Reiseberichte aus dem Wohnmobil,
 
Urlaub und Geschichten mit dem Reisemobil

Kerstin & Stefan

mit dem Wohnmobil nach Spanien

Startseite          über uns          Fahrzeuge          Reiseberichte          Dies und Das          Kontakt          Gästebuch
 
 

Unser privater Reisebericht 2007

Navigation: 1  2  3  4  5  6  7

 
 

Spanien

Tarifa - El Puerto de Santa Maria



1 Unfall     2 Salou     3 Alicante     4 Camping La Casita     5 Tarifa     6 El Puerto De Santa Maria


Am nächsten Morgen nach unserem ausgiebigen und leckerem Frühstück, geht es weiter.
Wir brauchen nicht weit fahren, um die schönste und beeindruckendeste Landschaft der ganzen Reise zu sehen.
Wir fahren entlang der Straße von Gibraltar, die links von uns liegt und hinter der man Afrikas Küste sieht.
Schiffe ziehen lange, weiße Schaumbahnen auf das tiefblaue Wasser des Atlantiks, das sich hier mit dem Wasser
des Mittelmeeres unter blauem, wolkenfreien Himmel mischt. Rechts von uns steigt eine Felswand in den Himmel auf.
Plötzlich haben wir die Möglichkeit rechts auf einen Schotterweg einzubiegen und - bloß gut, dass er so ansteigt - nach kurzem Abbremsen auf der Straße rasen wir über den Schotterweg hinauf auf den Berg, der rechts von uns die Straße begrenzte.
Hier finden wir eine Möglichkeit den Wagen abzustellen und die Gegend genauer zu betrachten.

Straße von Gibraltar

- Blick nach Tarifa - - Blick ins Landesinnere - - Blick Rtg. Gibraltar -

Wir sehen Tarifa vor uns liegen. Rechts neben der kleinen Stadt Tarifa ist ein kilometerlanger Strand erkennbar,
an dem unermüdlich die Wellen des Atlantiks rollen. Links schlängelt sich die Straße von Gibraltar entlang
und Afrika ist hier noch deutlicher zu sehen. Auf der rechten Seite sehen wir auf einen Bergrücken,
der über und über mit Windrädern bestückt ist. Ja, jetzt merken wir auch den Wind, der hier oben beständig weht.
Es bietet sich ein beeindruckendes Bild, welches wir nicht so schnell vergessen werden!

Wir fahren nach

Tarifa


Tarifa, in der andalusischen Provinz Cádiz (Spanien), ist die am weitesten südlich gelegene Stadt auf dem Festland des europäischen Kontinents.
Sie markiert das östliche Ende der Costa de la Luz. Heute ist die Stadt, neben Ho'okipa auf Hawaii und Fuerteventura (kanarische Inseln) eine
der "Welthauptstädte" für Wind- und Kite-Surfer.
Kitesurfen oder auch Kiteboarden ist aus dem Windsurfen entstanden, wobei man anstelle des Segels einen „Kite“ (Lenkdrachen) für die
Fortbewegung verwendet. Der Sportler befindet sich dabei auf dem „Board“, einer Art Surfbrett, und wird gezogen durch einen „Kite“,
auch Windschirm oder kurz Schirm genannt.*

Den Leuchtturm von Tarifa kann man mit dem Auto nicht erreichen, man kommt nur zu Fuß auf die kleine,
vorgelagerte Insel auf der er steht. Der Parkplatzmangel hätte uns gezwungen außerhalb des Ortes zu parken
und quer durch Tarifa zum Leuchtturm zu laufen.

Das war uns einfach zu unsicher und wir setzten unsere Fahrt nach einem Einkauf bei Lidl fort.
Es ist in Tarifa sehr leicht, den Lidl zu finden:
... auf dem Weg in die Stadt, ist er am Kreisverkehr rechts, wenn man aus der Stadt kommt, ist er am Kreisverkehr links.
Die Preise im Lidl entsprechen den Preisen in Deutschland.


In Frankreich, Südeuropa und Lateinamerika sind Friedhöfe in der Regel vegetationslos gehalten oder weisen nur vereinzelt Baumbestände
(im Mittelmeerraum vor allem Zypressenalleen) auf. Die Grabplätze sind aus Stein gemauert oder mit einer Platte abgedeckt, teils auch
umfriedet und mit Schotter oder Kies verfüllt. Künstliche Pflanzen, Keramikobjekte und Tafeln ersetzen häufig die Vegetation.
Nicht selten finden sich - insbesondere im spanisch-portugiesischen Raum - katakombenartige Wände mit mehreren Etagen,
in denen die Toten in Fächer gebettet und eingemauert werden.*

Wir wollen an den Strand, den wir vom Berg gesehen haben. Von der Hauptstraße gingen hin und wieder auch
Waldwege in Richtung Strand ab. Hier war sofort auf Schildern zu lesen, was an den Stränden erlaubt ist.
Einmal verbietet ein Schild das baden, ein anderes Mal ist nur das Steigenlassen von Drachen am Strand
gestattet. Surfer sind immer willkommen, ihnen ist das surfen überall erlaubt. Endlich sahen wir ein
"Baden-gestattet-Schild" und fuhren an den Strand. Das heißt ganz genau: wir fahren auf einem gut
besuchtem Parkplatz hinter einer 2,oo m - 2,5o m hohen Düne. Beim Parkplatzsuchen entdecken wir Deutsche
und sofort steuern wir den freien Platz neben ihnen an. Kaum stehen wir, werden wir schon gebeten
genau diesen Platz frei zu lassen, denn hier haben sie den Platz freigehalten für ihre Freunde,
mit denen sie verabredet sind. Es hört sich so einfach an - wir sind hier verabredet -
doch immerhin liegen zwischen Deutschland und Tarifa ca. 3ooo Km.

Die Düne verwehrte dem permanenten Wind die Angriffsfläche, konnte aber die hier stehenden Fahrzeuge nicht
vollendet schützen. Wir wollen baden gehen, ziehen uns um und sehen während wir auf der Düne stehen einen
enorm großen Strand. Er ist nicht nur scheinbar unendlich lang - nein, wir haben jetzt 15o m - 2oo m
Sandstrand zu überwinden, bis wir in den Atlantik können, der mit den entsprechenden Wellen auf uns wartet.
Schnell merken wir das der Sand, welcher in enormer Geschwindigkeit vom Wind über den Strand gefegt wird,
an unseren nackten Schienbeinen weh tut, doch es sind noch etwa 1oo m ... und der Wind weht unaufhörlich ...
gleich geschafft ... noch 5o m und wir haben den feuchten Sand erreicht, der fliegt uns nicht mehr um die Beine.

Nach etwa 3o min haben wir genug vom Wind und vom Wasser. Auf dem Parkplatz stehen wir vor dem
Badezimmerfenster des Womo und duschen uns das Salzwasser ab. Hier gibt es leider keine Toilette,
keine Süßwasserdusche und keine Ver- oder Entsorgungsmöglichkeit am Strand. Unser nächstes Ziel heißt:

El Puerto de Sta Maria

Hier fahren wir gegen 16³° Uhr auf den Campingplatz "Las Dunas" und schon bei der Anmeldung entschuldigt
sich das Personal, sie haben keinen Schattenplatz mehr für uns. Der Platz "
Las Dunas" liegt,
nur durch eine Straße vom Strand getrennt, an der Bucht Bahia de Cadiz. Der Platz macht einen sehr
ordentlichen Eindruck und kostet 32,00 € / Nacht mit Strom. Auch hier - wir haben das in Spanien oft beobachtet
- fehlt auf den Toiletten die Klobürste und das Klopapier! Ersatzweise sind gleich 5 Toilettenfrauen angestellt,
die, auf Schrubbern und Besen gestützt, wunderbare Gespräche in beeindruckender Lautstärke führen.
Auch bei aufmerksamster Beobachtung der Spanier, die zur Toilette gehen, können wir kein Toilettenpapier bemerken
... Hmmm - vielleicht finden wir noch heraus, wie sie sich dort verhalten :-)

Nun machen wir einen Spaziergang und sehen uns die Umgebung an.
Der Pool ist gepflegt und wir versuchen uns die Öffnungszeiten zu merken, während wir die sanitären Anlagen betrachten.

Als wir den Platz für einen Abendspaziergang verlassen, entdecken wir den Strand. An dieser Bucht ist er 9oo m breit
und es sind etwa 100m zum Wasser. Auf diesem weitläufigen Strand sind Inseln mit Palmen angelegt.
Es sieht sehr schön aus doch wir möchten in die Stadt und gehen am Rio Guadalete entlang. Jetzt merken wir
zum ersten Mal, dass auf dieser Seite der Bucht nicht unbedingt das deutsche Urlaubergebiet ist,
sondern eher das Spanische. Die ganze Stadt kommt uns jedenfalls sehr "spanisch" vor :-)

Leider haben wir uns ein wenig verschätzt und El Puerto de St. Marias Innenstadt ist weiter entfernt als gedacht.
So kehren wir am Hafen um und laufen zum Abendbrot im Abendrot zum Campingplatz zurück.

Heut Abend entspannen wir bei einer Flasche Wein. Morgen planen wir einen Badetag, den wir mit einer Radtour
abschließen werden, um die Stadt noch kennen zu lernen und das spanische Nationalgericht zu essen.


Heute ist der 2o.o7. Wir haben einen Standplatz erwischt, der tatsächlich tagsüber voll in der Sonne liegt.
Wir nutzen diese Situation und wollen die Isolierung des Aufbaus testen. Bei drei auf "Lüftung", also in
der ersten Rastierung verriegelten Fenster, (2x Alkoven + oberes Etagenbett) erreichen wir eine
Innentemperatur, die 8°C unter der Außentemperatur liegt! (acht Grad Celsius) Zufrieden mit diesem
Ergebnis stellen wir, das Thermometer blieb über Nacht draußen, völlig überrascht fest das die Temperatur
in der Nacht auf 16°C fällt! Egal, denn beim Frühstück vor dem Womo merkten wir nichts davon, es ist sogar nötig die
 Sonnenbestrahlung des Tisches durch Tücher an der Markise zu verhindern. Dann verbringen wir den Tag am Strand.

Am Nachmittag sitzen wir frisch geduscht und hungrig auf unseren Fahrrädern und radeln am nahen Hafen
vorbei um dann in der Stadt ein spanisches Gericht zu Abend zu essen. Die Entscheidung fiel auf Paella.
Eine Paella ist ein spanisches Reisgericht aus der Pfanne und das Nationalgericht der Region Valencia und der spanischen Ostküste.
Der Begriff paella wurde vom katalanischen Begriff paella (eine Art Pfanne) übernommen. Die Paella ist ein traditionell valencianisches
Gericht. Obwohl die spanische Küche sehr regional geprägt ist, hat die Paella in ganz Spanien einen sehr hohen Bekanntheitsgrad.
Aufgrund dieser regionalen Prägung werden jedoch in den verschiedenen Regionen Spaniens mehrere von der traditionellen Paella
Valenciana abweichende Varianten zubereitet.*


Der mittelalterliche Segelschiffstyp Hulk oder Holk bezeichnet ein in der Regel relativ breit und flachbödig gebautes Schiff,
das nur einen flachen Balkenkiel besitzt.

Ganz in der Nähe haben wir endlich den Leuchtturm entdeckt.

groß und dick
steht er da.

Der Leuchtturm.
(lighthouse)

Ein bisschen sehen wir uns noch im Hafen um, denn die hier im Hafen liegenden Jachten sehen gut aus
und beeindrucken uns. Bald darauf radeln wir in die Innenstadt. Schnell finden wir ein Lokal an der Straße
und sitzen, auf den Ober wartend, am Tisch. Der kommt prompt und wir würden gern bestellen ...
Leider spricht er weder Deutsch, noch Englisch.

Nun wird die Bestellung schwerer, doch die Paella können wir ihm leicht auf der Werbung vor dem Lokal zeigen:
Kerstin wählt die
Paella_Negro. Mutig, denn die dunkle Färbung vom Reis wird durch Tintenfisch-Tinte erreicht.
Stefan nimmt die
Paella_Marisco. Meeresfrüchte und Fisch zieren hier den Reis, wobei zwei Riesengarnelen
und lange Tintenfischarmstücken beeindrucken.
Adrian bestellt sich eine
Paella_Mixta, die mit Fleisch und Meeresfrüchten zubereitet ist und
Matthias entscheidet sich für die
Paella_Valenciana, bei der der Reis leuchtend gelb strahlt
und das Fleisch vom Kaninchen und Hähnchen stammt.
Schwierig ist die Bestellung der Getränke ... die Jungs bevorzugen Sprite, das ist nicht so schwer und
wir bestellen mutig Wein durch zeigen auf eine Zeile in der Karte.
Wenig später sitzen wir vor einem leichten Sommerwein,
der glücklicherweise richtig lecker schmeckt und mit Eiswürfeln gekühlt serviert wird.

1x Paella negro & 1x Paella mixta 1x Paella Valenciana & 1x Paella marisco

Auf den Punkt gebracht: LECKER, ein bisschen ölig/fettig, die Portionen sehr reichlich und empfehlenswert Schmackhaft.



Ein Pferdewagen kommt vorbei.
Achtet auf den Sonnenschutz des Pferdes!

Abends füllen sich die Straßen der Innenstadt. Es macht Spaß, hier am Abend spazieren zu gehen.
Überall werden Meeresfrüchte angeboten und freie Plätze suchen wir vor den Gaststätten vergebens ...
Glücklicherweise sind wir satt. machen wir einen Abendspaziergang durch die Innenstadt,
finden unsere Fahrräder unberührt vor und fahren zurück zum Campingplatz
.


Am 21.o7.2oo7, 10°°Uhr verlassen wir den Campingplatz "Las Dunas" und fahren auf der mautfreien Autobahn
AP- 4
(
E- 5) in Richtung Sevilla. Plötzlich heißt die Autobahn A- 4 (E- 5) und durch Sevilla geht's auf der
Autobahn nur mit Maut. Wir bezahlen die 2,80 €, biegen am Stadtrand von Sevilla auf die A- 65 (
E- 803) und
biegen hinter der Stadt auf die A-49 (
E-1). Das Flachland, welches wir hier befahren, ist von der
üblich-spärlichen Vegetation dieser Region bestimmt. Vertrocknete Grasflächen, kleine Büsche, vereinzelte
Bäume stehen entlang der Straße und zeugen von der durchweg hohen Temperatur und den geringen
Niederschlägen dieser Sommerzeit.



... vorbei an der Osborn - Gruppe, deren Firmensitz sich in El Puerto de Santa Maria befindet,
noch mal den
Osborn - Stier angesehen ...



... auf Umgehungsstraßen werden wir durch und um Sevilla geleitet.


Ikea in Spanien unter Palmen!

Die letzten Kilometer in Spanien verfliegen nur so.
14:3o Uhr erreichen wir die Landesgrenze, eine riesige Brücke, die den Grenzfluss "Rio Guadiana" überspannt.


 
   
   

 

 
* Zitat Wikipedia      
   

Seitenanfang                      zum nächsten Tag