein Deutscher so schlecht betonen.
Prompt - einer Eingebung folgend - frage ich ihn ob er deutsch sprechen würde und grinsend sagte er nur:
"manchmal schon"
Wir sehen uns an und freuen uns, soweit entfernt von der Heimat einen Deutschen zu finden.
Den Platz haben wir schnell klar gemacht und mit dem Versprechen uns morgen noch ein wenig
zu unterhalten fahren wir, 13 Km von Gibraltar entfernt, auf unseren Stellplatz. Hier kostet uns
die Nacht 42,oo €. Wir stehen direkt neben dem Schwimmbad auf diesem sehr gepflegtem Platz.

Es ist ein schöner Platz, die Duschen und Toiletten sind sauber und gepflegt. Wir bekommen einen der Plätze
für Wohnmobile mit dem wir richtig zufrieden sind. Die einzigen Anreisenden bleiben wir trotz der späten
Stunde jedoch nicht, denn während wir vor unserem Mobil sitzen und ein Glas Wein trinkend den Tag
noch einmal passieren lassen, kommen noch 2 Wohnmobile. Es hält uns nicht mehr auf den Stühlen,
als ein Womo aus Deutschland (Bremen) gegenüber einparkt.
Es ist alt, aber - wir trauen unseren Augen kaum - aus Bremen!
Kaum steht das Mobil, dessen Baujahr wir auf 1979 schätzen, begrüßen wir die Insassen. Die beiden sprechen
jedoch kein Wort deutsch, kommen aus Australien und haben in Bremen dieses Mobil von Freunden
bekommen oder gekauft. Jedenfalls haben sie sich auf den Weg gemacht um Europa zu erkunden.

Nun stehen wir gegenüber dem Pool und zu den Toiletten und Waschräumen haben wir es nicht weit.

Der Eingang zum Pool mit dem überdachten "Unterhaltungsbereich". Hier stehen Tischtennisplatten,
Tischfußball- und Billardtische, eine Bar findet man hier und Spielautomaten. Dahinter der große, saubere Pool.


Gibraltar

Kurz nach dem Frühstück sitzen wir auf unseren Fahrrädern und sind auf dem Weg nach Gibraltar.
In der Rezeption noch schnell nach dem Weg gefragt und es kann losgehen...

Hier hat aber nun der deutsche Platzwart etwas mehr zu berichten: Mit dem Fahrrad kann er gar nicht empfehlen,
er würde ein Taxi nehmen. Kerstin bittet er die Ohrringe abzunehmen. Es gibt dort Affen auf dem Felsen,
die nehmen einem gern die Rucksäcke sowie Ohrringe ab. Weiterhin gibt es vor dem Felsen viele Fuhrunternehmer,
die jeden auf den Felsen bringen wollen, diese nehmen dafür dann gutes Geld. Wir müssten außerdem wissen,
ob wir überhaupt auf den Felsen wollen. Eine Seilbahn gibt es auch, doch oben auf dem Felsen angekommen,
so berichtet er, läuft man 40 min in die eine, oder 25min in die andere Richtung, um auf der Aussichtsplattform
Spanien oder Afrika zu sehen. Zwischendurch kann man Höhlen oder alte militärische Anlagen besichtigen.
Von den Plattformen ist die Aussicht super, wenn das Wetter gut ist...

Außerdem hören auch noch von Steigungen bis 26% und das über die gesamte Strecke von 21 Km. Naja - wo es hoch geht,
geht es auch wieder hinunter - also ´drauf aufs Rad und los...
Nachdem wir etwa 3 Km der Strecke geschafft haben merken wir deutlich, wie diese "harmlosen" Steigungen
in den Beinen schmerzen. Irgendwie ist die Luft auch anders, die Wärme ist so warm und der Weg noch so weit
 - kurz und gut - etwa eine halbe Stunde später sitzen wir im Taxi auf dem Weg zum Felsen.

komm mit und klick hier! ---> Gibraltar, the Rock.


Zurück auf dem Campingplatz besuchen wir den kleinen Laden, um Wasser zu kaufen, mit dem wir in
der nächsten Zeit unsere Speisen zubereiten und den Kaffee kochen werden. Unser 140 ltr. fassender,
jetzt noch mit deutschem Frischwasser gefüllter Tank, ist fast leer und wird hier auf dem Platz neu befüllt.
Dazu haben wir den flüssigen Wasseraufbereiter
MC300F von Micropur gekauft, den wir gleich
dosiert mit einfüllen. Dann baden wir ausgiebig im Pool. Es war ein fantastischer, aber auch sehr heißer Tag.

Das erste Mal auf unserer Urlaubsreise haben wir geplant zum Abendbrot zu grillen.
Bald lodern die Flammen auf dem Grill und schon kurze Zeit später liegt unser Fleisch auf dem Grill.
Trotz der Wärme ist es richtig lecker. Das Fleisch haben wir für den kompletten Urlaub aus Deutschland
mitgenommen. Kerstin hat hier eine exakte logistische Großleistung vollbracht, denn bis zum letzten
Urlaubstag reichte unser, von ihr berechneter, Vorrat an eingefrorenem Fleisch und Wurst.

Ein loses Zaunfeld steht zur Absperrung an einem Weg. Das ist etwas was ich unbewusst gesucht habe,
denn seit Salou - als wir mit dem Alkoven den Ast streiften - versuche ich auf oder an das Dach zu kommen.
Das alte Zaunfeld ist schnell geholt und mit einer Decke schütze ich den Wagen vor Kratzern.
... schon geht es in die Höhe ...
Hier haben sich die Gummiabdeckungen des Kantenschutzes verschoben und lassen sich leicht wieder eindrücken.
Die Markise wird gleich einer Prüfung unterzogen...

Morgen geht es weiter. Das erste Zwischenziel unserer Reise - Gibraltar - haben wir erreicht, jetzt geht es weiter.


 
   
   

 

 
* Zitat Wikipedia      
   

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